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Als Wasser- und Energiedienstleister unterstützen die Beteiligungsunternehmen der Veolia Wasser GmbH über 300 Städte und Gemeinden in Deutschland bei der Grundversorgung. Der Hauptsitz der Unternehmensgruppe ist Berlin. Veolia Wasser ist kompetenter Partner der Kommunen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie beim Betrieb von Stadtwerken. Maßstab für die Qualität unserer Arbeit sind die individuellen Anliegen der Kommunen und der praktische Nutzen für Bürger und Umwelt. Deshalb sind unsere regionalen Partnerschaften so gestaltet, dass die Kontrolle und Hoheitsrechte in öffentlicher Hand bleiben. Als 100-prozentige Tochter der Veolia Environnement S.A. bringen wir weltweite Erfahrungen und Innovationen unserer Forschungszentren ein, um unseren Partnern vor Ort immer die besten Lösungen anzubieten. Weitere Säulen unter dem Dach von Veolia Environnement sind unsere Schwestersparten Umweltservice, Verkehr (Veolia Transdev) und Energie (Dalkia).
Ein Interview mit Michel Cunnac, Vorsitzender der Geschäftsführung der Veolia Wasser GmbH.
Herr Cunnac, was heißt Nachhaltigkeit für Sie?
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen für die nachfolgenden Generationen. Wir wollen, dass unsere Kinder und Enkel wenigstens die gleichen Möglichkeiten haben wie wir heute. Dazu muss unsere Generation die Art und Weise ändern, in der wir wirtschaften. Der Schutz des Klimas und der respektvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen muss unser Handeln leiten. Um das zu verwirklichen, brauchen wir heute und in Zukunft Mitarbeiter mit hoher Motivation und Fachkompetenz. Ein faires sozialpartnerschaftliches Verhältnis und genug Flexibilität durch Mitarbeiterentwicklungs- und -austauschprogramme sind dafür wichtige Voraussetzungen. Deshalb haben wir diese Prinzipien auch in unsere neue Unternehmensphilosophie übernommen.
Veolia Wasser legt großen Wert auf sein zertifiziertes Integriertes Managementsystem. Schränken solche Systeme nicht Spielräume ein?
Ganz im Gegenteil! Wir denken unternehmerisch und sind mit dem Erreichten nie zufrieden. Wir wollen und müssen immer in Bewegung bleiben und uns weiterentwickeln: Solche Richtlinien spornen uns an, uns Ziele zu setzen, Prozesse zu hinterfragen, neue Ideen und Innovationen zu entwickeln und uns am Erreichten messen zu lassen. Deshalb werden seit 2005 in allen Unternehmen der Gruppe Umwelt-, Gesundheits- und Qualitätsmanagement regelmäßig durch interne und externe Audits geprüft und unabhängig zertifiziert. Unsere Kunden können sich an jedem unserer Standorte auf gleichmäßig zuverlässige Qualität und höchste Sicherheit verlassen.
Und jetzt noch ein Nachhaltigkeitsbericht nach dem internationalen Standard der Global Reporting Initiative (GRI). Warum?
GRI möchte Transparenz durch Standardisierung, Offenheit und Vergleichbarkeit erreichen. Davor dürfen Unternehmer keine Angst haben. Wir sehen darin die Möglichkeit, uns an hohen internationalen Maßstäben zu messen und Schritt für Schritt besser zu werden. Damit treibt uns GRI an, uns nicht mit dem Erreichten zufriedenzugeben.
Nachhaltigkeit verbinden Sie stark mit Begriffen wie Veränderung, Bewegung und Entwicklung. Was heißt das konkret?
Braunschweig gilt heute – dank unserer Impulse – als Vorreiter für geschlossene Energie- und Wasserkreisläufe. In Gera ha-ben wir Maßnahmen entwickelt, mit denen die Kläranlage mehr Energie produziert, als sie benötigt. Zwei weitere folgen. Damit machen wir Klärwerke zu Kraftwerken – und eine Vision zur Wirklichkeit, wenn Sie daran denken, dass solche Anlagen in vielen Kommunen die größten Energieverbraucher und CO2-Emittenten sind. Um die Klimabilanz der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu erfassen, haben wir in Grimma erstmals den CO2-Fußabdruck ermittelt. Beispiele planvoller Innovation, die von klaren Zielen angetrieben wurden.
Diese Beispiele verbinden die Wasser- und Energie-
Expertise von Veolia Wasser. Für ein solches Unternehmen muss 2011 sicher ein bewegtes Jahr gewesen sein?
In der Tat: Die Welt hat sich ein kleines bisschen schneller gedreht. Die Ereignisse in Fukushima haben zu einer unerwarteten Kehrtwende in der Energiepolitik geführt –
sie hat eine ganze Branche auf den Kopf gestellt. Einige unserer Stadtwerke gehörten zu den ersten, die auf eine atomstromfreie Versorgung umgestellt haben. Diese Energiewende stärkt dezentrale Strukturen und Regionalversorger. Der Spielraum der Kommunen wiederum wird enger – nicht zuletzt durch die gigantische Banken-und Staatenrettung. Viele Städte und Gemeinden steuern deshalb mit Sparpaketen und höheren Gebühren dagegen. Als privater Partner können wir unser Fachwissen im Wasser-und Energiemanagement einbringen und den Kommunen helfen, ihre Kosten zu senken und ihre Belastungen sowie die der Bürger in einem ertäglichen Maß zu halten.
Viele Menschen fürchten die Privatisierung ihrer Kommunalbetriebe. Gehen Sie jetzt auf Shoppingtour?
Nein, das heißt es nicht. Eine Vollprivatisierung öffentlicher Betriebe ist nicht unser bevorzugter Geschäftsansatz. Wir verstehen uns als Dienstleistungspartner einer Kommune, der wir unser Know-how, unsere Managementkompetenz und Innovationskraft zur Verfügung stellen – zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort. In der Branche sprechen wir von Betriebsführungs- oder Kooperationsmodellen.
Die Kommunen behalten die Kontrolle und die Verantwortung über ihre Infrastruktur und die öffentlichen Aufgaben der Daseinsvorsorge. Die Bürgermeister bleiben also am Steuer, und wir helfen den kommunalen Betrieben oder Verbänden mit unseren Kompetenzen, das Schiff flotter, wendiger und effektiver zu machen.
Die Öffentlichkeit zeichnet von den Privaten aber ein ganz anderes Bild!
Unsere Imagebefragung hat gezeigt, dass wir diesen partnerschaftlichen Ansatz – obwohl wir ihn bei den meisten unserer Beteiligungen leben – nicht ausreichend vermittelt haben (Infokasten Imagestudie 2011). Der Wind der öffentlichen Meinung hat sich komplett gedreht: Wenn wir uns an die 90er-Jahre erinnern, galten öffentliche Unternehmen oft pauschal als eingefahren und unbeweglich. Heute wiederum werden private Unternehmen zuweilen ebenso pauschal als ausschließlich am maximalen Gewinn interessiert dargestellt. Die Antwort liegt – wie immer – in der Mitte. Mit unserem partnerschaftlichen Ansatz mit klarer Rollenverteilung möchten wir die öffentlich-private Zusammenarbeit neu definieren.
Wie Sie das gerade in Berlin tun?
Gerade in der Hauptstadt war die Diskussion um die Berliner Wasserverträge und die Wasserpreise lange Zeit von Vorurteilen bestimmt und hat sich immer weiter verhärtet – insbesondere nach dem Volksentscheid zur Vertragsoffenlegung im Frühjahr 2011, obwohl bereits alle Vertragsunterlagen vollständig im Internet standen. Das Beteiligungskonstrukt stammt aus dem Jahr 1999, als das Land 49,9 Prozent der Anteile an den Berliner Wasserbetrieben ausgeschrieben hatte. Die Verträge sind in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Deshalb setzen wir seit einiger Zeit auf die Erneuerung unserer Partnerschaft – insbesondere seitdem sich der dritte Beteiligte RWE Aqua entschieden hat, seine Anteile zu verkaufen.
Nachdem die Politik das Thema im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2011 als Wahlkampfthema entdeckt hatte, kamen die Verhandlungen ins Stocken. Derzeit sind wir mit dem Land Berlin und unserer Muttergesellschaft in Paris im Gespräch über die künftige Gestaltung der Zusammenarbeit bei den Berliner Wasserbetrieben.
Wie geht es weiter mit Veolia Wasser?
Die öffentlich-private Partnerschaft hat auch weiterhin Zukunft in der deutschen Wasserwirtschaft. Die Rolle des privaten Partners als an Nachhaltigkeit ausgerichteter Dienstleister und Berater der Kommunen muss aber deutlicher erkennbar werden. Diesen Grundsatz setzen die Unternehmen der Veolia Wasser in ihren aktuellen Angeboten um.
Mit unserem Nachhaltigkeitsbericht ziehen wir Jahr für Jahr einen Strich unter unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten. Wir zeigen die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres, prüfen, inwiefern wir unsere Ziele erreicht haben, und leiten die Schwerpunkte für die kommenden Jahre ab.
Mit internationalen Standards zum Vorreiter der Branche
Mit diesem inzwischen sechsten Bericht sind wir einen großen Schritt vorangekommen. Von nun an stellen wir uns den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI), wobei wir nach unserer Selbsteinschätzung die Anwendungsebene C erreichen. Mit diesem internationalen Standard machen wir unser Engagement und unsere Geschäftstätigkeit vergleichbar und nachvollziehbar –
als eines der ersten privaten Unternehmen der Wasserwirtschaft. Von einer Anwendung des GRI Sector Supplement Electric Utilities sehen wir auf der Grundlage der von uns gewählten Anwendungsebene C ab.
Der Rahmen, in dem wir berichten
Unser Nachhaltigkeitsbericht umfasst die gesamte Unternehmensgruppe Veolia Wasser (siehe Umschlag) einschließlich ihrer Beteiligungen an operativ tätigen Unternehmen in Deutschland. Beteiligungen unter 25 Prozent – wie an den Berliner Wasserbetrieben – haben wir nur teilweise betrachtet. Der Mitte 2011 erworbene 37-Prozent-Anteil an der TVF Waste Solutions ist noch nicht in das Nachhaltigkeitsmanagement einbezogen.
Nachhaltigkeitsbericht der Berliner Wasserbetriebe
Alle zusammengestellten Informationen, Zahlen und Daten beziehen sich auf das Kalenderjahr 2011. Neuere relevante Entwicklungen wurden bereits berücksichtigt. Kennzahlen, die sich im Zuge der GRI-Berichterstattung im Vergleich zum Vorjahr (Nachhaltigkeitsbericht 2010 vom Juli 2011) geändert haben, wurden im Kapitel Kennzahlen entsprechend gekenn-zeichnet. Alle Daten stammen aus dem unternehmens-internen Controlling der Veolia Wasser-Gruppe. Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet (Redaktionsschluss 30. Juni 2012).
Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit besteht
nicht. Auf eine externe Prüfung unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung
haben wir verzichtet. Die internationalen
Aktivitäten von Veolia Eau und Veolia Environnement sind
unter www.veolia.com/en > Challenges nachzulesen.
Biodiversität: Projekte zur Artenvielfalt initiiert
Vom Sponsoring zur Kooperation
Service: Energieberatung ausgebaut
Energiewende
Energiewende: Umstellung auf atomstromfreie Versorgung nach Fukushima
Energiewende
Klimawandel: Maßnahmen zur CO2-Reduktion in Water2Energy gebündelt
Bericht Umwelt
Erzeugungsanlagen: effiziente Gas- und Dampfturbine in Braunschweig feierlich eröffnet
Energiewende
Arbeitssicherheit: meldepflichtige Arbeitsunfälle zurückgegangen, drei Unternehmen unfallfrei
Bericht Beschäftigte
Beschäftigte: Gruppenweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt
Die Chance, genau hinzusehen
Klimawandel: Erster CO2-Fußabdruck
in Grimma ermittelt
Klimabilanz
Nachwuchsförderung: Ausbildungsquote von 8% nicht erreicht
Bericht Beschäftigte
Gesellschaft: Volksentscheid zu den Berliner Wasserbetrieben
Editorial
Der Preis unseres Wassers
Geschäftsmodell Stadtwerkegründungen durch fehlenden Rechtsrahmen nicht voll umgesetzt
Bericht Markt
Klimawandel: CO2-Emission gestiegen
Bericht Umwelt
Marktumfeld: Wertschöpfungszuwachs nicht wie geplant realisiert
Bericht Markt
Veolia Wasser denkt Nachhaltigkeit neu
Als Dienstleister für Aufgaben der Daseinsvorsorge haben wir eine besondere wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung. Nachhaltiges Handeln verstehen wir als konkreten Auftrag, unsere Arbeit langfristig auszurichten und dabei wirtschaftlich, sozial engagiert und umweltgerecht zu gestalten. Dabei gilt es, unseren Kunden nur solche Lösungen anzubieten, die diesen Kriterien gerecht werden.
Diesen Leitgedanken haben wir in der 2011 neu formulierten Unternehmensphilosophie festgeschrieben. Sie schreibt die seit 2006 gültigen Leitlinien fort.
Wie wir Verantwortung übernehmen
Die Basis unserer unternehmerischen Verantwortung bilden die Erwartungen unserer Interessengruppen. Diese spiegeln sich zum einen in unserem nachhaltig ausgerichteten Kerngeschäft wider, zum anderen in unserem bürgerschaftlichen Engagement.
Als engagierter Bürger zeigen wir mit einer Vielzahl an Partnerschaften, Sponsorings und Kooperationen bürger-schaftliches Engagement. Hinzu kommt die Arbeit der Veolia Stiftung.
Ein zentraler Bestandteil der meisten Partnerschaften ist die aktive Mitgestaltung eines zukunftsorientierten Lebensumfeldes. Dabei konzentrieren wir uns auf Themen, bei denen es Berührungspunkte zum operativen Geschäft gibt. Das Spektrum reicht von Sponsoring-Aktivitäten bis hin zu langfristigen Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen. So kommen wir auch mit kritischen Interessengruppen ins Gespräch, bringen Fachwissen und Kontakte ein und fördern das gegenseitige Kennenlernen und Vertrauen.
Nachhaltigkeit ist Chefsache ...
Nachhaltiges Handeln praktizieren wir auf zwei Ebenen: gemeinschaftlich als Veolia Wasser-Gruppe und regional spezifisch durch die Beteiligungsgesellschaften.
Die strategische Steuerung der Nachhaltigkeitsaktivitäten hat die Geschäftsführung der Veolia Wasser-Gruppe inne. Sie setzt Schwerpunkte und legt Ziele fest – für die Gruppe direkt und als Leitlinien für ihre Beteiligungsgesellschaften.
... und braucht Berichterstatter und Botschafter
Unterstützt und beraten wird die Veolia Wasser-Geschäftsführung durch die Arbeitsgruppe (AG) Nachhaltigkeit: Das 15-köpfige Team von Vertretern nahezu aller Beteiligungen führt Wissen aus verschiedenen Fachbereichen zusammen. Die AG-Mitglieder sind gleichermaßen Botschafter für das Thema Nachhaltigkeit in ihren Gesellschaften wie Berichterstatter ihres Unternehmens. Als Wegweiser und Wegbereiter aller Nachhaltigkeitsaktivitäten hat die AG folgende Aufgaben: die Beratung der Geschäftsführung bei der Schwerpunktsetzung und Zielformulierung für das Nachhaltigkeitsengagement, das Controlling und die Berichterstattung sowie die Sensibilisierung und Motivation der Belegschaft, zum Beispiel über den jährlichen Nachhaltigkeitspreis.
Das Thema Nachhaltigkeit ist in allen Gesellschaften der Veolia Wasser-Gruppe verankert. Zur Konzentration und zentralen Steuerung tragen zwei Personen maßgeblich bei: Vertreter der erweiterten Geschäftsführung ist der AG-Pate und MIDEWA-Geschäftsführer Uwe Störzner. Leiterin der
AG ist die Beauftrage der Veolia Wasser-Gruppe für Gesellschaftliche Verantwortung Sylke Freudenthal.
„Für uns als Umweltdienstleister ist der Schutz der natürlichen Ressourcen und des Klimas eine Grund-voraussetzung unserer Arbeit. Ebenso wichtig sind eine faire Sozialpartnerschaft mit unseren Beschäftigten und bürgerschaftliches Engagement vor Ort.“
Michel Cunnac, Vorsitzender der Geschäftsführung
Wir setzen uns klare Ziele…
Die Veolia Wasser-Gruppe gibt sich klare Ziele, die Jahr für Jahr auf den Prüfstand gestellt und wenn nötig angepasst werden. Bis zum vergangenen Jahr wurden die Nachhaltigkeitsziele unabhängig von den Unternehmenszielen geführt.
Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes haben wir mit Beginn des Jahres 2012 Unternehmens- und Nachhaltigkeitsziele in einem integrierten Zielsystem zusammengeführt. Es gliedert sich von nun an in fünf Schwerpunkte: Kerngeschäft, neue Geschäftsfelder, Effizienzsteigerung, Führung und Beschäftigung sowie Ressourceneinsatz. Sie sind am Ende des Heftes im Abschnitt Zielerreichung dargestellt.
... und lassen uns an diesen messen
Dank definierter Prozesse, klarer Verantwortlichkeiten und kontinuierlicher Optimierung können wir unsere Ziele erreichen und unsere Dienstleistungen stetig verbessern. Die Grundlage dafür bildet das integrierte Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem der Veolia Wasser-Gruppe, das nach DIN EN ISO 9001 und 14001 sowie nach BS OHSAS 18001 zertifiziert ist. Damit werden die Prozesse innerhalb der Gruppe auf Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit untersucht und anhand von Kennzahlen dokumentiert. Bis zu 90 Freiwillige aus der Belegschaft begleiten jedes Jahr als Auditoren die internen Audits. Aus deren Analyse lassen sich neue Erkenntnisse ableiten und die Arbeitsabläufe kontinuierlich verbessern. Für unsere Mitarbeiter bieten Erfahrungen in anderen Betriebsbereichen oder Beteiligungsunternehmen die Möglichkeit zum Austausch und zum gegenseitigen Lernen. Mit diesen Strukturen und festgelegten Mindeststandards in der Gruppe führt Veolia Wasser lokales Know-how zusammen, fördert Innovationen und stärkt das eigene Netzwerk.
Darüber hinaus arbeiten in der Unternehmensgruppe strategische und operative Arbeitsgruppen, die sich mit Fach- bzw. strategischen Entwicklungsthemen auseinandersetzen, Konzepte entwickeln, Projekte umsetzen und die Geschäftsführung mit konkreten Umsetzungsvorschlägen beraten.
Die gruppenweiten AGs unterstützen den internen Wissensaustausch und die Innovationskraft von Veolia Wasser. Sie werden regelmäßig auf ihre Notwendigkeit und Zielausrichtung überprüft und ggf. eingestellt und neu eingerichtet. Die AG Nachhaltigkeit zählt zu den strategischen Arbeitsgruppen und ist dauerhaft als Arbeitsgruppe vorgesehen.
Wir lernen von unseren Interessengruppen ...
Teil unseres Nachhaltigkeitsmanagements ist es, die Erwartungen unserer Interessengruppen kennenzulernen und uns ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Identifizierung der für Veolia Wasser relevanten Interessengruppen erfolgt über die Mitglieder der AG Nachhaltigkeit.
Im Laufe der Jahre haben wir verschiedene Formate ent-wickelt, um mit diesen Gruppen regelmäßig ins Gespräch zu kommen und in einen offenen Austausch zu treten. Diesen Weg des Dialoges wollen wir in den nächsten Jahren weitergehen.
… und setzen uns mit ihren Erwartungen auseinander
Die Erwartungen, die unsere Interessengruppen direkt oder mittelbar an uns herantragen, sind vielfältig. Hier eine Auswahl:
Vielen Menschen erscheint der Wasserpreis unangemessen,
aber nur wenige wissen, wie hoch er tatsächlich
ist und wie er sich zusammensetzt. Je schlechter
deutsche Verbraucher ihren tatsächlichen Wasserpreis
kennen, desto kritischer sind sie. Das hat die vom Verband
kommunaler Unternehmen unterstützte Studie
„Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland
(2011)“ gezeigt.
Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut und gehört allen Menschen.
Dass wir für Trinkwasser bezahlen, liegt vor allem an
den Kosten für die Leistungen, die nötig sind, um es jederzeit
in bester Qualität bereitzustellen. Dafür braucht es eine aufwändige
Infrastruktur, die überwacht, erneuert und instand
gehalten werden muss: Talsperren, Brunnen, Wasserwerke,
Pump- und Druckerhöhungsstationen sowie Leitungsnetze.
Das führt zu fixen Kosten für die Errichtung und Unterhaltung,
die unabhängig von der verbrauchten Trinkwassermenge
anfallen. hr Anteil liegt bei etwa 80 Prozent, hinzu kommen
20 Prozent verbrauchsabhängige Kosten, etwa Energiekosten
für die Wasserförderung oder Aufbereitungsmittel.
Auch wenn sich der Wasserpreis mancherorts hoch „anfühlt“:
Die Deutschen zahlen pro Kopf im Durchschnitt 29 Cent am
Tag für Trinkwasser höchster Qualität. Die regionalen Unterschiede
sind vor allem den Gegebenheiten vor Ort geschuldet:
ob Grund- oder Oberflächenwasser verwendet wird, welche
Qualität das Rohwasser hat, welche Aufbereitung es erfordert.
Auch Länge, Zustand und Komplexität des Rohrnetzes, etwa
in Gebieten mit erheblichen Höhenunterschieden, spielen
eine wichtige Rolle. Hinzu kommt der regional schwankende
Wasserverbrauch: Wenn der Pro-Kopf-Verbrauch sinkt, führt
dies ohne Gegensteuerung zu einem steigenden Wasserpreis
pro Kubikmeter, da die Fixkosten bestehen bleiben. Sinken
gleichzeitig die Bevölkerungszahlen, müssen die Kosten zudem
auf immer weniger Schultern verteilt werden. Des Weiteren
haben Steuern und Konzessionsabgaben, aber auch ein in vielen
Bundesländern in sehr unterschiedlicher Höhe erhobenes
Wasserentnahme-Entgelt einen Einfluss auf den Wasserpreis.
Viele dieser Gründe liegen in Berlin vor, der Stadt mit der
wohl intensivsten Diskussion über den Wasserpreis: Hier ist
der durchschnittliche Verbrauch seit 1996 von 128 auf 114 Liter
pro Einwohner und Tag gesunken. Gleichzeitig waren hohe
Investitionen notwendig – vor allem in die Ostberliner Infrastruktur.
Zudem erhebt das Land mit 31 Cent pro Kubikmeter
das höchste Wasserentnahme-Entgelt Deutschlands.
Was gern übersehen wird: Bereits vor der Teilprivatisierung war
Berlins Wasser teurer als das anderer Großstädte wie Köln,
Hamburg oder München. Mit dem Einstieg der privaten Unternehmen
1999 konnten die Preiserhöhungen gebremst werden.
Sie wuchsen geringer, als es in den Planungen der noch rein
kommunalen Wasserbetriebe vorgesehen war. Daher ist der
Preis heute niedriger, als er es ohne die Teilprivatisierung wäre,
und der Abstand zu anderen Städten konnte verringert werden.
Ein weiteres Ergebnis unserer Arbeit: Zusammen mit den Kollegen
der Berliner Wasserbetriebe hat Veolia Wasser konsequent
daran gearbeitet, die Wasserversorgung moderner und effizienter
zu gestalten. Auch künftig wollen wir Ressourcenschutz
und nachhaltiges Wassermanagement weiterdenken und aktiv
zur Energiewende beitragen. Dies unterstützen wir beispielsweise
mit Forschungsprojekten, etwa um Wasser ressourcenschonender
aufzubereiten.
Die Berliner Wasserbetriebe zeigen, dass die Diskussion um die
absolute Preishöhe zu kurz gegriffen ist: Besser wäre es, die
Kosten für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung pro
Einwohner und Jahr miteinander zu vergleichen.
Das Jahr 2011 war geprägt von der Rekommunalisierungsdiskussion,
durch die die Anzahl und der Leistungsinhalt der
kommunalen Ausschreibungen beeinflusst wurden. Trotz
individuell zugeschnittener Angebote konnten wir den
gewünschten Umfang an Neu- und Erweiterungsaufträgen
nicht erreichen. Daher haben wir die Wertschöpfung nicht in
allen bestehenden und neuen Projekten steigern können, wie
es in den Zielen 2011 anvisiert war. Dennoch gelang es uns,
gemeinsam mit drei niedersächsischen Kommunen die neuen
Stadtwerke Elm-Lappwald zu gründen, neue Dienstleistungsfelder
zu erschließen und weitere Aufträge zu gewinnen.
Auf Grundlage der Bedürfnisse unserer potenziellen Partnerkommunen
arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung
und Anpassung unserer Dienstleistungs- und
Kooperationsangebote. Unser Angebot erstreckt sich von der
Übernahme ausgewählter energie- und wasserwirtschaftlicher
Dienstleistungen bis hin zum gemeinsamen Aufbau leistungsfähiger
und effektiver Stadtwerke, in denen die Stärken
beider Partner möglichst umfassend zur Geltung kommen.
Vor diesem Hintergrund richten wir im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht
den Fokus auf unser Marktumfeld und legen
dar, wie wir mit den veränderten Rahmenbedingungen des
Markts im Jahr 2011 sowie mit den damit verbundenen Chancen
und Risiken umgegangen sind.
Herausforderungen des Marktumfelds
Veolia Wasser hatte sich für 2011 erneut das Ziel gesetzt,
Kommunen bei der Gründung eigener Stadtwerke zu unterstützen.
Dies gelang uns seit 2008 mit den Neugründungen
der Stadtwerke Pulheim, Springe und Elm-Lappwald, die
jeweils den Zuschlag für Netzkonzessionen erhielten.
Lediglich in Springe konnte zumindest auf Grundlage einer
Vorbehaltspacht der Netzbetrieb schon übernommen
werden. Der wirtschaftliche Erwerb der Netze scheiterte
bisher jedoch bei allen drei Stadtwerken an den Kaufpreisforderungen
der Altkonzessionäre. Diese werden mit alten
vertraglichen Regelungen begründet, die mit den inzwischen
geltenden Regulierungsvorgaben für Netzentgelte
nicht mehr kompatibel sind. Da der Gesetzgeber diesen
Widerspruch bisher nicht ausgeräumt hat, sind langwierige
rechtliche Auseinandersetzungen die Folge.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns Mitte 2011 entschieden,
von der Beteiligung als Gesellschafter bei der
Gründung weiterer Stadtwerke zunächst abzusehen. Jedoch
bleibt die Unterstützung von Kommunen durch Dienstleistungen
in der Strom- und Gasversorgung eine Kernaufgabe
und Entwicklungsstrategie von Veolia Wasser. Für 2012
haben wir uns das Ziel gesetzt, erstmals einen Betriebsführungsvertrag
für den Netzbetrieb eines fremden Stadtwerks
zu gewinnen.
Im Geschäftsbereich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
hatten wir uns für 2011 das Ziel gesetzt, weitere
Kommunen als Betriebsführer von Ver- und Entsorgungsstrukturen
zu unterstützen. Dieses Ziel konnten wir nur teilweise
umsetzen. Zwar blieb 2011 die Anzahl der Vergabeverfahren
in diesem Sektor im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabil.
Die Vertragslaufzeiten waren jedoch kürzer und die Ver- und
Entsorgungsgebiete tendenziell kleiner. Damit sank für uns
das Potenzial für Effizienzsteigerungen. Die Kommunen entschieden
sich in einem finanziell und politisch angespannten
Umfeld häufiger dafür, ihr Trinkwasser- und Abwassermanagement
selbst zu betreiben. Dabei werden Einsparpotenziale,
die über Leistungsausschreibungen generiert werden
können, für die Nutzer nicht erschlossen. Daher bleibt es eine
wichtige Aufgabe, die Vorteile unserer Dienstleistungen und
eines Ausschreibungswettbewerbs klar zu vermitteln.
Die Erschließung neuer Dienstleistungsfelder stellte ein
weiteres Wachstumsziel von Veolia Wasser dar, das wir erfüllt
haben. Dazu gehören unter anderem die neue Kooperation
zwischen den Stadtwerken Görlitz und der Lausitzer und Mitteldeutsche
Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV)
sowie die Eröffnung der ersten Elektro-Tankstelle durch die
Stadtwerke Springe. Einen wichtigen Schritt zur Erweiterung
des Leistungsangebots stellen der Erwerb von Geschäftsanteilen
der TVF Waste Solutions sowie die Energieberatung
in Braunschweig unter der Marke DR|Haus dar. 2012 möchte
Veolia Wasser den Bereich neue Dienstleistungsfelder um
weitere 20 % ausbauen.
Chancen und Risiken des Klimawandels
Der Klimawandel birgt für Veolia Wasser und seine Kunden
sowohl Risiken als auch Chancen. Verstärkte Trockenheit,
häufigere Unwetter und Starkregenereignisse zwingen die
Kommunen zur Anpassung ihrer Infrastrukturen für Hochwasserschutz
und Entwässerung. Die Hauptrisiken im Bereich
der Abwasserentsorgung bestehen etwa durch Überlastung
der Anlagen und Netze und die Beschädigung durch Hochwasser.
Welche speziellen Auswirkungen der Klimawandel auf
ländliche Regionen und die Abwasserentsorgung vor Ort hat,
untersuchte das IFOK-Institut in seiner Studie „Anpassung an
den Klimawandel in der Region Grimma“. Da die Unternehmen
der Veolia Wasser-Gruppe häufig im ländlichen Raum
tätig sind, müssen sie sich diesen Herausforderungen stellen,
um wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben. Aus diesem
Grund unterstützten Veolia Wasser und die OEWA-Niederlassung
Grimma die IFOK-Studie mit ihren Fachkenntnissen. Um
die betriebene Infrastruktur vor klimabedingten Schäden zu
schützen, setzt Veolia Wasser vor allem auf Frühwarnsysteme.
Chancen und Vorteile gegenüber Mitbewerbern ergeben
sich für uns darüber hinaus aus der Dezentralisierung der
Erzeugung von Strom und Wärme in Stadtwerken, denn
das Angebot von Naturstrom- und Klimagas-Produkten,
die Förderung von E-Mobilität und der Ausbau der
Energieberatung erfolgen überwiegend vor Ort. Des Weiteren
betrachten wir die Einsparung von CO2-Emissionen und die
Steigerung der Energieeffizienz als notwendige Aufgaben,
um auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile zu sichern. Einen
wichtigen Schritt in diese Richtung haben wir 2011 mit unserem
Programm „Water2Energy“ gemacht. Um die sich aus
dem Klimawandel ergebenden Chancen noch besser nutzen
zu können, haben wir die neue interne Arbeitsgruppe
Energieeffizienzdienstleistungen gegründet. Sie behandelt
übergreifend für alle Stadtwerke-Beteiligungen die Themen
Energieeffizienz und Klimaschutz und führt dezentrale
Aktivitäten wie Beratung zu Energie, Elektromobilität, Solarförderung,
Thermographie und kommunalem Klimaschutz
zu gruppenweiten Konzepten zusammen.
Produkt- und Dienstleistungsverantwortung
Als Dienstleister zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser
trägt Veolia Wasser eine hohe Verantwortung für
die Sicherheit und Gesundheit der Kunden in den Vertragsregionen.
Seit 2008 wird die gesamte Unternehmensgruppe
nach DIN EN 9001, der Norm für Qualitätsmanagement,
zertifiziert. Dabei haben wir die gesamte Wertschöpfungskette
im Blick: vom Rohwasser über das Wasserwerk bis
zum Wasserhahn des Verbrauchers, vom Kanalnetz über die
Kläranlage bis zum Ableiten des gereinigten Abwassers in
die Gewässer. Die Qualität unserer Dienstleistungen wird
zu 100 % überprüft und lässt sich an der Einhaltung der
gesetzlich festgelegten Grenzwerte, den sinkenden Netzverlusten
und den Ablaufwerten der Kläranlagen klar ablesen.
Unsere Kunden informieren wir mindestens einmal im Jahr
über Presse, Internet und die regionalen Kundenzeitungen
über die Trinkwasserqualität. Beim Strom erfolgt, wie vom
Gesetzgeber vorgesehen, die Angabe des Strommixes auf
der Rechnung.
Alle unsere Geschäftstätigkeiten haben Auswirkungen
auf die Gesellschaft, da sie Teil derselben sind. An unseren
Standorten (Die Veolia Wasser-Gruppe in Deutschland,
verstehen sich die Unternehmen der Veolia Wasser-
Gruppe als aktiver Partner. Aufgrund ihrer starken lokalen
Verankerung ist die Veolia Wasser-Gruppe bestrebt, den
Großteil des Einkaufs von Dienstleistungen und Produkten
vor Ort zu tätigen. So werden rund 90 % der Bauleistungen
an Unternehmen der jeweiligen Vertragsregionen vergeben.
Dadurch tragen wir zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zu
wirtschaftlicher Stabilität vor Ort bei.
Um die Lieferanten der Veolia Wasser-Gruppe für nachhaltiges
Handeln zu gewinnen und ihre Leistungen zu überprüfen
und voranzutreiben, wurden 2011 erneut zwei Nachhaltigkeitsaudits
bei Lieferanten durchgeführt. Die besuchten
Firmen haben das Audit als positiven Impuls für ihre eigene
Entwicklung gewertet und planen, die vorgeschlagenen
Verbesserungspotenziale umzusetzen. Für das Jahr 2012
streben wir an, wieder mindestens zwei Nachhaltigkeitsaudits
bei wichtigen Lieferanten mit hohem Risikopotenzial
durchzuführen.
2009 gab es in der Veolia Wasser-Gruppe fünf Bußgeldbescheide
aufgrund mangelhafter Ladungssicherung. Dieses
Thema wurde 2010 auf Initiative der AG Arbeitssicherheit
in den Weiterbildungskatalog aufgenommen und die
Beschäftigten durch einen Artikel in der Mitarbeiterzeitung
„Mittendrin“ sowie mit Hilfe des Infoplakats „Ladungssicherung“
sensibilisiert. Aufgrund dieser konsequenten Weiterbildungen
und Kommunikationsmaßnahmen gab es in den
Berichtsjahren 2010 und 2011 keine Bußgeldbescheide. Wie
in den vorangegangenen Berichtszeiträumen gab es auch
2011 in der Veolia Wasser-Gruppe weder Korruptionsfälle
noch Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens.
Kundenzufriedenheit – Maßstab für den Erfolg am Markt
Die regelmäßige Analyse der Kundenzufriedenheit gehört zu unseren wesentlichen Prinzipien und Qualitätsmaßstäben. Kundenbefragungen für alle Dienstleistungskategorien und Standorte werden deshalb mindestens alle vier Jahre in einheitlicher Methodik durchgeführt. 2011 haben zwei Befragungen stattgefunden: Die OTWA interviewte Grundstückseigentümer und Anlieger zu geplanten Investitionsmaßnahmen. Die MIDEWA erkundigte sich nach der Zufriedenheit der Gäste in der „Köthener Badewelt“. Zusätzlich lässt Veolia Wasser seine Kundendienste in zwei-bis dreijährigem Rhythmus im Rahmen einer Evaluationsstudie durch ein unabhängiges Institut bewerten. Die Ergebnisse der Kundenzufriedenheits-Analysen werden auf den Internetseiten der Veolia-Gesellschaften und in den Kundenbriefen veröffentlicht.
Die Zufriedenheit unserer Partnerkommunen zeigt sich vor allem in schon lange andauernden Partnerschaften. 2011 begingen einige langfristige Partnerschaften ein Jubiläum. Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH wurde 20. Der Erstling der Veolia-Aktivitäten in Deutschland betreut heute als Dienstleister im Wasserbereich rund 100 Kommunen sowie Zweckverbände, Privathaushalte und Industrieunternehmen.
Weitere Informationen
Die Stadtwerke Görlitz (SWG) wurden ebenfalls 20 Jahre und feierten gleichzeitig 10 Jahre Partnerschaft mit der OEWA und Veolia Verkehr. 1991 nahmen sie ihr operatives Geschäft auf. 2001 erwarb Veolia 74,9 Prozent an der SWG, die heute für Strom, Gas, Wärme, Wasser, Abwasser und Beleuchtung sowie Nahverkehr sorgen.
Weitere Informationen
Kundenwünsche kennen und achten
2011 führten die MIDEWA und die OTWA ein neues Online-Portal ein. Die Kunden können nun via Internet Zählerstände übermitteln oder Rechnungen einsehen. Durch die automatische Verarbeitung der Kundenkontakte werden nicht zuletzt auch die Mitarbeiter entlastet. 2012 führt auch die OEWA das Online-Portal ein.
Seit 2011 verzichten die Stadtwerke Görlitz auf die automatische Versendung von Zahlscheinen mit der Rechnung für Barzahler. Rund 25 000 Scheine weniger pro Jahr müssen nun gedruckt und versandt werden.
Seit April 2011 vervollständigt das mobile Kundenbüro den Fuhrpark von BS|ENERGY. Zusätzlich zu zwei bestehenden Kundenzentren bieten die Kundenberater von BS|ENERGY mit dem Servicemobil nun Beratungen in allen Stadtteilen sowie im Umland von Braunschweig an. Das Fahrzeug kann darüber hinaus auch an den kleineren Stadtwerke-Standorten der Gruppe eingesetzt werden. Dafür wurde das Fahrzeug mit austauschbarer Beschriftung ausgestattet.
"nahdran." heißt das neue Branchen- und Unternehmensmagazin von Veolia Wasser, das im April 2011 erstmals erschienen ist. Es richtet sich besonders an Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Magazin berichtet über aktuelle Entwicklungen im Bereich Wasser, Energie und Nachhaltigkeit. Themenschwerpunkte in 2011 waren unter anderem die Herausforderungen der Wasserwirtschaft von morgen und der Beitrag der Wasserwirtschaft zur Energiewende.
Im April 2011 fand der 2. Veolia Partnerschaftstag in Merseburg statt. Dazu trafen sich Geschäftsführer und Beschäftigte von Veolia Wasser-Gesellschaften in Mitteldeutschland, um sich mit ihren Partnern aus Kommunen und Zweckverbänden über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Wasser- und Energiewirtschaft auszutauschen und die Partner aktuell zu informieren. Dazu gab es ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm mit Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und den eigenen Reihen.
Der Schutz unserer Kunden und ihrer Daten ist uns wichtig. 2011 gab es in den Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe wie bereits in den Vorjahren keine juristisch relevanten Beschwerden bezüglich des Schutzes von Kundendaten.
3113 km
3559 km
3477 km
Nicht nur der Mensch, sondern auch seine Energieversorgung
muss heutzutage flexibel sein: Nach dem
Atomausstieg will die Bundesregierung bis zum Jahr
2050 80 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren
Energien bereitstellen.
Ein Meilenstein auf diesem Weg ist die 2010 in Betrieb
genommene, hocheffiziente Gas- und Dampfturbinenanlage
(GuD) unseres Braunschweiger Stadtwerks BS|ENERGY. Wenn
kein Wind weht oder die Sonne hinter Wolken verschwindet,
kann die GuD-Anlage schnell hochgefahren werden. Mit
umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt
die Anlage Strom aus Erdgas. Die dabei entstehende Wärme
wird gespeichert und bei Bedarf ins Fernwärmenetz eingespeist.
Rund 35.000 Tonnen CO2 spart die GuD jährlich ein.
Insgesamt konnte BS|ENERGY die KWK-Energieerzeugung
auf 39 Prozent an der Gesamtstromerzeugung ausbauen
und damit das Ziel der Bundesregierung – 20 Prozent bis
2020 – bereits heute weit übertreffen.
Die Braunschweiger erhalten Strom und Wärme ausschließlich
aus dem kernkraftfreien, lokalen Kraftwerkspark. Durch
die Nutzung von Biogas und Wasserkraft, eigenen Photovoltaikanlagen
und der Beteiligung an einem Windpark steigt
der Anteil erneuerbarer Energien weiter an. Das Bekenntnis
zur Energiewende zeigt sich auch an den Produkten: So ist
mit BS|Naturstrom, dem streng zertifizierten BS|Naturstrom
Gold und BS|Klimagas eine klimaneutrale Energieversorgung
möglich. Seit Oktober 2011 bietet BS|ENERGY darüber hinaus
an drei Tankstellen in Braunschweig Biogas als Kraftstoff an.
Innovativ sind unsere Kollegen besonders bei der Energieeffizienz:
So werden bei der Straßenbeleuchtung zunehmend
umweltfreundliche LED-Leuchten eingesetzt. BS|ENERGY entwickelte
zudem ein innovatives Messverfahren namens LuXY.
Dieses ermöglicht über eine GPS-gestützte Standortkarte eine
übersichtliche und transparente Analyse der Lichtpunkte in
der Stadt. Mit den gewonnenen Daten können Maßnahmen
zur Energieeffizienz gezielter umgesetzt werden.
Seit Herbst 2011 praktiziert bei BS|ENERGY ein „Arzt“ der besonderen
Art: DR|Haus analysiert den individuellen Verbrauch,
berät Kunden in Energiefragen und informiert über Gesetzesvorgaben
und Fördermöglichkeiten. Energieberatung bieten
auch weitere Stadtwerke der Veolia Wasser-Gruppe an, wie
etwa Pulheim, Görlitz und Weißwasser. Darüber hinaus leisten
die regionalen Versorger einen eigenen spezifischen Beitrag
zur Erreichung der Klimaziele: So engagieren sich die Stadtwerke
Pulheim besonders für den Ausbau der Photovoltaik vor Ort.
In Springe wie auch in Braunschweig treiben die Stadtwerke
den Ausbau der E-Mobilität weiter voran, die Stadtwerke Thale
haben im vergangenen Jahr zwei umweltfreundliche Erdgas-
Blockheizkraftwerke (BHKW) in Betrieb genommen, und die
Stadtwerke Görlitz bieten seit kurzem sogar Mini-BHKWs
für Privatkunden an. Gemeinsam tragen sie dazu bei, den
CO2-Ausstoß kontinuierlich zu verringern und erneuerbaren
Energien ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Dafür gründete
Veolia Wasser 2011 eine unternehmensübergreifende Arbeitsgruppe
für Energieeffizienzdienstleistungen. Sie sorgt dafür,
dass alle Rädchen ineinandergreifen und die Energiewende
gemeinsam Schritt für Schritt auf den Weg gebracht wird.
Welchen „Fußabdruck“ hinterlassen die Aufbereitung
von Abwasser und die Bereitstellung von Trinkwasser
in der Entwicklung des Weltklimas?
Veolia Wasser geht dieser Frage mit einer detaillierten Bilanzierung
auf den Grund. Als Basis dient dabei das Konzept des
Carbon Footprinting, mit dem bereits zahlreiche Unternehmen
den CO2-Ausstoß ihrer Produkte oder Dienstleistungen
ermitteln. Nicht zuletzt aufgrund staatlicher Vorgaben:
Die Erfüllung der Zusagen aus dem Kyoto-Protokoll ist nachzuweisen,
die Europäische Kommission diskutiert die Einführung
einer CO2-Steuer, auch die Bundesregierung will den
Kohlendioxid-Ausstoß bis Ende 2020 um 20 Prozent senken.
Obwohl es gesetzliche Vorgaben hierzulande noch nicht
gibt, haben auch wir begonnen, unseren CO2-Ausstoß zu
ermitteln. Denn in der Wasserwirtschaft wird viel Energie
eingesetzt – und damit zumeist auch viel Kohlendioxid
emittiert. Dabei greifen wir auf Erfahrungen unseres französischen
Mutterunternehmens Veolia Environnement zurück,
wo Carbon Footprinting bereits erfolgreich in Angebote für
Kommunen integriert wird. Die speziell entwickelte Software
EC’Eau berechnet die Klimabilanz nach dem Standard
Scope 3 des internationalen Treibhausgasprotokolls. Er
berücksichtigt neben Herstellungsprozessen auch Energieverbrauch,
Lieferketten und Transporte. So bezieht auch
EC’Eau alles ein, was sich messen lässt: von der Grabenbreite
und -tiefe für die Verlegung eines Abwasserrohrs über
die Herstellung von Chemikalien zur Wasseraufbereitung
bis hin zum Energieverbrauch des Rasenmähens auf dem
Klärwerksgelände. „Das Erheben dieser Daten bedeutet
zusätzlichen Aufwand für unsere Niederlassungen, aber so
können wir genau erkennen, wo das größte Verbesserungspotenzial
liegt“, sagt Daniel Lüdke, der bei den Technischen
Diensten von Veolia Wasser als Carbon Correspondent für die
Datenerfassung verantwortlich ist. Erste Ergebnisse der Untersuchungen
von 2010 liegen nun vor: Den Löwenanteil der
Emissionen macht mit rund 23 000 Tonnen CO2 pro Jahr der
betriebliche Energieverbrauch aus. Aber auch die Fahrzeugflotte
(4 000 Tonnen), die Klärschlammentsorgung (1 140
Tonnen) und der Verbrauch von Chemikalien (1 000 Tonnen)
tragen nennenswert dazu bei.
In der Niederlassung Grimma unseres Tochterunternehmens
OEWA wurde exemplarisch untersucht, wo die Möglichkeiten
zur Verringerung des Fußabdrucks liegen. Dort zeigte sich,
dass auch Bautätigkeiten einen hohen Beitrag zu den Emissionen
leisten, etwa durch die Herstellung von Materialien und
durch Transporte. Zugleich wurde sichtbar, wo bereits CO2-
Emissionen eingespart werden, etwa durch Eigenerzeugung
von Energie oder verbesserte Klärschlammverwertung.
Wir arbeiten weiter an innovativen Ideen zur Energieeinsparung
und -erzeugung, um unseren spezifischen CO2-Ausstoß
bis 2020 um 20 Prozent zu senken – wie es in den Unternehmenszielen
festgeschrieben ist. Da Klimaschutz auch für die
Kommunen eine immer wichtigere Rolle spielt, bieten wir die
Erfassung des Carbon Footprints auch als Dienstleistung für
unsere Partner an, die dadurch eine bessere Datengrundlage
für ihre eigenen Klimaschutz-Aktivitäten gewinnen.
Die Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe verfügen aufgrund
des unternehmensübergreifenden Aufbaus des Integrierten
Managementsystems über ein Gruppenzertifikat für
ein auditiertes und zertifiziertes Umweltmanagementsystem
nach DIN EN 14001. Unsere Managementbeauftragten
sorgen gemeinsam mit den Geschäftsführungen dafür,
die Unternehmensprozesse durch regelmäßig überprüfte
Zielstellungen nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher
zu gestalten und Beiträge zur biologischen
Vielfalt zu leisten.
Dabei bleiben die Verringerung des Energieverbrauchs und
der Treibhausgas-Emissionen wichtige Zielpunkte. Veolia
Wasser orientiert sich an den politischen Eckpunkten der
Bundesregierung für einen effizienten Klimaschutz und leistet
so einen Beitrag zum dazu notwendigen Strukturwandel.
Bericht Umwelt Water2Energy zeigt Weg zum Klimaschutz
So haben wir unser betriebliches Wissen, aktuelle Forschungen
und neue Technologien in der Wasser- und Abwasserwirtschaft
zusammengetragen und daraus das innovative
Programm „Water2Energy“ entwickelt. Es ist ein ganzheitlicher
Ansatz und zielt auf drei Kernpunkte ab: Energie
sparen, Energie aus Klärschlamm und Reststoffen gewinnen
und verstärkt erneuerbare Energien nutzen.
Durch Co-Vergärung, also die Zugabe von Abfällen und Reststoffen
aus der Lebensmittelindustrie in den Faulprozess,
erzeugen wir in den dafür geeigneten Faulungsanlagen
Biogas, das in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem
Klärwerksgelände in Strom und Wärme umgewandelt wird.
Damit decken wir bei einem Teil der Kläranlagen nicht nur
den eigenen Energiebedarf, sondern speisen den Überschuss
sogar ins städtische Netz wie etwa in Gera oder Braunschweig.
Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind ein
energieintensives Geschäft. Doch solche Modellprojekte
zeigen: Wo viel Energie eingesetzt wird, lässt sich durch
ausgeklügelte Konzepte auch viel Energie sparen. Trink- und
Abwasser lassen sich darüber hinaus auch als erneuerbare
Energiequellen nutzen. Water2Energy zeigt damit Innovationspotenziale,
die wir als Gruppe für unsere Kunden und für
die Gesellschaft nutzbar machen können. Für unsere Unternehmen
schaffen wir damit wichtige Wettbewerbsvorteile.
www.veoliawasser.de > Water2Energy
Kennzahl Kohlendioxid (CO2)
Während wir im Bereich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
den spezifischen Stromverbrauch durch kontinuierliche
Effizienzsteigerungen und Optimierungen schrittweise
senken konnten, bleiben die Ergebnisse im Bereich der
Stadtwerke bisher hinter unseren Zielstellungen zurück.
Der selbstkritische Blick auf unsere eigenen Umwelt-Daten
dokumentiert die Umbrüche der Energiewende und unsere
Herausforderungen. So sind unsere direkten (selbst produzierten)
CO2-Emissionen, die indirekten CO2-Emissionen durch
den Zukauf von Strom und Wärme sowie die spezifischen
CO2-Emissionen pro Produkteinheit im Berichtsjahr gestiegen.
Die Gründe sind vielfältig und komplex: Die CO2-Emissionen
beim zugekauften Strom sind unter anderem gestiegen, weil
Atomkraftwerke abgeschaltet wurden und nun im Strommix
fossile Brennstoffe einen höheren Anteil einnehmen. Als Versorger
mit der gesetzlichen Verantwortung der Versorgungssicherheit
für alle Bürger ist eine vollständige Substitution des
Kernenergieanteils durch erneuerbare Energien am Strommarkt
nicht zu jedem Zeitpunkt möglich. Lücken durch den
Wegfall von Kapazitäten der abgeschalteten Atomkraftwerke
werden daher teilweise durch den erhöhten Einsatz konventioneller
Kraftwerke ausgeglichen. So wurde zum Beispiel
auch im Kohlekraftwerk Mehrum, an dem BS|ENERGY mit
16,7 % beteiligt ist, 2011 mehr Strom und damit auch mehr
CO2 erzeugt, was sich in einer Erhöhung der spezifischen
CO2-Emissionen bei der Eigenstromproduktion niederschlägt.
Bei der Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung
(KWK) haben wir mit dem Betrieb der neuen GuD-Anlage in
Braunschweig unsere Eigenstromproduktion im Berichtsjahr
fast verdoppelt. Durch KWK wird der Wirkungsgrad einer
Energieerzeugungsanlage erheblich gesteigert und somit der
Kohlendioxid-Ausstoß verringert.
Darüber hinaus möchten wir 2012 gezielte Maßnahmen zur
Senkung des CO2-Fußabdrucks initiieren und mit der Bewertung
der CO2-Bilanz von Projekten auch unsere Partner für
das Thema sensibilisieren.
Die erhöhten CO2-Emissionen mahnen uns, unsere Anstrengungen
zu intensivieren. Aus diesem Grund konzentrieren
wir uns im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht auf zukunftsweisende
Projekte wie moderne Erzeugungsanlagen und
Forschungsprojekte, durch die wir in den kommenden Jahren
den Anforderungen der Energiewende gerecht werden wollen.
Moderne Erzeugungsanlagen
Mit Investitionen in eine effiziente und umweltfreundliche
Infrastruktur tragen insbesondere die Stadtwerke der Veolia
Wasser-Gruppe dazu bei, die ökologischen Auswirkungen
ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu verringern. Seit Ende 2010
erzeugt das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD)
Braunschweig am Standort HKW-Mitte Strom und Wärme.
Mit Erdgas als CO2-ärmstem fossilen Brennstoff liefert es
schnell und flexibel Energie, wenn Wind und Sonne ausbleiben.
Die Kraft-Wärme-Kopplung ist mit einem Wirkungsgrad
von nahezu 90 % eines der effizientesten Verfahren.
Im Vergleich zur konventionellen Energieversorgung senken
erdgasbetriebene BHKW den Primärenergiebedarf um bis
zu 40 und den CO2-Ausstoß um rund 60 %. 2012 gehen am
Standort Wärmespeicher in Betrieb, damit die GuD künftig
Strom auch unabhängig vom aktuellen Wärmebedarf mit
hohem Gesamtwirkungsgrad erzeugen kann. BS|ENERGY
begann im letzten Jahr den Bau einer 250 Meter langen
Biogasstichleitung. Sie soll künftig das Klärwerk Steinhof an
die Biogasleitung des Unternehmens anschließen, die die
Biogasanlage des Abwasserverbands in Hillerse mit dem
2007 errichteten BHKW in Ölper verbindet. Damit wird das
fortschrittliche Biogasprojekt mit geschlossenem Versorgungskreislauf
optimiert.
Darüber hinaus ersetzte BS|ENERGY 2011 das alte BHKW im
Braunschweiger Stadtteil Stöckheim durch ein neues mit höherer
Leistung. Die Stadtwerke Thale nahmen 2011 ebenfalls
zwei neue BHKW in Betrieb, die rund 350 Wohnungen mit
Wärme und etwa 900 Haushalte mit Strom versorgen.
Das Dach des Wasserwerks Grimma wurde mit einer Photovoltaik-
Anlage bedeckt, die so viel Strom erzeugen kann, wie
für 26 Drei-Personen-Haushalte benötigt wird. Bauherr war
der Versorgungsverband Grimma-Geithain, projektverantwortlich
die OEWA-Niederlassung Grimma.
Veolia als Innovationstreiber
Wir setzen darauf, mit fundierten Kenntnissen über die Herausforderungen
und Lösungsansätze in unseren Tätigkeitsfeldern
einen echten Wissensvorsprung am Markt zu erlangen.
Auch 2011 trug die gemeinnützige Forschungsgesellschaft
Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) zur Umsetzung der
Prinzipien von Vorsorge und Nachhaltigkeit in der Wasserwirtschaft
bei. Der Hauptgesellschafter des KWB ist Veolia
Wasser. Weitere Gesellschafter sind die Berliner Wasserbetriebe
sowie die TSB Technologiestiftung Berlin. Schwerpunkte
waren neben der Entwicklung von Innovationen insbesondere
Projekte zur Erarbeitung von Kenntnissen und Verfahren
zum Schutz des Oberflächen- und Grundwassers.
www.kompetenz-wasser.de
Im Bereich Stadtwerke konzentrierten sich die Forschungsvorhaben
auf zwei Bereiche: So arbeitet BS|ENERGY seit 2011
mit der TU Braunschweig auf dem Gebiet „smart metering“
zusammen. Im Rahmen des Projekts „Primove“ zur Elektromobilität
für den Öffentlichen Personennahverkehr wird
die induktive Aufladung von Elektrobussen getestet. Das
Projekt ist bei der Bewerbung der Metropolregion für eines
der nationalen „Schaufenster“ für Elektromobilität berücksichtigt
worden.
Im Bereich Trink- und Abwasser entwickelten die Berliner
Wasserbetriebe ein Verfahren für Kläranlagen, mit dem
Phosphor aus Abwasser zurückgewonnen wird. Das dabei
gewonnene Magnesium-Ammonium-Phosphat wird als
mineralischer Langzeitdünger unter dem Markennamen
„Berliner Pflanze“ verkauft. Das Klärwerk Waßmannsdorf
spart dadurch pro Tonne des Mineraldüngers ein CO2-
Äquivalent von 890 kg ein.
www.bwb.de
www.veoliawasser.de > Presse/Publikationen > nahdran 2|2012
Zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen
Mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen unterstützen die Stadtwerke der Veolia Wasser-Gruppe die klimafreundliche Energieversorgung ihrer Kunden. Beim Klimaschutzkonzept der Stadt Braunschweig ist BS|ENERGY als wesentlicher Partner für die Erfüllung der Klimaschutzziele genannt und bringt sich beim Zweckverband Großraum Braunschweig für das Regionale Energie- und Klimaschutzkonzept (REnKCO2) mit der Zuarbeit von Daten und der Festlegung von Schwerpunkten ein. Seit 2011 beliefert BS|ENERGY darüber hinaus alle drei lokalen Erdgastankstellen mit Bioerdgas und fördert jedes in Braunschweig zugelassene Erdgasfahrzeug mit einem Tankgutschein.
Weitere Informationen
Besonders engagiert im Klimaschutz sind BS|ENERGY und die Stadtwerke, an denen das Unternehmen direkt beteiligt ist. Sie sparten 2011 durch den Absatz von 2 952 529 kWh Klimagas 550 Tonnen Kohlendioxid ein. Der gesteigerte Absatz von Naturstrom in Höhe von 12 972 231 kWh sparte im Berichtszeitraum 7 913 Tonnen Kohlendioxid ein. Des Weiteren eröffnete BS|ENERGY 2011 die dritte Naturstrom-Ladesäule in Braunschweig und stellte den Parkrangern im Naturschutzgebiet Riddagshausen einen Elektroroller zur Verfügung.
Mit dem neu entwickelten Messverfahren LuXY misst BS|ENERGY die Beleuchtungsstärke ihrer Stadtbeleuchtung in kurzen Zeitintervallen und ordnet jedem Messwert eine GPS-Koordinate zu. Dadurch wird der Status von Optimierungsmaßnahmen anschaulich auf einer digitalen Karte dargestellt.
Die Stadtwerke Springe leisten ihren Beitrag zur Energiewende, indem sie den Kernenergieanteil im Basistarif Springe|Strom auf null reduzierten. Darüber hinaus eröffneten die Stadtwerke vor ihrem Kundenbüro die erste öffentliche Naturstrom-Tankstelle.
Weitere Informationen
Mit dem Energieberatungsteam DR|Haus von BS|ENERGY, dem Thermografie-Paket der Stadtwerke Pulheim und vergleichbaren Angeboten der Stadtwerke Weißwasser und Görlitz helfen wir unseren Kunden, ihren Energieverbrauch zu senken.
Umweltfreundliche Verwaltung
Veolia Wasser setzt schrittweise so genannte Thin Clients ein, die 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Technik benötigen, und stattet sich mit virtuellen Servern aus. Die Umstellung auf virtuelle Server spart allein im Rechenzentrum von BS|ENERGY, wo mehr als 1 300 Server virtuell betrieben werden, rund 2 GWh Strom und damit mehr als 1 200 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Einführung des e-Procurementsystems von BS|ENERGY 2011 ermöglicht es, die Prozesskosten von der Bedarfsentstehung bis hin zur Bezahlung zu senken. Im Detail gelang das pro Bestellvorgang um etwa 53 Euro. Der zukunftsweisende Beschaffungsprozess ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch, denn es entfallen Druck und Transport der Unterlagen. Außerdem fördert er nachhaltige Auswahlkriterien und die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten. Der Prozess soll in weiteren Gesellschaften der Gruppe eingeführt werden.
Biologische Vielfalt erhalten
Im Rahmen der Kooperation mit dem NABU Bundesverband besuchten Artenschutz-Experten 2011 die Kläranlagen Plau am See, Schönebeck und Storkow (OEWA), die Niederlassung Döbeln (OEWA) sowie das Wasserwerk Köthen-Süd (MIDEWA). Dabei wurden das Potenzial der Standorte für biologische Vielfalt bewertet und Vorschläge zur Verbesserung erarbeitet. Die Veolia-weite Zielstellung, die Artenvielfalt an unseren Standorten zu fördern, und die NABU-Empfehlungen an den Standorten gaben vielfach Anstoß für eigene Aktivitäten.
Weitere Informationen
Auf dem Gelände des Klärwerks in Schönebeck identifizierte der NABU viele geschützte Arten. Die Umsetzung von Maßnahmen wie beispielsweise das Anlegen von Nisthilfen, Trockenmauern und Lesesteinhaufen sowie der Bau eines Insektenhotels ist für das kommende Jahr geplant. Bereits erfolgreich war die Ansiedelung von sieben Bienenvölkern auf dem Gelände des Heizkraftwerks Mitte in Braunschweig. Der Bienenstand wird ehrenamtlich von Lehrern betreut und auch für Projekte im Bereich Umweltbildung mit Schülern genutzt. Eine besondere Überraschung war 2011 die Entdeckung eines Langzehen-Strandläufers, der in Sibirien beheimatet ist, auf den von der SE|BS bewirtschafteten Rieselfeldern im Nordwesten Braunschweigs. Dies ist ein Beleg für die umweltfreundliche Bewirtschaftung der Rieselfelder. Der braun-weiß gesprenkelte Watvogel, der erstmals in Deutschland beobachtet wurde, lockte Vogelkundler aus ganz Europa an.
„Die nehmen das ja richtig ernst“ – so der erstaunte Kommentar eines Abwassermonteurs zur Mitarbeiterbefragung. Alle Beschäftigten der Veolia Wasser-Gruppe waren im Mai 2011 aufgefordert, ihre Meinung zur persönlichen Arbeitssituation und -organisation, zu ihren Entwicklungsmöglichkeiten und zur Führungskultur im Unternehmen mitzuteilen.
Jan Meier, Personalmanager von Veolia Wasser, kann den Eindruck des Kollegen bestätigen: „Uns war klar, dass eine Befragung nur dann Sinn macht, wenn wir die Ergebnisse anschließend diskutieren und Maßnahmen im Unternehmen ergreifen. Alle Beteiligten inklusive Geschäftsleitung und Betriebsrat haben dafür bereits im Vorfeld zusammengearbeitet.“
Nach der Auswertung der Fragebögen wurden Workshops ins Leben gerufen, um an Verbesserungsvorschlägen zu arbeiten. Um die angesprochenen Probleme, die von Ort zu Ort sehr unterschiedlich ausgeprägt sind, ganz konkret anzugehen, setzten sich die Mitarbeiter direkt in den Niederlassungen damit auseinander. So interessierten sich die Mitarbeiter in der Leipziger Hauptverwaltung mehr für Strategien und die Unternehmensentwicklung, während den Monteuren in einer Niederlassung eher daran lag, am Wochenanfang einen strukturierten Überblick über ihre Aufgaben zu gewinnen. Manchmal hängt der „Haussegen“ auch nur schief, weil der Vorgesetzte nicht grüßt oder für Feedback schlecht empfänglich ist.
Aus den Ergebnissen der Workshops ließen sich konkrete Ziele ableiten, die schließlich in die jeweiligen Unternehmensziele integriert wurden. Als Maßnahmen ergaben sich daraus unter anderem, regelmäßige Dienstbesprechungen einzurichten, Verantwortlichkeiten oder Vertretungsregelungen klar zu beschreiben oder Lob und konstruktive Kritik in die Unternehmenskultur zu integrieren.
Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird dies nun umgesetzt und von der Managementbeauftragten begleitet. „Den Fehler, diese Aufgabe an eine zentrale Abteilung auszulagern und die Gefahr, dass sie dort versandet, haben wir bewusst vermieden“, so Personalmanager Meier.
Insgesamt ist er mit den Ergebnissen zufrieden: Mit über 60 Prozent war die Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung im Vergleich zur letzten Befragung um zehn Prozent gestiegen. Der so genannte Zufriedenheitsindex erreichte mit 72,3 Prozent ein gutes Ergebnis. Vor allem Leistungen im Bereich Weiterbildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie kamen bei den Beschäftigten gut an. Allerdings: Über einen Kamm scheren kann man die Ergebnisse nicht, denn zwischen einigen Unternehmen der Gruppe gibt es große Unterschiede, die in einer Gesamtstatistik zunächst nicht sichtbar werden. Meier sieht deshalb eine Chance darin, genau hinzusehen: „Spätestens bei unserer nächsten Befragung 2013 wissen wir, ob es erfolgreich war“.
Die Zahl der Einstellungen lag im Berichtszentrum mit 187 niedriger als im Vorjahr (269). Die Zahl der Austritte erhöhte sich hingegen von 202 auf 250.
Familienfreundliches Unternehmen
2011 waren in den Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe 54 Personen insgesamt 7 057 Tage in Elternzeit – darunter
28 Männer und 26 Frauen. Das ist ein Trend, der uns vor neue Herausforderungen stellt. Denn der Aufwand, die wegfallende Arbeitsleistung zu ersetzen, unterscheidet sich bei Männern und Frauen: Bei Frauen, die aufgrund von Schwangerschaft und Elternzeit in der Regel für mindestens ein Jahr aussetzen, wird der Arbeitsplatz in vielen Fällen befristet neu besetzt. Für Männer, die in den meisten Fällen lediglich für einen Zeitraum von zwei Monaten wegbleiben, ist ein Verteilen von Tätigkeiten im Team erforderlich, um die Aufgaben abzudecken, was die Zahl notwendiger Überstunden erhöht.
Die Gesellschaften der Veolia Wasser-Gruppe bieten ihren Beschäftigten vielfältige Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So hat die OEWA beispielsweise mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, der Möglichkeit des mobilen Arbeitens oder der Unterstützung bei der Betreuung von Kindern gute Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Anspruch einer modernen, familienbewussten Personalpolitik gerecht werden. Hierfür wurden 2011 neben der OEWA
die Unternehmen MIDEWA und BS|ENERGY-Gruppe zum
wiederholten Mal von der berufundfamilie gGmbH als familienfreundlich ausgezeichnet. Das Zertifikat würdigt bisherige Aktivitäten und verankert die Weiterentwicklung
familienbewusster Personalpolitik. Die Auszeichnung umfasst eine dreijährige Zielvereinbarung, die von der jeweiligen Geschäftsführung und dem jeweiligen Betriebsrat unterzeichnet wurde und mit Handlungsfeldern und Budget untersetzt ist. Die vereinbarten Maßnahmen werden in den kommenden Jahren mit Unterstützung einer Steuergruppe und interessierter Mitarbeiter ausgearbeitet.
Mitarbeiter als Botschafter von Nachhaltigkeit
Wir möchten erreichen, dass jeder in der Veolia Wasser-Gruppe für eine nachhaltige Entwicklung Verantwortung übernimmt und sich selbst als Botschafter für Nachhaltigkeit versteht. Die neue Umweltbroschüre für Beschäftigte gibt konkrete Empfehlungen für nachhaltiges Verhalten im Alltag. Um Mitarbeiter und interne Initiativen für nachhaltiges Handeln zu würdigen, wurde 2011 erneut der Nachhaltigkeitspreis in der Unternehmensgruppe Veolia Wasser ausgeschrieben. Zu den drei Siegern gehört ein Team der MIDEWA mit dem Projekt Grundwassersanierung Leuna, das die Kompetenzen des Unternehmens sinnvoll nutzt und erweitert sowie um eine SCC-Zertifizierung ergänzt, wesentliche Umweltverbesserungen bewirkt und darüber hinaus qualifizierte Arbeitsplätze sichert. Ausgezeichnet wurde zudem Fereshte Sedehizade von den Berliner Wasserbetrieben für das Projekt AquaBioTox – einem zusätzlichen Instrument der Qualitätsüberwachung von Trinkwasser. Ebenfalls einen
Preis erhielt Duy Le von BS|ENERGY, der innerhalb seines
Teams dafür sorgt, dass sozial schwächere Kinder, Jugendliche
und Familien kostenlose Eintrittskarten für große
Sponsoringveranstaltungen des Unternehmens erhalten und
damit am kulturellen Leben der Stadt teilhaben können.
Entlohnung und Gleichberechtigung
In Deutschland gibt es keinen allgemeinen, für alle Arbeitsverhältnisse
gültigen, durch Gesetze festgeschriebenen
Mindestlohn. 95 % der Beschäftigten der Veolia Wasser-
Gruppe werden nach Tarif bezahlt. Bei außertariflichen und
leitenden Angestellten orientiert sich Veolia Wasser bei der
Einkommensfindung grundsätzlich am Markt, das heißt, am
Vergleich mit anderen Unternehmen. Des Weiteren ist die
Bezahlung der Beschäftigten abhängig von der Funktion und
dem Tätigkeitsbereich. Die Löhne und Gehälter der angestellten
Mitarbeiter im Wasser-, Abwasser- und Energiebereich
liegen über dem politisch diskutierten Mindestlohn von
8,50 Euro pro Stunde. Eine Ausnahme bilden die Mitarbeiter
der Bäder, wo es teilweise eigene tarifliche Vereinbarungen
gibt. Männer und Frauen werden in gleicher Position mit
gleichem Gehalt entlohnt. Bei der Veolia Wasser-Gruppe gab
es 2011 keine juristisch relevanten Fälle von Diskriminierung
im Sinne des Bundesgleichstellungsgesetzes.
Es gibt keine speziellen, tariflich vereinbarten Mitteilungsfristen
in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen.
Vielmehr arbeiteten die Geschäftsführungen der Veolia
Wasser-Gruppe eng mit ihren Betriebsräten entsprechend
den hierfür geltenden gesetzlichen Regelungen auch zur
Informationspflicht zusammen. Ergänzt wird dies durch die
Zusammenarbeit der Geschäftsführung der Veolia Wasser
GmbH mit der von den verschiedenen Betriebsräten gebildeten
Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte (ARGE).
Arbeits- und Gesundheitsschutz
Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz genießen bei uns höchsten Stellenwert. Daher ist die Unternehmensgruppe seit 2007 nach BS OHSAS 18001, der Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz-Management, zertifiziert. Wir setzen uns für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter auch über den Arbeitsplatz hinaus ein. Das erfordert die Einhaltung aller eigenen und rechtlichen Anforderungen und Standards, aber auch die hohe Motivation und das Mitwirken aller Mitarbeiter. Kontinuierlich werden Risiken und Gefährdungen, die von Anlagen und Tätigkeiten ausgehen, ermittelt und bewertet sowie betriebliche Maßnahmen zur Prävention weiterentwickelt. So sanken die Unfallzahlen in der Veolia Wasser-Gruppe (ohne BWB) von 48 meldepflichtigen Unfällen auf 36. Es gab keine Todesfälle. 2011 hatten die Unternehmen OTWA, Infra Service Sachsen Anhalt und MHWA keine meldepflichtigen Unfälle zu verzeichnen und wurden mit dem „Goldenen Helm“ ausgezeichnet
Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde 2011 weiterentwickelt. So fand z.B. bei BS|ENERGY ein Gesundheitstag unter dem Motto „Alles Fett oder was?“ statt. Die MIDEWA initiierte Servicebereichs-Gesundheitstage, ein Familiensportfest und Angebote zu den Themen Sucht und Stressbewältigung sowie Aktivkurse. Zum 12. Mal fand das traditionelle Sportfest der Veolia Wasser-Gruppe statt, dieses Mal mit rund 1 000 Beschäftigten am Standort der OTWA in Gera.
2011 beherrschte über mehrere Wochen die ungewöhnlich hohe Anzahl an Infektionserkrankungen mit dem Darmbakterium EHEC die Medien. Hinweise und Informationen zu Hygieneregeln im beruflichen und privaten Umfeld erfolgten umgehend. Die vorhandenen Pandemie-Notfallpläne in der Veolia Wasser-Gruppe wurden überprüft und, soweit erforderlich, aktualisiert.
Klassisches Sponsoring gibt uns die Möglichkeit,
wichtige gesellschaftliche Belange aktiv durch einen
Beitrag zu unterstützen und unsere Zielgruppen direkt
vor Ort zu erreichen. Darum sponsern wir eine Vielzahl
an kulturellen, sportlichen und sozialen Projekten
in den Regionen, in denen wir präsent sind.
So unterstützt zum Beispiel unser Tochterunternehmen
OTWA seit 2005 den Köstritzer Werfertag – das wichtigste
regionale Sportereignis in Ostthüringen. Bei der Veranstaltung
wird jedes Jahr der OTWA-Nachwuchscup für Nachwuchssportler
ausgelobt. Spätere Weltklasseathleten wie
Diskus-Vizeweltmeisterin Nadine Müller oder Kugelstoßweltmeister
David Storl sammelten dort schon in jungen
Jahren Wettkampferfahrung.
Dank der langfristigen Partnerschaft gewinnen wir als
verlässliche Förderer an Bekanntheit und Vertrauen in der
Region. Von diesem Sponsoring in seiner klassischen Form
profitieren alle Beteiligten – Sportler, Bürger, Mitarbeiter.
Angesichts drängender gesellschaftlicher Herausforderungen
möchten wir mehr leisten und einen gesellschaftlichen
Mehrwert schaffen, der über das gemeinsame Projekt hinausgeht.
Dazu braucht es mutige Macher, aber auch einen
Rahmen, der nicht zu Wohlwollen verpflichtet, sondern zu
Offenheit und konstruktiver Zusammenarbeit einlädt.
Die Landschaft innovativer Kooperationen wird zusehends
bunter. Auch wir fördern Projekte, die über das klassische
Sponsoring hinausgehen. So fördert Veolia Wasser seit
2010 die Renaturierung der Unteren Havel – ein Projekt des
NABU-Bundesverbands.
Die finanzielle Unterstützung verbinden wir mit der Beratung
in Sachen Biodiversität durch NABU-Experten an
unseren Standorten. Bei den persönlichen Begegnungen
lernen sich Veolia-Mitarbeiter und NABU-Aktive kennen,
bauen Vorurteile ab und Wissen auf. So unterstützen viele
praktische Ratschläge unsere Kollegen dabei, die Lebensbedingungen
geschützter Arten zu verbessern. Zugleich
waren unsere NABU-Partner auch erstaunt angesichts der
naturnahen Bewirtschaftung unserer wasserwirtschaftlichen
Flächen. Da diese zu einem Großteil nicht im Besitz der
Veolia Wasser-Gesellschaften sind, sondern den Kommunen
gehören, haben wir auch das Gespräch mit den kommunalen
Auftraggebern gesucht. Denn unser Ziel ist es, allerorts
bessere Rahmenbedingungen für die biologische Vielfalt
zu schaffen. Schließlich konnten wir gemeinsam mit dem
NABU Bürger für die Naturschätze an unseren Standorten
begeistern. Am Ende geht die Rechnung für alle Beteiligten
auf: Eins und eins ergeben mindestens drei!
Verantwortliches Handeln und die Analyse der öffentlichen
Wahrnehmung gehen bei uns Hand in Hand. Um noch besser
zu verstehen, wie Kunden und Geschäftspartner unsere
Dienstleistungen wahrnehmen und bewerten, führten wir
2011 eine Imageanalyse durch. Im europäischen Branchenvergleich
erhielten wir durchschnittliche Bewertungen, im
Bundesgebiet wurden wir besser bewertet als in Berlin.
Bestehende Kunden schätzen uns demnach deutlich mehr
als Nicht-Kunden, vor allem hinsichtlich Vertrauen, regionalen
Engagements und Partnerschaft. Darum bringen wir uns
auch in Zukunft mit unseren Mitteln in das zivilgesellschaftliche
Leben unserer Vertragsregionen ein. Dies ist in vielen
Projekten sogar Teil der Verträge mit den Zweckverbänden
und Kommunen. Unsere Schwerpunkte sind Sport, Kultur,
Bildung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Biodiversität.
Bürgerschaftliches Engagement
In unserem bürgerschaftlichen Engagement setzen wir
nicht nur auf Sponsoring, durch das regionale Projekte
ermöglicht werden, sondern zunehmend auf Kooperationen.
Mit diesen auf Gegenseitigkeit ausgerichteten Projekten
fördern wir gezielt den Austausch zwischen unseren
Mitarbeitern und externen Interessengruppen und erzielen
damit Mehrwert auf beiden Seiten. Doch nicht nur das Unternehmen
Veolia Wasser, auch unsere Mitarbeiter selbst tragen zu einer
nachhaltigen Entwicklung an unseren Standorten bei.
Ehrenamtliches Engagement
In vielen Ehrenämtern unterstützen Veolia-Mitarbeiter
wichtige gesellschaftliche Anliegen und bereichern damit
den Lebensalltag der Menschen. Die Veolia Wasser-Gruppe
sowie die Veolia Stiftung fördern das freiwillige Engagement
der Mitarbeiter.
Das Förderkonzept der Veolia Stiftung verknüpft das
unternehmerische Engagement mit dem ehrenamtlichen
Einsatz der Mitarbeiter an den Standorten. Dabei erhalten
die ausgewählten gemeinnützigen Projekte sowohl eine
finanzielle Förderung als auch Unterstützung von einer Patin
oder einem Paten aus der Veolia-Gruppe. Sie begleiten die
Projekte und bringen Zeit, Wissen, Ideen und Erfahrungen
ein. 18 der insgesamt 29 Paten für die Förderprojekte der
Veolia Stiftung kamen aus der Veolia Wasser-Gruppe.
Auch die BS|ENERGY-Gruppe förderte das ehrenamtliche Engagement
ihrer Mitarbeiter. Bereits zum vierten Mal stellte
sie 2011 über das betriebliche Freiwilligenprogramm namens
50x500 insgesamt 25 000 Euro für ehrenamtliche Projekte
der Mitarbeiter zur Verfügung.
Zusätzlich zu ihrer kontinuierlichen Fördertätigkeit koordinierte
die Veolia Stiftung 2011 eine Spendenaktion der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Opfer der Naturkatastrophe
in Japan.
Veolia Stiftung
Mit der Unterstützung der Veolia Stiftung und der OTWA Ostthüringer Wasser und Abwasser wurde die Umgestaltung und Renaturierung der Stadtbachkaskade im Jugendfreizeitpark der Stadt Zeulenroda-Triebes möglich. Die Stiftungsmittel in Höhe von 15.000 Euro kamen dem naturnahen Ausbau des ehemaligen Geröllfangs und dem Anlegen eines Fuß- und Radweges zugute. Pate Kai Steigert von der OTWA unterstützte den Jugendverein Römer bei der Vorbereitung und Koordinierung der Bauarbeiten.
Die Schunteraue in Braunschweig wurde zwischen 2009 und 2011 aufwändig renaturiert. Um die 25 Hektar große Fläche auf natürliche Art in Stand zu halten, sollen hier ganzjährig Wasserbüffel und Rinder weiden. Die Veolia Stiftung unterstützte den Bau von Zäunen und Unterständen für die Tiere mit 10.000 Euro. Pate Hartmut Schmidt von der Stadtentwässerung Braunschweig kennt und schätzt die Initiatoren seit langem und kann sie mit Erfahrungen und Kontakten unterstützen.
Im Interesse hoher Transparenz ihrer Arbeit gegenüber der
Öffentlichkeit trat die Veolia Stiftung 2011 der Initiative
Transparente Zivilgesellschaft des Vereins Transparency
Deutschland bei. Ab sofort stehen die zehn wichtigsten
Informationen – etwa zu Personalstruktur, Mittelherkunft
und -verwendung, Jahresbericht und Steuerbegünstigung –
auf der Stiftungswebsite zur Verfügung.
www.veolia-stiftung.de
| Ziele | 2011 Erreicht | Weiter Verfolgt | |||
| Markt | |||||
| Wir setzen uns dafür ein, die spezifischen realen Trinkwasserverluste im Vergleich zu 2010 weiter zu verringern und die TrinkwVO-Grenzwerte in unserem Verantwortungsbereich zu 100 % einzuhalten. | |||||
| Wir streben einen kontinuierlichen Zuwachs der Wertschöpfung bei allen bestehenden und neuen Projekten an. | |||||
| Wir erschließen neue Dienstleistungsfelder. | |||||
| Wir unterstützen Kommunen bei der Gründung eigener Stadtwerke und beim Aufbau von Ver- und Entsorgungsstrukturen unter Berücksichtigung des Wandels in Umwelt und Gesellschaft. | |||||
| Wir berücksichtigen zunehmend bei unserer Lieferantenauswahl auch die Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten. Wir führen mindestens zwei Nachhaltigkeitsaudits bei den wichtigsten Lieferanten mit hohem Risikopotenzial durch. | |||||
| Wir bieten papierlose Kommunikation für eine wachsende Anzahl von Kunden an. | |||||
| Wir bauen Energieberatung als Dienstleistung an allen Stadtwerkestandorten aus. | |||||
| Wir analysieren regelmäßig die Kundenzufriedenheit. | |||||
| Wir steigern die Umweltfreundlichkeit für Kunden und Partner durch das Angebot von z.B. nachhaltiger Energieversorgung und innovativen Produkten. | |||||
| Wir fördern innovative Technologien und Methoden, um auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein. | |||||
| Umwelt | |||||
| Wir senken den spezifischen Energieverbrauch beim Betrieb eigener Anlagen im Vergleich zu 2006 im Wasserbereich um 15 %, im Energiebereich um 10 %. | Bis 2012 | Bis 2012 | |||
| Wir senken den spezifischen C02-Ausstoß im Vergleich zu 2006 um 20 %. | Bis 2012 | Bis 2012 | |||
| Wir initiieren mindestens ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt an all unseren Standorten. | |||||
| Reduzierung des Fremdbezugs an Energie im Wasser- und Abwasserbereich um 15 % bis 2012 gegenüber dem Bezugsjahr 2007. | |||||
| Wir beschränken die Mobilität auf ein notwendiges Maß und nutzen moderne Kommunikationsmittel. Dabei berücksichtigen wir das Konzept Carbon Footprint, d.h. möglichst Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Videokonferenzen, bessere Terminplanung, umweltfreundliche PKW etc. | Ziel nicht messbar und nicht weitergeführt, jedoch weiter Vorrang für öffentliche Verkehrsmittel und Videokonferenzen | ||||
| Wir steigern den Anteil der erneuerbaren Energie bei der Stromerzeugung auch im Trink- und Abwasserbereich. | |||||
| Beschäftigte | |||||
| Wir untermauern Gesundheitsförderung und Familienfreundlichkeit in jeder Gesellschaft mit konkreten Maßnahmen. | |||||
| Wir streben auch weiterhin eine Ausbildungsquote von 8 % und die leistungsabhängige Weiterbeschäftigung der Jungfacharbeiter an. | |||||
| Wir bieten jedem Beschäftigten mindestens eine bedarfsgerechte Weiterbildung pro Jahr. | |||||
| Wir senken die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle auf Null. | |||||
| Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter kontinuierlich für die Einhaltung unserer Anti-Korruptionsgrundsätze. | |||||
Bis 2011 wurden die Nachhaltigkeitsziele unabhängig von den
Unternehmenszielen der Veolia Wasser-Gruppe verfolgt. Im
Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes und einer konsequenten
Zielverfolgung wurden nun die Nachhaltigkeitsziele sowie die
Unternehmensziele in ein Zielsystem integriert. Diese Ziele
gelten ab dem Berichtsjahr 2012.
Nachhaltigkeit wird durch diese integrierte Zielstruktur als zentrales
Anliegen der Unternehmensgruppe positioniert. Sowohl
Managementstrukturen als auch ein klares Zielsystem
sorgen dafür, Nachhaltigkeit in allen Gesellschaften der Veolia
Wasser-Gruppe verbindlich zu verankern.
Die neuen Ziele entsprechen den Schwerpunkten Kerngeschäft,
neue Geschäftsfelder, Effizienzsteigerung, Führung und Beschäftigung
sowie Ressourceneinsatz. Jeder Schwerpunkt umfasst
verschiedene konkrete Ziele.
Veolia Wasser überzeugt am Markt durch Effizienz,
Innovation und bedarfsgerechte Lösungen und baut
seine Marktposition durch nachhaltiges Wachstum aus.
| Einheit | Veolia Wasser 2011 | Veolia Wasser 2010 | Veolia Wasser 2009 | Änderungen 2011/2010 | |
| Umsatz 1 | Mio € | 1.426 | 1.350 | 1.271 | 5,6 % |
| Trinkwasserversorgung | |||||
| Versorgte Einwohner | Anz. | 1.040.424 | 1.050.697 | 1.082.164 | -1,0 % |
| Wasserwerke | Anz. | 47 | 47 | 53 | 0,0 % |
| Trinkwassernetzlänge | km | 9.413 | 9.228 | 9.169 | 2,0 % |
| Produzierte Trinkwassermenge | m3 | 15.420.405 | 15.729.072 3 | 16.034.292 3 | -2,0 % |
| davon Herkunft Oberflächenwasser 6 | % | 0,0 | |||
| davon Herkunft Grundwasser 6 | % | 100,0 | |||
| Zugekaufte Trinkwassermenge 6 | m 3 | 41.411.992 | |||
| davon Herkunft Oberflächenwasser 6 | % | 74,8 | |||
| davon Herkunft Grundwasser 6 | % | 25,2 | |||
| Gibt es in Ihrem Versorgungsgebiet Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern, die mindestens 5 % von dessen Jahresvolumen ausmachen? 6 | ja/nein | nein | |||
| Ausgeteilte Trinkwassermenge | m 3 | 56.832.397 | 57.761.152 3 | 57.831.932 3 | -1,6 % |
| Eigenverbrauch an Wasser | m 3 | 195.004 | 364.367 | 347.299 | -46,5 % |
| Verkaufte Trinkwassermenge | m 3 | 49.734.321 | 49.950.760 3 | 49.351.208 3 | -0,4 % |
| Reale Wasserverluste gem. DVGW W 392 | % | 10,9 | 11,6 | 12,8 3 | -6,0 % |
| Spezifische reale Netzverluste Trinkwasser | m 3/(km x h) | 0,08 | 0,08 3 | 0,09 3 | -8,8 % |
| Stromverbrauch Trinkwasser | kWh | 13.988.802 | 14.647.052 3 | 15.355.498 | -4,5 % |
| Spezifischer Stromverbrauch Trinkwasserversorgung | kWh/m 3 | 0,25 | 0,25 3 | 0,27 3 | -2,9 % |
| Einhaltung aller Grenzwerte der TrinkwVO | % | 99,6 | 99,3 | 99,5 | 0,3 % |
| Einhaltung bakteriolog. Grenzwerte der TrinkwVO | % | 99,2 | 98,6 | 99,0 | 0,7 % |
| Anzahl Reparaturen je km Versorgungsnetz | Anz./km | 0,20 | 0,21 3 | 0,22 3 | -6,2 % |
| Abwasserentsorgung | |||||
| Entsorgte Einwohner | Anz. | 1.005.937 | 999.566 | 990.427 | 0,6 % |
| Klärwerke | Anz. | 106 | 104 | 99 | 1,9 % |
| Abwasserkanallänge | km | 6.671 | 6.360 | 5.928 | 4,9 % |
| Behandelte Zulaufmenge Kläranlagen | m 3 | 73.951.258 | 74.339.454 | 60.472.264 | -0,5 % |
| Reinigungsgrad der Groß-Kläranlagen (> 3t BSB5-Abbau/d) | |||||
| BSB 5 | % | 99,4 | 99,3 | 99,4 | 0,1 % |
| CSB | % | 97,7 | 97,4 | 98,0 | 0,3 % |
| N ges. | % | 91,6 | 90,4 | 92,3 | 1,3 % |
| P ges. | % | 96,4 | 95,3 | 96,5 | 1,2 % |
| Stromverbrauch Abwasser | kWh | 50.472.262 | 49.941.942 3 | 45.536.556 | 1,1 % |
| Spezifischer Stromverbrauch Abwasserentsorgung | kWh/m 3 | 0,68 | 0,67 3 | 0,75 | 1,6 % |
| Spezifische Anzahl Reparaturen Kanalnetz | Anz./km | 0,05 | 0,06 | 0,05 | -10,3 % |
| Reststoffaufkommen: | |||||
| Klärschlamm | tTS/a | 18.467 | 15.974 | 17.436 | 15,6 % |
| Anteil Verregnung | % | 16,6 | 15,2 | 14,3 | 9,1 % |
| Anteil Landwirtschaftliche Ausbringung | % | 34,7 | 38,2 | 41,2 | -9,1 % |
| Anteil Kompostierung/ Rekultivierung | % | 28,3 | 25,5 | 27,5 | 11,1 % |
| Anteil Co-Verbrennung | % | 17,8 | 20,0 | 16,1 | -10,8 % |
| Anteil Sonstiges | % | 2,6 | 1,2 | 1,0 | 117,9 % |
| Rechengut, Sandfanggut, Kanalräumgut | t/a | 7.195 | 4.471 | 6.242 | 60,9 % |
| Anteil mechanisch-biologische Aufbereitungsanlagen | % | 2,0 | 12,8 | 4,1 | -84,5 % |
| Anteil Müllverbrennungsanlagen | % | 8,8 | 13,5 | 9,1 | -35,1 % |
| Anteil Kompostierung | % | 36,1 | 58,1 | 41,0 | -37,9 % |
| Anteil Verwertung z.B. Rekultivierung | % | 53,0 | 14,7 | 44,6 | 261,0 % |
| Anteil Verwertung als Baumaterial | % | 0,2 | 1,0 | 1,3 | -1,3 % |
| Stromversorgung | |||||
| Zähler im Netz | Anz. | 236.721 | 233.499 | 233.992 | 1,4 % |
| Versorgte Kunden | Anz. | 244.577 | 213.911 | 214.556 | 14,3 % |
| Stromleitungsnetz | km | 3.477 | 3.559 | 3.113 | -2,3 % |
| Erzeugungskapazitäten eigener Anlagen | MW | 310 | 310 | 244 | 0,2 % |
| davon Erzeugungskapazitäten KWK | MW | 170 | 163 | 100 | 4,9 % |
| davon Erzeugungskapazitäten EEG | MW | 6 | 6 | 7 | 0,8 % |
| Stromerzeugung aus Eigenanlagen | GWh | 1.299 | 956 | 924 | 35,9 % |
| davon erzeugter KWK-Strom | % | 45,5 | 39,9 | 37,0 | 14,0 % |
| davon erzeugter EEG-Strom | % | 2,0 | 3,8 | 7,4 | -48,6 % |
| Stromzukauf zur Kundenversorgung | GWh | 1.924 | 2.053 | 2.163 | -6,3 % |
| Stromabsatz ohne Handel | GWh | 2.600 | 2.478 | 2.042 | 5,0 % |
| Stromhandel | GWh | 2.338 | 2.106 3 | 1.967 3 | 11,1 % |
| Netzverluste Strom | % | 3,2 | 3,5 | 13,6 | -9,9 % |
| Gasversorgung | |||||
| Zähler im Netz | Anz. | 65.266 | 65.966 | 67.427 | -1,1 % |
| Versorgte Kunden | Anz. | 81.802 | 73.021 | 67.376 | 12,0 % |
| Gasleitungsnetz | km | 1.067 | 1.086 | 1.084 | -1,8 % |
| Erdgasabsatz ohne Handel | GWh | 3.142 | 3.602 | 2.756 | -12,8 % |
| Erdgashandel | GWh | 350 | 42 | 38 | 725,5 % |
| Netzverluste Gas | % | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 % |
| Schäden pro km Netzlänge | Anz./km | 0,07 | 0,06 | 0,07 | 12,5 % |
| Verwaltungen | |||||
| Stromeinkauf | kWh/MA | 1.681 | 1.709 3 | 1.541 | 1,7 % |
| Papierverbrauch | kg/MA | 16 | 19 | 21 | -14,1 % |
| davon Recyclingpapier | % | 66,3 | 65,1 | 60,6 | 1,4 % |
| Anzahl Kopien | Anz./MA | 1.501 | 1.582 | 1.574 3 | -5,1 % |
| Emissionen | |||||
| CO2-Emission direkt (produziert) | t | 1.051.180 | 1.015.186 | 843.910 | 3,6 % |
| je Produkteinheit | g/kWh | 451 | 465 | 443 | -3,1 % |
| CO2-Emission indirekt (zugekauft) | t | 1.730.564 | 1.498.920 3 | 1.188.084 | 15,5 % |
| je Produkteinheit | g/kWh | 868 | 704 | 530 | 23,3 % |
| CO2-Emission je Produkteinheit | g/kWh | 610 | 537 | 480 | 13,7 % |
| NOx-Emission je Produkteinheit | g/kWh | 0,56 * | 0,56 * | 0,58 * | 0,0 % |
| Staubemission je Produkteinheit | g/kWh | 0,00 * | 0,01 * | 0,02 * | -57,1 % |
| SO2-Emission je Produkteinheit | g/kWh | 0,30 * | 0,27 * | 0,30 * | 12,2 % |
| CO2-Emission Trinkwasser- u. Abwasseraktivitäten 5 | t | 26.183 | 27.710 | 0,30 * | -5,5 % |
| CO2-Emission direkt (Kfz) | t | 4.437 | 4.195 3 | 4.070 | 5,8 % |
| Engagement in der Region | |||||
| Veolia Stiftung | T€ | 235 | 241 4 | 223 | -2,6 % |
| Sponsoring | T€ | 2.827 | 2.634 3 | 2.425 3 | 7,3 % |
| Wissenschaft und Forschung | T€ | 1.971 | 1.824 | 1.724 | 8,1 % |
| Personal 2 | |||||
| Beschäftigte inkl. Auszubildende | Anz. | 2.742 | 2.794 | 2.699 | -1,9 % |
| davon Männer | Anz. | 1.895 | 1.942 | 1.895 | -2,4 % |
| davon Frauen | Anz. | 847 | 852 | 804 | -0,6 % |
| davon Auszubildende inkl. Berufsakademie | Anz. | 202 | 203 | 207 | -0,5 % |
| davon Beschäftigte mit Vollzeitregelung | Anz. | 2.241 | 2.288 | 2.200 | -2,1 % |
| davon Beschäftigte mit Teilzeitregelung | Anz. | 299 | 303 | 292 | -1,3 % |
| Praktikanten 6 | Anz. | 77 | |||
| Leiharbeiter 6 | Anz. | 25,6 | |||
| Altersdurchschnitt | a | 42,0 | 42,5 | 42,4 | -1,0 % |
| Anteil männliche Führungskräfte (ab Gruppenleiter) an männlichen Beschäftigten | % | 16,3 | 15,9 | 16,4 | 2,2 % |
| Anteil weibliche Führungskräfte (ab Gruppenleiter) an weiblichen Beschäftigten | % | 11,9 | 11,6 | 11,8 | 2,8 % |
| Einstellungen | Anz. | 187 | 269 | 251 | -30,5 % |
| Austritte und Pensionierungen | Anz. | 250 | 202 | 219 | 23,8 % |
| davon Mitarbeitermobilität: Wechsel innerhalb Veolia-Unternehmen | Anz. | 17 | 23 | 28 | -26,1 % |
| Teilnehmer an Schulungen | Anz. | 2.085 | 2.081 | 2.031 | 0,2 % |
| Weiterbildungsquote | % | 84,2 | 80,3 | 88,0 | 4,9 % |
| Ausgaben je Weiterbildung | €/WB | 757 | 792 | 700 | -4,4 % |
| Ausgaben Weiterbildung zu Lohn- und Gehaltskosten VJ | % | 3,0 | 2,9 | 3,1 | 3,1 % |
| Weiterbildungen je Beschäftigter | Anz. | 2,0 | 2,0 | 3,2 | -1,5 % |
| Weiterbildungen je Beschäftigter | Anz. | 2,0 | 2,0 | 3,2 | -1,5 % |
| Teilnehmer an Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (Sequoia) | Anz. | 0 | 382 | 296 | -100,0 % |
| Anteil Teilnehmer an Sequoia an zeichnungsberechtigten Beschäftigten | % | 0,0 | 14,6 | 11,5 | -100,0 % |
| Unfälle je 1 000 Beschäftigte | Anz. | 13,1 | 17,5 | 15,6 3 | -24,8 % |
| Krankheitstage ohne Langzeitkranke | Anz./MA | 12,4 | 10,3 | 10,9 | 20,1 % |
| Anteil der Beschäftigten mit erfolgsabhängigen Lohn-/ Gehaltsbestandteilen | % | 80,9 | 81,4 | 78,0 | -0,6 % |
| Anteil Beschäftigte mit Zielvereinbarung | % | 81,0 | 85,5 | 62,7 | -5,2 % |
| Beschäftigte in Elternzeit 6 | Anz. | 54 | |||
| davon Männer 6 | % | 51,9 | |||
| davon Frauen 6 | % | 48,1 | |||
| Tage in Elternzeit 6 | Anz. | 7.057 | |||
| davon Männer 6 | % | 30,0 | |||
| davon Frauen 6 | % | 70,0 | |||
| 1Ermittlung ab 2008 nach IFRS: inkl. OEWA, AWATECH, SWG, SWW, MIDEWA, OTWA, AC, aquassist, Globalis, VSBB, BVVAG, BVAG mit BS|Netz bzw. EN|BS, KWM, SW Thale, SE|BS, MHWA, BFG N, Introtec, Citelum und 50 % RVB (BWB) | |||||
| 22010 und 2011 inkl. OEWA, OEWA Bädergesellschaft, OEWA Storkow, OEWA Plau, OEWA Wagenfeld, MIDEWA, Infra Service Sachsen-Anhalt GmbH, OTWA, Introtec Schwarza, Ostthüringer Service und Dienstleistungs GmbH, SWG, SWW, BS|ENERGY, SE|BS, BS|NETZ, MHWA, AC, VEL, VSBB, SWS, SWP, Veolia Wasser GmbH | |||||
| 3nachträglich angepasst u.a. durch Festlegung einer einheitlichen Definition / einer einheitlichen Berechnungsbasis | |||||
| 4einschließlich Aktion „Gemeinsam sind wir Berlin“ | |||||
| 5Erfassung Kennzahl seit 2010 inkl. Energie, Klärschlamm u. Chemikalien | |||||
| 6Kennzahl erstmals 2011 erfasst | |||||
| *ohne Kraftwerk Mehrum | |||||
Als global agierende Unternehmensgruppe und Weltmarktführer im Bereich Umweltdienstleistungen stellt sich Veolia Environnement der Herausforderung, die Zukunft für die nachfolgenden Generationen weltweit mitzugestalten.
Klimawandel, schwindende Biodiversität, sinkende Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und mangelnde Versorgungssicherheit fordern von Unternehmen zukunftsweisende Strategien. Daher steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie von Veolia Environnement. Das zeigt sich nicht zuletzt in dem integrierten Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht der Unternehmensgruppe.
Die Nachhaltigkeitsstrategie von Veolia Environnement konzentriert sich auf sieben wesentliche Herausforderungen:
Veolia Environnement:
www.veolia.com
www.veolia.de
Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
Veolia Environnement 2011:
www.annualreport.veolia.com.
| GRI | Bezeichnung | Erfüllungsgrad | Verweis |
| 1 | Strategie und Analyse | ||
| 1.1 | Vorwort des Vorstands oder Aufsichtsratsvorsitzenden | Einführung | |
| 1.2 | Zentrale Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen | Markt | |
| 2 | Organisationsprofil | ||
| 2.1 | Name des Unternehmens | Einführung | |
| 2.2 | Wichtigste Marken, Produkte und Dienstleistungen | Einführung | |
| 2.3 | Geschäftsbereiche und Unternehmensstruktur | Einführung | |
| 2.4 | Hauptsitz des Unternehmens | Einführung | |
| 2.5 | Länder mit Geschäftstätigkeitsschwerpunkt | Einführung | |
| 2.6 | Eigentümerstruktur | Einführung | |
| 2.7 | Märkte | Einführung | |
| 2.8 | Größe des Unternehmens | Einführung | |
| 2.9 | Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum | Einführung | |
| 2.10 | Auszeichnungen im Berichtszeitraum | Beschäftigte | |
| 3 | Berichtsparameter | ||
| 3.1 | Berichtszeitraum | Einführung | |
| 3.2 | Datum des letzten Berichts | Einführung | |
| 3.3 | Berichtszyklus | Einführung | |
| 3.4 | Ansprechpartner für Fragen zum Bericht | Kontakt | |
| 3.5 | Vorgehensweise zur Auswahl der Berichtsinhalte | Strategie | |
| 3.6 | Bilanzierungsgrenzen des Berichts | Einführung | |
| 3.7 | Einschränkungen des Berichtsumfangs | Einführung | |
| 3.8 | Joint Ventures, Tochterunternehmen, Outsourcing | n.r. | |
| 3.9 | Datenerfassung | Ziele & Kennzahlen | |
| 3.10 | Änderungen bei der Darstellung von Informationen im Vergleich zu früheren Berichten | Ziele & Kennzahlen | |
| 3.11 | Änderungen des Umfangs, der Berichtsgrenzen oder der Messmethoden | Ziele & Kennzahlen | |
| 3.12 | Index nach GRI | GRI | |
| 3.13 | Externe Verifizierung | Einführung | |
| 4 | Berichtsparameter | ||
| 4.1 | Führungsstruktur | Strategie | |
| 4.2 | Unabhängigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden | n.a. | |
| 4.3 | Kontrollorgan bzw. unabhängige Mitglieder der Unternehmensführung | k.A. | |
| 4.4 | Mechanismen für Aktionärs- und Mitarbeiterempfehlungen an den Vorstand/Aufsichtsrat | Strategie | |
| 4.5 | Verknüpfung der Vorstandsvergütung mit der nachhaltigen Unternehmensleistung | k.A. | |
| 4.6 | Mechanismen zur Vermeidung von Interessenkonflikten | k.A. | |
| 4.7 | Expertise der Leitungsgremien im Bereich Nachhaltigkeit | Strategie | |
| 4.8 | Leitbilder, Unternehmenswerte und Verhaltenkodizies | Strategie | |
| 4.9 | Verfahren auf Vorstands-/Aufsichtsratsebene zur Überwachung der Nachhaltigkeitsleistung | Strategie | |
| 4.10 | Verfahren zur Beurteilung der Leistungen des Vorstands im Bereich Nachhaltigkeit | k.A. | |
| 4.11 | Umsetzung des Vorsorgeprinzips | Strategie | |
| 4.12 | Unterstützung externer Initiativen | Gesellschaft | |
| 4.13 | Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen | k.A. | |
| 4.14 | Einbezogene Stakeholdergruppen | Strategie | |
| 4.15 | Auswahl der Stakeholder | Strategie | |
| 4.16 | Ansätze für den Stakeholderdialog (Art/Häufigkeit) | Strategie | |
| 4.17 | Stellungnahme zu zentralen Anliegen der Stakeholder | Strategie | |
| Ökonomie | |||
| EC2 | Finanzielle Auswirkungen des Klimawandels | Markt | |
| EC5 | Verhältnis Standardeintrittsgehalt zum lokalen Mindestlohn | Beschäftigte | |
| EC6 | Geschäftspolitik, -praktiken und Anteil lokaler Lieferanten | Markt | |
| Ökologie | |||
| EN 5 | Energieeinsparungen | Umwelt | |
| EN 8 | Gesamtwasserentnahme nach Quellen | Umwelt | |
| EN 13 | Geschützte oder wiederhergestellte natürliche Lebensräume | Umwelt | |
| EN 26 | Maßnahmen zur Verminderung von Umweltauswirkungen | Umwelt | |
| Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen | |||
| LA 1 | Gesamtbelegschaft nach Beschäftigungs-verhältnissen und Regionen | Beschäftigte | |
| LA 3 | Leistungen, die nur Vollzeitbeschäftigten gewährt werden | Beschäftigte | |
| LA 5 | Mitteilungsfristen in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen | Beschäftigte | |
| LA 7 | Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage, Abwesenheit und Summe arbeitsbedingter Todesfälle | Beschäftigte | |
| LA 10 | Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen | Beschäftigte | |
| LA 14 | Verhältnis der Bezahlung von männlichen und weiblichen Angestellten | Beschäftigte | |
| Menschenrechte | |||
| HR4 | Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen | Beschäftigte | |
| Gesellschaft | |||
| SO1 | Art, Umfang und Wirkung der Geschäftstätigkeit auf Gemeinden oder Regionen | Markt | |
| SO4 | Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen | Markt | |
| SO7 | Klagen aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten | Markt | |
| Produktverantwortung | |||
| PR1 | Untersuchte Lebenszyklusstadien in Bezug auf Gesundheit und Produktsicherheit | Markt | |
| PR3 | Gesetzliche Informationspflichten für Produkte und Dienstleistungen | Markt | |
| PR5 | Kundenzufriedenheit | Markt | |
| PR8 | Berechtigte Datenschutzbeschwerden | Markt | |
| PR9 | Wesentliche Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Gesetzesvorschriften in Bezug auf Erwerb und Nutzung der Produkte | Markt | |
| Legende: | |||
| Berichterstattung nach GRI vollständig erfüllt. | |||
| Berichterstattung nach GRI teilweise erfüllt. | |||
| n.r. = nicht relevant | |||
| k.A. = keine Angaben | |||
| n.a. = nicht anwendbar |














