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Die Veolia Wasser-Gruppe in Deutschland

Als Wasser- und Energiedienstleister unterstützen die Beteiligungsunternehmen der Veolia Wasser GmbH über 300 Städte und Gemeinden in Deutschland bei der Grundversorgung. Der Hauptsitz der Unternehmensgruppe ist Berlin. Veolia Wasser ist kompetenter Partner der Kommunen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie beim Betrieb von Stadtwerken. Maßstab für die Qualität unserer Arbeit sind die individuellen Anliegen der Kommunen und der praktische Nutzen für Bürger und Umwelt. Deshalb sind unsere regionalen Partnerschaften so gestaltet, dass die Kontrolle und Hoheitsrechte in öffentlicher Hand bleiben. Als 100-prozentige Tochter der Veolia Environnement S.A. bringen wir weltweite Erfahrungen und Innovationen unserer Forschungszentren ein, um unseren Partnern vor Ort immer die besten Lösungen anzubieten. Weitere Säulen unter dem Dach von Veolia Environnement sind unsere Schwestersparten Umweltservice, Verkehr (Veolia Transdev) und Energie (Dalkia).

Michael Cunnac
Vorsitzender der Geschäftsführung,
über aktuelle und kommende Herausforderungen

Nachhaltigkeit braucht Entwicklung

Ein Interview mit Michel Cunnac, Vorsitzender der Geschäftsführung der Veolia Wasser GmbH.

Herr Cunnac, was heißt Nachhaltigkeit für Sie?
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Verantwortung zu übernehmen für die nachfolgenden Generationen. Wir wollen, dass unsere Kinder und Enkel wenigstens die gleichen Möglichkeiten haben wie wir heute. Dazu muss unsere Generation die Art und Weise ändern, in der wir wirtschaften. Der Schutz des Klimas und der respektvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen muss unser Handeln leiten. Um das zu verwirklichen, brauchen wir heute und in Zukunft Mitarbeiter mit hoher Motivation und Fachkompetenz. Ein faires sozialpartnerschaftliches Verhältnis und genug Flexibilität durch Mitarbeiterentwicklungs- und -austauschprogramme sind dafür wichtige Voraussetzungen. Deshalb haben wir diese Prinzipien auch in unsere neue Unternehmensphilosophie übernommen.

Veolia Wasser legt großen Wert auf sein zertifiziertes Integriertes Managementsystem. Schränken solche Systeme nicht Spielräume ein?
Ganz im Gegenteil! Wir denken unternehmerisch und sind mit dem Erreichten nie zufrieden. Wir wollen und müssen immer in Bewegung bleiben und uns weiterentwickeln: Solche Richtlinien spornen uns an, uns Ziele zu setzen, Prozesse zu hinterfragen, neue Ideen und Innovationen zu entwickeln und uns am Erreichten messen zu lassen. Deshalb werden seit 2005 in allen Unternehmen der Gruppe Umwelt-, Gesundheits- und Qualitätsmanagement regelmäßig durch interne und externe Audits geprüft und unabhängig zertifiziert. Unsere Kunden können sich an jedem unserer Standorte auf gleichmäßig zuverlässige Qualität und höchste Sicherheit verlassen.

Und jetzt noch ein Nachhaltigkeitsbericht nach dem internationalen Standard der Global Reporting Initiative (GRI). Warum?
GRI möchte Transparenz durch Standardisierung, Offenheit und Vergleichbarkeit erreichen. Davor dürfen Unternehmer keine Angst haben. Wir sehen darin die Möglichkeit, uns an hohen internationalen Maßstäben zu messen und Schritt für Schritt besser zu werden. Damit treibt uns GRI an, uns nicht mit dem Erreichten zufriedenzugeben.

Nachhaltigkeit verbinden Sie stark mit Begriffen wie Veränderung, Bewegung und Entwicklung. Was heißt das konkret?
Braunschweig gilt heute – dank unserer Impulse – als Vorreiter für geschlossene Energie- und Wasserkreisläufe. In Gera ha-ben wir Maßnahmen entwickelt, mit denen die Kläranlage mehr Energie produziert, als sie benötigt. Zwei weitere folgen. Damit machen wir Klärwerke zu Kraftwerken – und eine Vision zur Wirklichkeit, wenn Sie daran denken, dass solche Anlagen in vielen Kommunen die größten Energieverbraucher und CO2-Emittenten sind. Um die Klimabilanz der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu erfassen, haben wir in Grimma erstmals den CO2-Fußabdruck ermittelt. Beispiele planvoller Innovation, die von klaren Zielen angetrieben wurden.

Diese Beispiele verbinden die Wasser- und Energie- Expertise von Veolia Wasser. Für ein solches Unternehmen muss 2011 sicher ein bewegtes Jahr gewesen sein?
In der Tat: Die Welt hat sich ein kleines bisschen schneller gedreht. Die Ereignisse in Fukushima haben zu einer unerwarteten Kehrtwende in der Energiepolitik geführt – sie hat eine ganze Branche auf den Kopf gestellt. Einige unserer Stadtwerke gehörten zu den ersten, die auf eine atomstromfreie Versorgung umgestellt haben. Diese Energiewende stärkt dezentrale Strukturen und Regionalversorger. Der Spielraum der Kommunen wiederum wird enger – nicht zuletzt durch die gigantische Banken-und Staatenrettung. Viele Städte und Gemeinden steuern deshalb mit Sparpaketen und höheren Gebühren dagegen. Als privater Partner können wir unser Fachwissen im Wasser-und Energiemanagement einbringen und den Kommunen helfen, ihre Kosten zu senken und ihre Belastungen sowie die der Bürger in einem ertäglichen Maß zu halten.

Viele Menschen fürchten die Privatisierung ihrer Kommunalbetriebe. Gehen Sie jetzt auf Shoppingtour?
Nein, das heißt es nicht. Eine Vollprivatisierung öffentlicher Betriebe ist nicht unser bevorzugter Geschäftsansatz. Wir verstehen uns als Dienstleistungspartner einer Kommune, der wir unser Know-how, unsere Managementkompetenz und Innovationskraft zur Verfügung stellen – zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort. In der Branche sprechen wir von Betriebsführungs- oder Kooperationsmodellen. Die Kommunen behalten die Kontrolle und die Verantwortung über ihre Infrastruktur und die öffentlichen Aufgaben der Daseinsvorsorge. Die Bürgermeister bleiben also am Steuer, und wir helfen den kommunalen Betrieben oder Verbänden mit unseren Kompetenzen, das Schiff flotter, wendiger und effektiver zu machen.

Die Öffentlichkeit zeichnet von den Privaten aber ein ganz anderes Bild!
Unsere Imagebefragung hat gezeigt, dass wir diesen partnerschaftlichen Ansatz – obwohl wir ihn bei den meisten unserer Beteiligungen leben – nicht ausreichend vermittelt haben (Infokasten Imagestudie 2011). Der Wind der öffentlichen Meinung hat sich komplett gedreht: Wenn wir uns an die 90er-Jahre erinnern, galten öffentliche Unternehmen oft pauschal als eingefahren und unbeweglich. Heute wiederum werden private Unternehmen zuweilen ebenso pauschal als ausschließlich am maximalen Gewinn interessiert dargestellt. Die Antwort liegt – wie immer – in der Mitte. Mit unserem partnerschaftlichen Ansatz mit klarer Rollenverteilung möchten wir die öffentlich-private Zusammenarbeit neu definieren.

Wie Sie das gerade in Berlin tun?
Gerade in der Hauptstadt war die Diskussion um die Berliner Wasserverträge und die Wasserpreise lange Zeit von Vorurteilen bestimmt und hat sich immer weiter verhärtet – insbesondere nach dem Volksentscheid zur Vertragsoffenlegung im Frühjahr 2011, obwohl bereits alle Vertragsunterlagen vollständig im Internet standen. Das Beteiligungskonstrukt stammt aus dem Jahr 1999, als das Land 49,9 Prozent der Anteile an den Berliner Wasserbetrieben ausgeschrieben hatte. Die Verträge sind in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Deshalb setzen wir seit einiger Zeit auf die Erneuerung unserer Partnerschaft – insbesondere seitdem sich der dritte Beteiligte RWE Aqua entschieden hat, seine Anteile zu verkaufen.
Nachdem die Politik das Thema im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2011 als Wahlkampfthema entdeckt hatte, kamen die Verhandlungen ins Stocken. Derzeit sind wir mit dem Land Berlin und unserer Muttergesellschaft in Paris im Gespräch über die künftige Gestaltung der Zusammenarbeit bei den Berliner Wasserbetrieben.

Wie geht es weiter mit Veolia Wasser?
Die öffentlich-private Partnerschaft hat auch weiterhin Zukunft in der deutschen Wasserwirtschaft. Die Rolle des privaten Partners als an Nachhaltigkeit ausgerichteter Dienstleister und Berater der Kommunen muss aber deutlicher erkennbar werden. Diesen Grundsatz setzen die Unternehmen der Veolia Wasser in ihren aktuellen Angeboten um.


Zeit einen Strich zu ziehen

Mit unserem Nachhaltigkeitsbericht ziehen wir Jahr für Jahr einen Strich unter unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten. Wir zeigen die wichtigsten Themen des vergangenen Jahres, prüfen, inwiefern wir unsere Ziele erreicht haben, und leiten die Schwerpunkte für die kommenden Jahre ab.

Mit internationalen Standards zum Vorreiter der Branche

Mit diesem inzwischen sechsten Bericht sind wir einen großen Schritt vorangekommen. Von nun an stellen wir uns den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI), wobei wir nach unserer Selbsteinschätzung die Anwendungsebene C erreichen. Mit diesem internationalen Standard machen wir unser Engagement und unsere Geschäftstätigkeit vergleichbar und nachvollziehbar – als eines der ersten privaten Unternehmen der Wasserwirtschaft. Von einer Anwendung des GRI Sector Supplement Electric Utilities sehen wir auf der Grundlage der von uns gewählten Anwendungsebene C ab.

Der Rahmen, in dem wir berichten

Unser Nachhaltigkeitsbericht umfasst die gesamte Unternehmensgruppe Veolia Wasser (siehe Umschlag) einschließlich ihrer Beteiligungen an operativ tätigen Unternehmen in Deutschland. Beteiligungen unter 25 Prozent – wie an den Berliner Wasserbetrieben – haben wir nur teilweise betrachtet. Der Mitte 2011 erworbene 37-Prozent-Anteil an der TVF Waste Solutions ist noch nicht in das Nachhaltigkeitsmanagement einbezogen.
Nachhaltigkeitsbericht der Berliner Wasserbetriebe

Alle zusammengestellten Informationen, Zahlen und Daten beziehen sich auf das Kalenderjahr 2011. Neuere relevante Entwicklungen wurden bereits berücksichtigt. Kennzahlen, die sich im Zuge der GRI-Berichterstattung im Vergleich zum Vorjahr (Nachhaltigkeitsbericht 2010 vom Juli 2011) geändert haben, wurden im Kapitel Kennzahlen entsprechend gekenn-zeichnet. Alle Daten stammen aus dem unternehmens-internen Controlling der Veolia Wasser-Gruppe. Die Inhalte wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet (Redaktionsschluss 30. Juni 2012).

Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit besteht nicht. Auf eine externe Prüfung unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung haben wir verzichtet. Die internationalen Aktivitäten von Veolia Eau und Veolia Environnement sind unter www.veolia.com/en > Challenges nachzulesen.

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Biodiversität: Projekte zur Artenvielfalt initiiert
Vom Sponsoring zur Kooperation

Service: Energieberatung ausgebaut
Energiewende

Energiewende: Umstellung auf atomstromfreie Versorgung nach Fukushima
Energiewende

Klimawandel: Maßnahmen zur CO2-Reduktion in Water2Energy gebündelt
Bericht Umwelt

Erzeugungsanlagen: effiziente Gas- und Dampfturbine in Braunschweig feierlich eröffnet
Energiewende

Arbeitssicherheit: meldepflichtige Arbeitsunfälle zurückgegangen, drei Unternehmen unfallfrei
Bericht Beschäftigte

Beschäftigte: Gruppenweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt
Die Chance, genau hinzusehen

Klimawandel: Erster CO2-Fußabdruck
in Grimma ermittelt
Klimabilanz

Nachwuchsförderung: Ausbildungsquote von 8% nicht erreicht
Bericht Beschäftigte

Gesellschaft: Volksentscheid zu den Berliner Wasserbetrieben
Editorial
Der Preis unseres Wassers

Geschäftsmodell Stadtwerkegründungen durch fehlenden Rechtsrahmen nicht voll umgesetzt
Bericht Markt

Klimawandel: CO2-Emission gestiegen
Bericht Umwelt

Marktumfeld: Wertschöpfungszuwachs nicht wie geplant realisiert
Bericht Markt

Von der Strategie zum Management – Nachhaltigkeit mit Weitblick

Veolia Wasser denkt Nachhaltigkeit neu

Als Dienstleister für Aufgaben der Daseinsvorsorge haben wir eine besondere wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung. Nachhaltiges Handeln verstehen wir als konkreten Auftrag, unsere Arbeit langfristig auszurichten und dabei wirtschaftlich, sozial engagiert und umweltgerecht zu gestalten. Dabei gilt es, unseren Kunden nur solche Lösungen anzubieten, die diesen Kriterien gerecht werden.

Diesen Leitgedanken haben wir in der 2011 neu formulierten Unternehmensphilosophie festgeschrieben. Sie schreibt die seit 2006 gültigen Leitlinien fort.

Wie wir Verantwortung übernehmen

Die Basis unserer unternehmerischen Verantwortung bilden die Erwartungen unserer Interessengruppen. Diese spiegeln sich zum einen in unserem nachhaltig ausgerichteten Kerngeschäft wider, zum anderen in unserem bürgerschaftlichen Engagement.

Als engagierter Bürger zeigen wir mit einer Vielzahl an Partnerschaften, Sponsorings und Kooperationen bürger-schaftliches Engagement. Hinzu kommt die Arbeit der Veolia Stiftung.

Ein zentraler Bestandteil der meisten Partnerschaften ist die aktive Mitgestaltung eines zukunftsorientierten Lebensumfeldes. Dabei konzentrieren wir uns auf Themen, bei denen es Berührungspunkte zum operativen Geschäft gibt. Das Spektrum reicht von Sponsoring-Aktivitäten bis hin zu langfristigen Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen. So kommen wir auch mit kritischen Interessengruppen ins Gespräch, bringen Fachwissen und Kontakte ein und fördern das gegenseitige Kennenlernen und Vertrauen.

Nachhaltigkeit ist Chefsache ...

Nachhaltiges Handeln praktizieren wir auf zwei Ebenen: gemeinschaftlich als Veolia Wasser-Gruppe und regional spezifisch durch die Beteiligungsgesellschaften.

Die strategische Steuerung der Nachhaltigkeitsaktivitäten hat die Geschäftsführung der Veolia Wasser-Gruppe inne. Sie setzt Schwerpunkte und legt Ziele fest – für die Gruppe direkt und als Leitlinien für ihre Beteiligungsgesellschaften.

... und braucht Berichterstatter und Botschafter

Unterstützt und beraten wird die Veolia Wasser-Geschäftsführung durch die Arbeitsgruppe (AG) Nachhaltigkeit: Das 15-köpfige Team von Vertretern nahezu aller Beteiligungen führt Wissen aus verschiedenen Fachbereichen zusammen. Die AG-Mitglieder sind gleichermaßen Botschafter für das Thema Nachhaltigkeit in ihren Gesellschaften wie Berichterstatter ihres Unternehmens. Als Wegweiser und Wegbereiter aller Nachhaltigkeitsaktivitäten hat die AG folgende Aufgaben: die Beratung der Geschäftsführung bei der Schwerpunktsetzung und Zielformulierung für das Nachhaltigkeitsengagement, das Controlling und die Berichterstattung sowie die Sensibilisierung und Motivation der Belegschaft, zum Beispiel über den jährlichen Nachhaltigkeitspreis.

Das Thema Nachhaltigkeit ist in allen Gesellschaften der Veolia Wasser-Gruppe verankert. Zur Konzentration und zentralen Steuerung tragen zwei Personen maßgeblich bei: Vertreter der erweiterten Geschäftsführung ist der AG-Pate und MIDEWA-Geschäftsführer Uwe Störzner. Leiterin der AG ist die Beauftrage der Veolia Wasser-Gruppe für Gesellschaftliche Verantwortung Sylke Freudenthal.

„Für uns als Umweltdienstleister ist der Schutz der natürlichen Ressourcen und des Klimas eine Grund-voraussetzung unserer Arbeit. Ebenso wichtig sind eine faire Sozialpartnerschaft mit unseren Beschäftigten und bürgerschaftliches Engagement vor Ort.“

Michel Cunnac, Vorsitzender der Geschäftsführung

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Wir setzen uns klare Ziele…

Die Veolia Wasser-Gruppe gibt sich klare Ziele, die Jahr für Jahr auf den Prüfstand gestellt und wenn nötig angepasst werden. Bis zum vergangenen Jahr wurden die Nachhaltigkeitsziele unabhängig von den Unternehmenszielen geführt.

Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes haben wir mit Beginn des Jahres 2012 Unternehmens- und Nachhaltigkeitsziele in einem integrierten Zielsystem zusammengeführt. Es gliedert sich von nun an in fünf Schwerpunkte: Kerngeschäft, neue Geschäftsfelder, Effizienzsteigerung, Führung und Beschäftigung sowie Ressourceneinsatz. Sie sind am Ende des Heftes im Abschnitt Zielerreichung dargestellt.

... und lassen uns an diesen messen

Dank definierter Prozesse, klarer Verantwortlichkeiten und kontinuierlicher Optimierung können wir unsere Ziele erreichen und unsere Dienstleistungen stetig verbessern. Die Grundlage dafür bildet das integrierte Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem der Veolia Wasser-Gruppe, das nach DIN EN ISO 9001 und 14001 sowie nach BS OHSAS 18001 zertifiziert ist. Damit werden die Prozesse innerhalb der Gruppe auf Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit untersucht und anhand von Kennzahlen dokumentiert. Bis zu 90 Freiwillige aus der Belegschaft begleiten jedes Jahr als Auditoren die internen Audits. Aus deren Analyse lassen sich neue Erkenntnisse ableiten und die Arbeitsabläufe kontinuierlich verbessern. Für unsere Mitarbeiter bieten Erfahrungen in anderen Betriebsbereichen oder Beteiligungsunternehmen die Möglichkeit zum Austausch und zum gegenseitigen Lernen. Mit diesen Strukturen und festgelegten Mindeststandards in der Gruppe führt Veolia Wasser lokales Know-how zusammen, fördert Innovationen und stärkt das eigene Netzwerk.

Darüber hinaus arbeiten in der Unternehmensgruppe strategische und operative Arbeitsgruppen, die sich mit Fach- bzw. strategischen Entwicklungsthemen auseinandersetzen, Konzepte entwickeln, Projekte umsetzen und die Geschäftsführung mit konkreten Umsetzungsvorschlägen beraten.

Die gruppenweiten AGs unterstützen den internen Wissensaustausch und die Innovationskraft von Veolia Wasser. Sie werden regelmäßig auf ihre Notwendigkeit und Zielausrichtung überprüft und ggf. eingestellt und neu eingerichtet. Die AG Nachhaltigkeit zählt zu den strategischen Arbeitsgruppen und ist dauerhaft als Arbeitsgruppe vorgesehen.

Wir lernen von unseren Interessengruppen ...

Teil unseres Nachhaltigkeitsmanagements ist es, die Erwartungen unserer Interessengruppen kennenzulernen und uns ernsthaft mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Identifizierung der für Veolia Wasser relevanten Interessengruppen erfolgt über die Mitglieder der AG Nachhaltigkeit.

Im Laufe der Jahre haben wir verschiedene Formate ent-wickelt, um mit diesen Gruppen regelmäßig ins Gespräch zu kommen und in einen offenen Austausch zu treten. Diesen Weg des Dialoges wollen wir in den nächsten Jahren weitergehen.

… und setzen uns mit ihren Erwartungen auseinander

Die Erwartungen, die unsere Interessengruppen direkt oder mittelbar an uns herantragen, sind vielfältig. Hier eine Auswahl:

  • Kundenanforderungen wie Qualitäts-, Zuverlässigkeits- und Preiserwartungen
  • Auftraggeberanforderungen wie Infrastrukturerhalt oder Kundenzufriedenheit
  • Mitarbeiteranforderungen wie Flexibilisierung der Arbeit, Weiterbildung oder Gesundheitsförderung
  • Globale Anforderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel oder Fachkräftemangel
  • Gesellschaftliche Anforderungen wie Energiewende, Artenschutz oder Transparenz
  • Politische Rahmenbedingungen wie Gesetze und Verordnungen
  • individuelle und regionale Anforderungen


Unsere Mitarbeiter erhalten durch die Mitarbeiterbefragung die Möglichkeit, ihre Erwartungen und Impulse an die Geschäftsführung und damit an das höchste Nachhaltigkeitsgremium zu richten. Die Befragung findet unter Beteiligung des Betriebsrats statt.

Auf Basis der Auseinandersetzung mit den genannten Erwartungen, die ebenfalls unter Beteiligung des Betriebsrats stattfindet, haben wir unsere Nachhaltigkeitsschwerpunkte und -ziele entwickelt, die die Grundlage unserer Berichterstattung und unserer Kennzahlen bilden. Für die Weiterentwicklung dieses Systems geben uns die GRI-Richtlinien wichtige Impulse. Darüber hinaus streben wir den Dialog mit unseren Interessengruppen an, um diese Anforderungen gezielter gewichten und bewerten zu können.

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Der Preis des Wassers

Vielen Menschen erscheint der Wasserpreis unangemessen, aber nur wenige wissen, wie hoch er tatsächlich ist und wie er sich zusammensetzt. Je schlechter deutsche Verbraucher ihren tatsächlichen Wasserpreis kennen, desto kritischer sind sie. Das hat die vom Verband kommunaler Unternehmen unterstützte Studie „Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (2011)“ gezeigt.

Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut und gehört allen Menschen. Dass wir für Trinkwasser bezahlen, liegt vor allem an den Kosten für die Leistungen, die nötig sind, um es jederzeit in bester Qualität bereitzustellen. Dafür braucht es eine aufwändige Infrastruktur, die überwacht, erneuert und instand gehalten werden muss: Talsperren, Brunnen, Wasserwerke, Pump- und Druckerhöhungsstationen sowie Leitungsnetze. Das führt zu fixen Kosten für die Errichtung und Unterhaltung, die unabhängig von der verbrauchten Trinkwassermenge anfallen. hr Anteil liegt bei etwa 80 Prozent, hinzu kommen 20 Prozent verbrauchsabhängige Kosten, etwa Energiekosten für die Wasserförderung oder Aufbereitungsmittel.

Auch wenn sich der Wasserpreis mancherorts hoch „anfühlt“: Die Deutschen zahlen pro Kopf im Durchschnitt 29 Cent am Tag für Trinkwasser höchster Qualität. Die regionalen Unterschiede sind vor allem den Gegebenheiten vor Ort geschuldet: ob Grund- oder Oberflächenwasser verwendet wird, welche Qualität das Rohwasser hat, welche Aufbereitung es erfordert. Auch Länge, Zustand und Komplexität des Rohrnetzes, etwa in Gebieten mit erheblichen Höhenunterschieden, spielen eine wichtige Rolle. Hinzu kommt der regional schwankende Wasserverbrauch: Wenn der Pro-Kopf-Verbrauch sinkt, führt dies ohne Gegensteuerung zu einem steigenden Wasserpreis pro Kubikmeter, da die Fixkosten bestehen bleiben. Sinken gleichzeitig die Bevölkerungszahlen, müssen die Kosten zudem auf immer weniger Schultern verteilt werden. Des Weiteren haben Steuern und Konzessionsabgaben, aber auch ein in vielen Bundesländern in sehr unterschiedlicher Höhe erhobenes Wasserentnahme-Entgelt einen Einfluss auf den Wasserpreis.

Viele dieser Gründe liegen in Berlin vor, der Stadt mit der wohl intensivsten Diskussion über den Wasserpreis: Hier ist der durchschnittliche Verbrauch seit 1996 von 128 auf 114 Liter pro Einwohner und Tag gesunken. Gleichzeitig waren hohe Investitionen notwendig – vor allem in die Ostberliner Infrastruktur. Zudem erhebt das Land mit 31 Cent pro Kubikmeter das höchste Wasserentnahme-Entgelt Deutschlands.

Was gern übersehen wird: Bereits vor der Teilprivatisierung war Berlins Wasser teurer als das anderer Großstädte wie Köln, Hamburg oder München. Mit dem Einstieg der privaten Unternehmen 1999 konnten die Preiserhöhungen gebremst werden. Sie wuchsen geringer, als es in den Planungen der noch rein kommunalen Wasserbetriebe vorgesehen war. Daher ist der Preis heute niedriger, als er es ohne die Teilprivatisierung wäre, und der Abstand zu anderen Städten konnte verringert werden.

Ein weiteres Ergebnis unserer Arbeit: Zusammen mit den Kollegen der Berliner Wasserbetriebe hat Veolia Wasser konsequent daran gearbeitet, die Wasserversorgung moderner und effizienter zu gestalten. Auch künftig wollen wir Ressourcenschutz und nachhaltiges Wassermanagement weiterdenken und aktiv zur Energiewende beitragen. Dies unterstützen wir beispielsweise mit Forschungsprojekten, etwa um Wasser ressourcenschonender aufzubereiten.

Die Berliner Wasserbetriebe zeigen, dass die Diskussion um die absolute Preishöhe zu kurz gegriffen ist: Besser wäre es, die Kosten für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung pro Einwohner und Jahr miteinander zu vergleichen.

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2009
2010
2011

Bericht Markt

Das Jahr 2011 war geprägt von der Rekommunalisierungsdiskussion, durch die die Anzahl und der Leistungsinhalt der kommunalen Ausschreibungen beeinflusst wurden. Trotz individuell zugeschnittener Angebote konnten wir den gewünschten Umfang an Neu- und Erweiterungsaufträgen nicht erreichen. Daher haben wir die Wertschöpfung nicht in allen bestehenden und neuen Projekten steigern können, wie es in den Zielen 2011 anvisiert war. Dennoch gelang es uns, gemeinsam mit drei niedersächsischen Kommunen die neuen Stadtwerke Elm-Lappwald zu gründen, neue Dienstleistungsfelder zu erschließen und weitere Aufträge zu gewinnen.

Auf Grundlage der Bedürfnisse unserer potenziellen Partnerkommunen arbeiten wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Anpassung unserer Dienstleistungs- und Kooperationsangebote. Unser Angebot erstreckt sich von der Übernahme ausgewählter energie- und wasserwirtschaftlicher Dienstleistungen bis hin zum gemeinsamen Aufbau leistungsfähiger und effektiver Stadtwerke, in denen die Stärken beider Partner möglichst umfassend zur Geltung kommen.

Vor diesem Hintergrund richten wir im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht den Fokus auf unser Marktumfeld und legen dar, wie wir mit den veränderten Rahmenbedingungen des Markts im Jahr 2011 sowie mit den damit verbundenen Chancen und Risiken umgegangen sind.

Herausforderungen des Marktumfelds

Veolia Wasser hatte sich für 2011 erneut das Ziel gesetzt, Kommunen bei der Gründung eigener Stadtwerke zu unterstützen. Dies gelang uns seit 2008 mit den Neugründungen der Stadtwerke Pulheim, Springe und Elm-Lappwald, die jeweils den Zuschlag für Netzkonzessionen erhielten. Lediglich in Springe konnte zumindest auf Grundlage einer Vorbehaltspacht der Netzbetrieb schon übernommen werden. Der wirtschaftliche Erwerb der Netze scheiterte bisher jedoch bei allen drei Stadtwerken an den Kaufpreisforderungen der Altkonzessionäre. Diese werden mit alten vertraglichen Regelungen begründet, die mit den inzwischen geltenden Regulierungsvorgaben für Netzentgelte nicht mehr kompatibel sind. Da der Gesetzgeber diesen Widerspruch bisher nicht ausgeräumt hat, sind langwierige rechtliche Auseinandersetzungen die Folge.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns Mitte 2011 entschieden, von der Beteiligung als Gesellschafter bei der Gründung weiterer Stadtwerke zunächst abzusehen. Jedoch bleibt die Unterstützung von Kommunen durch Dienstleistungen in der Strom- und Gasversorgung eine Kernaufgabe und Entwicklungsstrategie von Veolia Wasser. Für 2012 haben wir uns das Ziel gesetzt, erstmals einen Betriebsführungsvertrag für den Netzbetrieb eines fremden Stadtwerks zu gewinnen.

Im Geschäftsbereich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung hatten wir uns für 2011 das Ziel gesetzt, weitere Kommunen als Betriebsführer von Ver- und Entsorgungsstrukturen zu unterstützen. Dieses Ziel konnten wir nur teilweise umsetzen. Zwar blieb 2011 die Anzahl der Vergabeverfahren in diesem Sektor im Vergleich zu den Vorjahren relativ stabil. Die Vertragslaufzeiten waren jedoch kürzer und die Ver- und Entsorgungsgebiete tendenziell kleiner. Damit sank für uns das Potenzial für Effizienzsteigerungen. Die Kommunen entschieden sich in einem finanziell und politisch angespannten Umfeld häufiger dafür, ihr Trinkwasser- und Abwassermanagement selbst zu betreiben. Dabei werden Einsparpotenziale, die über Leistungsausschreibungen generiert werden können, für die Nutzer nicht erschlossen. Daher bleibt es eine wichtige Aufgabe, die Vorteile unserer Dienstleistungen und eines Ausschreibungswettbewerbs klar zu vermitteln.

Die Erschließung neuer Dienstleistungsfelder stellte ein weiteres Wachstumsziel von Veolia Wasser dar, das wir erfüllt haben. Dazu gehören unter anderem die neue Kooperation zwischen den Stadtwerken Görlitz und der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV) sowie die Eröffnung der ersten Elektro-Tankstelle durch die Stadtwerke Springe. Einen wichtigen Schritt zur Erweiterung des Leistungsangebots stellen der Erwerb von Geschäftsanteilen der TVF Waste Solutions sowie die Energieberatung in Braunschweig unter der Marke DR|Haus dar. 2012 möchte Veolia Wasser den Bereich neue Dienstleistungsfelder um weitere 20 % ausbauen.

Chancen und Risiken des Klimawandels

Der Klimawandel birgt für Veolia Wasser und seine Kunden sowohl Risiken als auch Chancen. Verstärkte Trockenheit, häufigere Unwetter und Starkregenereignisse zwingen die Kommunen zur Anpassung ihrer Infrastrukturen für Hochwasserschutz und Entwässerung. Die Hauptrisiken im Bereich der Abwasserentsorgung bestehen etwa durch Überlastung der Anlagen und Netze und die Beschädigung durch Hochwasser. Welche speziellen Auswirkungen der Klimawandel auf ländliche Regionen und die Abwasserentsorgung vor Ort hat, untersuchte das IFOK-Institut in seiner Studie „Anpassung an den Klimawandel in der Region Grimma“. Da die Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe häufig im ländlichen Raum tätig sind, müssen sie sich diesen Herausforderungen stellen, um wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben. Aus diesem Grund unterstützten Veolia Wasser und die OEWA-Niederlassung Grimma die IFOK-Studie mit ihren Fachkenntnissen. Um die betriebene Infrastruktur vor klimabedingten Schäden zu schützen, setzt Veolia Wasser vor allem auf Frühwarnsysteme.

Chancen und Vorteile gegenüber Mitbewerbern ergeben sich für uns darüber hinaus aus der Dezentralisierung der Erzeugung von Strom und Wärme in Stadtwerken, denn das Angebot von Naturstrom- und Klimagas-Produkten, die Förderung von E-Mobilität und der Ausbau der Energieberatung erfolgen überwiegend vor Ort. Des Weiteren betrachten wir die Einsparung von CO2-Emissionen und die Steigerung der Energieeffizienz als notwendige Aufgaben, um auch in Zukunft Wettbewerbsvorteile zu sichern. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung haben wir 2011 mit unserem Programm „Water2Energy“ gemacht. Um die sich aus dem Klimawandel ergebenden Chancen noch besser nutzen zu können, haben wir die neue interne Arbeitsgruppe Energieeffizienzdienstleistungen gegründet. Sie behandelt übergreifend für alle Stadtwerke-Beteiligungen die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz und führt dezentrale Aktivitäten wie Beratung zu Energie, Elektromobilität, Solarförderung, Thermographie und kommunalem Klimaschutz zu gruppenweiten Konzepten zusammen.

Produkt- und Dienstleistungsverantwortung

Als Dienstleister zur Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser trägt Veolia Wasser eine hohe Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit der Kunden in den Vertragsregionen. Seit 2008 wird die gesamte Unternehmensgruppe nach DIN EN 9001, der Norm für Qualitätsmanagement, zertifiziert. Dabei haben wir die gesamte Wertschöpfungskette im Blick: vom Rohwasser über das Wasserwerk bis zum Wasserhahn des Verbrauchers, vom Kanalnetz über die Kläranlage bis zum Ableiten des gereinigten Abwassers in die Gewässer. Die Qualität unserer Dienstleistungen wird zu 100 % überprüft und lässt sich an der Einhaltung der gesetzlich festgelegten Grenzwerte, den sinkenden Netzverlusten und den Ablaufwerten der Kläranlagen klar ablesen. Unsere Kunden informieren wir mindestens einmal im Jahr über Presse, Internet und die regionalen Kundenzeitungen über die Trinkwasserqualität. Beim Strom erfolgt, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, die Angabe des Strommixes auf der Rechnung.

Alle unsere Geschäftstätigkeiten haben Auswirkungen auf die Gesellschaft, da sie Teil derselben sind. An unseren Standorten (Die Veolia Wasser-Gruppe in Deutschland, verstehen sich die Unternehmen der Veolia Wasser- Gruppe als aktiver Partner. Aufgrund ihrer starken lokalen Verankerung ist die Veolia Wasser-Gruppe bestrebt, den Großteil des Einkaufs von Dienstleistungen und Produkten vor Ort zu tätigen. So werden rund 90 % der Bauleistungen an Unternehmen der jeweiligen Vertragsregionen vergeben. Dadurch tragen wir zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zu wirtschaftlicher Stabilität vor Ort bei.

Um die Lieferanten der Veolia Wasser-Gruppe für nachhaltiges Handeln zu gewinnen und ihre Leistungen zu überprüfen und voranzutreiben, wurden 2011 erneut zwei Nachhaltigkeitsaudits bei Lieferanten durchgeführt. Die besuchten Firmen haben das Audit als positiven Impuls für ihre eigene Entwicklung gewertet und planen, die vorgeschlagenen Verbesserungspotenziale umzusetzen. Für das Jahr 2012 streben wir an, wieder mindestens zwei Nachhaltigkeitsaudits bei wichtigen Lieferanten mit hohem Risikopotenzial durchzuführen.

2009 gab es in der Veolia Wasser-Gruppe fünf Bußgeldbescheide aufgrund mangelhafter Ladungssicherung. Dieses Thema wurde 2010 auf Initiative der AG Arbeitssicherheit in den Weiterbildungskatalog aufgenommen und die Beschäftigten durch einen Artikel in der Mitarbeiterzeitung „Mittendrin“ sowie mit Hilfe des Infoplakats „Ladungssicherung“ sensibilisiert. Aufgrund dieser konsequenten Weiterbildungen und Kommunikationsmaßnahmen gab es in den Berichtsjahren 2010 und 2011 keine Bußgeldbescheide. Wie in den vorangegangenen Berichtszeiträumen gab es auch 2011 in der Veolia Wasser-Gruppe weder Korruptionsfälle noch Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens.

Kundenzufriedenheit – Maßstab für den Erfolg am Markt

Die regelmäßige Analyse der Kundenzufriedenheit gehört zu unseren wesentlichen Prinzipien und Qualitätsmaßstäben. Kundenbefragungen für alle Dienstleistungskategorien und Standorte werden deshalb mindestens alle vier Jahre in einheitlicher Methodik durchgeführt. 2011 haben zwei Befragungen stattgefunden: Die OTWA interviewte Grundstückseigentümer und Anlieger zu geplanten Investitionsmaßnahmen. Die MIDEWA erkundigte sich nach der Zufriedenheit der Gäste in der „Köthener Badewelt“. Zusätzlich lässt Veolia Wasser seine Kundendienste in zwei-bis dreijährigem Rhythmus im Rahmen einer Evaluationsstudie durch ein unabhängiges Institut bewerten. Die Ergebnisse der Kundenzufriedenheits-Analysen werden auf den Internetseiten der Veolia-Gesellschaften und in den Kundenbriefen veröffentlicht.

Die Zufriedenheit unserer Partnerkommunen zeigt sich vor allem in schon lange andauernden Partnerschaften. 2011 begingen einige langfristige Partnerschaften ein Jubiläum. Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH wurde 20. Der Erstling der Veolia-Aktivitäten in Deutschland betreut heute als Dienstleister im Wasserbereich rund 100 Kommunen sowie Zweckverbände, Privathaushalte und Industrieunternehmen.
Weitere Informationen

Die Stadtwerke Görlitz (SWG) wurden ebenfalls 20 Jahre und feierten gleichzeitig 10 Jahre Partnerschaft mit der OEWA und Veolia Verkehr. 1991 nahmen sie ihr operatives Geschäft auf. 2001 erwarb Veolia 74,9 Prozent an der SWG, die heute für Strom, Gas, Wärme, Wasser, Abwasser und Beleuchtung sowie Nahverkehr sorgen.
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Kundenwünsche kennen und achten

2011 führten die MIDEWA und die OTWA ein neues Online-Portal ein. Die Kunden können nun via Internet Zählerstände übermitteln oder Rechnungen einsehen. Durch die automatische Verarbeitung der Kundenkontakte werden nicht zuletzt auch die Mitarbeiter entlastet. 2012 führt auch die OEWA das Online-Portal ein. Seit 2011 verzichten die Stadtwerke Görlitz auf die automatische Versendung von Zahlscheinen mit der Rechnung für Barzahler. Rund 25 000 Scheine weniger pro Jahr müssen nun gedruckt und versandt werden. Seit April 2011 vervollständigt das mobile Kundenbüro den Fuhrpark von BS|ENERGY. Zusätzlich zu zwei bestehenden Kundenzentren bieten die Kundenberater von BS|ENERGY mit dem Servicemobil nun Beratungen in allen Stadtteilen sowie im Umland von Braunschweig an. Das Fahrzeug kann darüber hinaus auch an den kleineren Stadtwerke-Standorten der Gruppe eingesetzt werden. Dafür wurde das Fahrzeug mit austauschbarer Beschriftung ausgestattet. "nahdran." heißt das neue Branchen- und Unternehmensmagazin von Veolia Wasser, das im April 2011 erstmals erschienen ist. Es richtet sich besonders an Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Magazin berichtet über aktuelle Entwicklungen im Bereich Wasser, Energie und Nachhaltigkeit. Themenschwerpunkte in 2011 waren unter anderem die Herausforderungen der Wasserwirtschaft von morgen und der Beitrag der Wasserwirtschaft zur Energiewende. Im April 2011 fand der 2. Veolia Partnerschaftstag in Merseburg statt. Dazu trafen sich Geschäftsführer und Beschäftigte von Veolia Wasser-Gesellschaften in Mitteldeutschland, um sich mit ihren Partnern aus Kommunen und Zweckverbänden über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Wasser- und Energiewirtschaft auszutauschen und die Partner aktuell zu informieren. Dazu gab es ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm mit Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und den eigenen Reihen.

Der Schutz unserer Kunden und ihrer Daten ist uns wichtig. 2011 gab es in den Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe wie bereits in den Vorjahren keine juristisch relevanten Beschwerden bezüglich des Schutzes von Kundendaten.



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2009 rosa_pfeil 3113 km
2010 rosa_pfeil 3559 km
2011 rosa_pfeil 3477 km
Länge des Stromleitungsnetzes

Energiewende

Nicht nur der Mensch, sondern auch seine Energieversorgung muss heutzutage flexibel sein: Nach dem Atomausstieg will die Bundesregierung bis zum Jahr 2050 80 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bereitstellen.

Ein Meilenstein auf diesem Weg ist die 2010 in Betrieb genommene, hocheffiziente Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) unseres Braunschweiger Stadtwerks BS|ENERGY. Wenn kein Wind weht oder die Sonne hinter Wolken verschwindet, kann die GuD-Anlage schnell hochgefahren werden. Mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt die Anlage Strom aus Erdgas. Die dabei entstehende Wärme wird gespeichert und bei Bedarf ins Fernwärmenetz eingespeist. Rund 35.000 Tonnen CO2 spart die GuD jährlich ein. Insgesamt konnte BS|ENERGY die KWK-Energieerzeugung auf 39 Prozent an der Gesamtstromerzeugung ausbauen und damit das Ziel der Bundesregierung – 20 Prozent bis 2020 – bereits heute weit übertreffen.

Die Braunschweiger erhalten Strom und Wärme ausschließlich aus dem kernkraftfreien, lokalen Kraftwerkspark. Durch die Nutzung von Biogas und Wasserkraft, eigenen Photovoltaikanlagen und der Beteiligung an einem Windpark steigt der Anteil erneuerbarer Energien weiter an. Das Bekenntnis zur Energiewende zeigt sich auch an den Produkten: So ist mit BS|Naturstrom, dem streng zertifizierten BS|Naturstrom Gold und BS|Klimagas eine klimaneutrale Energieversorgung möglich. Seit Oktober 2011 bietet BS|ENERGY darüber hinaus an drei Tankstellen in Braunschweig Biogas als Kraftstoff an.

Innovativ sind unsere Kollegen besonders bei der Energieeffizienz: So werden bei der Straßenbeleuchtung zunehmend umweltfreundliche LED-Leuchten eingesetzt. BS|ENERGY entwickelte zudem ein innovatives Messverfahren namens LuXY. Dieses ermöglicht über eine GPS-gestützte Standortkarte eine übersichtliche und transparente Analyse der Lichtpunkte in der Stadt. Mit den gewonnenen Daten können Maßnahmen zur Energieeffizienz gezielter umgesetzt werden.

Seit Herbst 2011 praktiziert bei BS|ENERGY ein „Arzt“ der besonderen Art: DR|Haus analysiert den individuellen Verbrauch, berät Kunden in Energiefragen und informiert über Gesetzesvorgaben und Fördermöglichkeiten. Energieberatung bieten auch weitere Stadtwerke der Veolia Wasser-Gruppe an, wie etwa Pulheim, Görlitz und Weißwasser. Darüber hinaus leisten die regionalen Versorger einen eigenen spezifischen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele: So engagieren sich die Stadtwerke Pulheim besonders für den Ausbau der Photovoltaik vor Ort. In Springe wie auch in Braunschweig treiben die Stadtwerke den Ausbau der E-Mobilität weiter voran, die Stadtwerke Thale haben im vergangenen Jahr zwei umweltfreundliche Erdgas- Blockheizkraftwerke (BHKW) in Betrieb genommen, und die Stadtwerke Görlitz bieten seit kurzem sogar Mini-BHKWs für Privatkunden an. Gemeinsam tragen sie dazu bei, den CO2-Ausstoß kontinuierlich zu verringern und erneuerbaren Energien ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Dafür gründete Veolia Wasser 2011 eine unternehmensübergreifende Arbeitsgruppe für Energieeffizienzdienstleistungen. Sie sorgt dafür, dass alle Rädchen ineinandergreifen und die Energiewende gemeinsam Schritt für Schritt auf den Weg gebracht wird.




Klimabilanz

Welchen „Fußabdruck“ hinterlassen die Aufbereitung von Abwasser und die Bereitstellung von Trinkwasser in der Entwicklung des Weltklimas?

Veolia Wasser geht dieser Frage mit einer detaillierten Bilanzierung auf den Grund. Als Basis dient dabei das Konzept des Carbon Footprinting, mit dem bereits zahlreiche Unternehmen den CO2-Ausstoß ihrer Produkte oder Dienstleistungen ermitteln. Nicht zuletzt aufgrund staatlicher Vorgaben: Die Erfüllung der Zusagen aus dem Kyoto-Protokoll ist nachzuweisen, die Europäische Kommission diskutiert die Einführung einer CO2-Steuer, auch die Bundesregierung will den Kohlendioxid-Ausstoß bis Ende 2020 um 20 Prozent senken.

Obwohl es gesetzliche Vorgaben hierzulande noch nicht gibt, haben auch wir begonnen, unseren CO2-Ausstoß zu ermitteln. Denn in der Wasserwirtschaft wird viel Energie eingesetzt – und damit zumeist auch viel Kohlendioxid emittiert. Dabei greifen wir auf Erfahrungen unseres französischen Mutterunternehmens Veolia Environnement zurück, wo Carbon Footprinting bereits erfolgreich in Angebote für Kommunen integriert wird. Die speziell entwickelte Software EC’Eau berechnet die Klimabilanz nach dem Standard Scope 3 des internationalen Treibhausgasprotokolls. Er berücksichtigt neben Herstellungsprozessen auch Energieverbrauch, Lieferketten und Transporte. So bezieht auch EC’Eau alles ein, was sich messen lässt: von der Grabenbreite und -tiefe für die Verlegung eines Abwasserrohrs über die Herstellung von Chemikalien zur Wasseraufbereitung bis hin zum Energieverbrauch des Rasenmähens auf dem Klärwerksgelände. „Das Erheben dieser Daten bedeutet zusätzlichen Aufwand für unsere Niederlassungen, aber so können wir genau erkennen, wo das größte Verbesserungspotenzial liegt“, sagt Daniel Lüdke, der bei den Technischen Diensten von Veolia Wasser als Carbon Correspondent für die Datenerfassung verantwortlich ist. Erste Ergebnisse der Untersuchungen von 2010 liegen nun vor: Den Löwenanteil der Emissionen macht mit rund 23 000 Tonnen CO2 pro Jahr der betriebliche Energieverbrauch aus. Aber auch die Fahrzeugflotte (4 000 Tonnen), die Klärschlammentsorgung (1 140 Tonnen) und der Verbrauch von Chemikalien (1 000 Tonnen) tragen nennenswert dazu bei.

In der Niederlassung Grimma unseres Tochterunternehmens OEWA wurde exemplarisch untersucht, wo die Möglichkeiten zur Verringerung des Fußabdrucks liegen. Dort zeigte sich, dass auch Bautätigkeiten einen hohen Beitrag zu den Emissionen leisten, etwa durch die Herstellung von Materialien und durch Transporte. Zugleich wurde sichtbar, wo bereits CO2- Emissionen eingespart werden, etwa durch Eigenerzeugung von Energie oder verbesserte Klärschlammverwertung.

Wir arbeiten weiter an innovativen Ideen zur Energieeinsparung und -erzeugung, um unseren spezifischen CO2-Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent zu senken – wie es in den Unternehmenszielen festgeschrieben ist. Da Klimaschutz auch für die Kommunen eine immer wichtigere Rolle spielt, bieten wir die Erfassung des Carbon Footprints auch als Dienstleistung für unsere Partner an, die dadurch eine bessere Datengrundlage für ihre eigenen Klimaschutz-Aktivitäten gewinnen.





Bericht Umwelt

Die Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe verfügen aufgrund des unternehmensübergreifenden Aufbaus des Integrierten Managementsystems über ein Gruppenzertifikat für ein auditiertes und zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN 14001. Unsere Managementbeauftragten sorgen gemeinsam mit den Geschäftsführungen dafür, die Unternehmensprozesse durch regelmäßig überprüfte Zielstellungen nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher zu gestalten und Beiträge zur biologischen Vielfalt zu leisten.

Dabei bleiben die Verringerung des Energieverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen wichtige Zielpunkte. Veolia Wasser orientiert sich an den politischen Eckpunkten der Bundesregierung für einen effizienten Klimaschutz und leistet so einen Beitrag zum dazu notwendigen Strukturwandel.

Bericht Umwelt Water2Energy zeigt Weg zum Klimaschutz

So haben wir unser betriebliches Wissen, aktuelle Forschungen und neue Technologien in der Wasser- und Abwasserwirtschaft zusammengetragen und daraus das innovative Programm „Water2Energy“ entwickelt. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz und zielt auf drei Kernpunkte ab: Energie sparen, Energie aus Klärschlamm und Reststoffen gewinnen und verstärkt erneuerbare Energien nutzen.

Durch Co-Vergärung, also die Zugabe von Abfällen und Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie in den Faulprozess, erzeugen wir in den dafür geeigneten Faulungsanlagen Biogas, das in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Klärwerksgelände in Strom und Wärme umgewandelt wird. Damit decken wir bei einem Teil der Kläranlagen nicht nur den eigenen Energiebedarf, sondern speisen den Überschuss sogar ins städtische Netz wie etwa in Gera oder Braunschweig.

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind ein energieintensives Geschäft. Doch solche Modellprojekte zeigen: Wo viel Energie eingesetzt wird, lässt sich durch ausgeklügelte Konzepte auch viel Energie sparen. Trink- und Abwasser lassen sich darüber hinaus auch als erneuerbare Energiequellen nutzen. Water2Energy zeigt damit Innovationspotenziale, die wir als Gruppe für unsere Kunden und für die Gesellschaft nutzbar machen können. Für unsere Unternehmen schaffen wir damit wichtige Wettbewerbsvorteile.
www.veoliawasser.de > Water2Energy

Kennzahl Kohlendioxid (CO2)

Während wir im Bereich Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung den spezifischen Stromverbrauch durch kontinuierliche Effizienzsteigerungen und Optimierungen schrittweise senken konnten, bleiben die Ergebnisse im Bereich der Stadtwerke bisher hinter unseren Zielstellungen zurück.

Der selbstkritische Blick auf unsere eigenen Umwelt-Daten dokumentiert die Umbrüche der Energiewende und unsere Herausforderungen. So sind unsere direkten (selbst produzierten) CO2-Emissionen, die indirekten CO2-Emissionen durch den Zukauf von Strom und Wärme sowie die spezifischen CO2-Emissionen pro Produkteinheit im Berichtsjahr gestiegen.

Die Gründe sind vielfältig und komplex: Die CO2-Emissionen beim zugekauften Strom sind unter anderem gestiegen, weil Atomkraftwerke abgeschaltet wurden und nun im Strommix fossile Brennstoffe einen höheren Anteil einnehmen. Als Versorger mit der gesetzlichen Verantwortung der Versorgungssicherheit für alle Bürger ist eine vollständige Substitution des Kernenergieanteils durch erneuerbare Energien am Strommarkt nicht zu jedem Zeitpunkt möglich. Lücken durch den Wegfall von Kapazitäten der abgeschalteten Atomkraftwerke werden daher teilweise durch den erhöhten Einsatz konventioneller Kraftwerke ausgeglichen. So wurde zum Beispiel auch im Kohlekraftwerk Mehrum, an dem BS|ENERGY mit 16,7 % beteiligt ist, 2011 mehr Strom und damit auch mehr CO2 erzeugt, was sich in einer Erhöhung der spezifischen CO2-Emissionen bei der Eigenstromproduktion niederschlägt.

Bei der Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) haben wir mit dem Betrieb der neuen GuD-Anlage in Braunschweig unsere Eigenstromproduktion im Berichtsjahr fast verdoppelt. Durch KWK wird der Wirkungsgrad einer Energieerzeugungsanlage erheblich gesteigert und somit der Kohlendioxid-Ausstoß verringert.

Darüber hinaus möchten wir 2012 gezielte Maßnahmen zur Senkung des CO2-Fußabdrucks initiieren und mit der Bewertung der CO2-Bilanz von Projekten auch unsere Partner für das Thema sensibilisieren.

Die erhöhten CO2-Emissionen mahnen uns, unsere Anstrengungen zu intensivieren. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht auf zukunftsweisende Projekte wie moderne Erzeugungsanlagen und Forschungsprojekte, durch die wir in den kommenden Jahren den Anforderungen der Energiewende gerecht werden wollen.

Moderne Erzeugungsanlagen

Mit Investitionen in eine effiziente und umweltfreundliche Infrastruktur tragen insbesondere die Stadtwerke der Veolia Wasser-Gruppe dazu bei, die ökologischen Auswirkungen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit zu verringern. Seit Ende 2010 erzeugt das neue Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) Braunschweig am Standort HKW-Mitte Strom und Wärme. Mit Erdgas als CO2-ärmstem fossilen Brennstoff liefert es schnell und flexibel Energie, wenn Wind und Sonne ausbleiben. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist mit einem Wirkungsgrad von nahezu 90 % eines der effizientesten Verfahren. Im Vergleich zur konventionellen Energieversorgung senken erdgasbetriebene BHKW den Primärenergiebedarf um bis zu 40 und den CO2-Ausstoß um rund 60 %. 2012 gehen am Standort Wärmespeicher in Betrieb, damit die GuD künftig Strom auch unabhängig vom aktuellen Wärmebedarf mit hohem Gesamtwirkungsgrad erzeugen kann. BS|ENERGY begann im letzten Jahr den Bau einer 250 Meter langen Biogasstichleitung. Sie soll künftig das Klärwerk Steinhof an die Biogasleitung des Unternehmens anschließen, die die Biogasanlage des Abwasserverbands in Hillerse mit dem 2007 errichteten BHKW in Ölper verbindet. Damit wird das fortschrittliche Biogasprojekt mit geschlossenem Versorgungskreislauf optimiert.

Darüber hinaus ersetzte BS|ENERGY 2011 das alte BHKW im Braunschweiger Stadtteil Stöckheim durch ein neues mit höherer Leistung. Die Stadtwerke Thale nahmen 2011 ebenfalls zwei neue BHKW in Betrieb, die rund 350 Wohnungen mit Wärme und etwa 900 Haushalte mit Strom versorgen.

Das Dach des Wasserwerks Grimma wurde mit einer Photovoltaik- Anlage bedeckt, die so viel Strom erzeugen kann, wie für 26 Drei-Personen-Haushalte benötigt wird. Bauherr war der Versorgungsverband Grimma-Geithain, projektverantwortlich die OEWA-Niederlassung Grimma.

Veolia als Innovationstreiber

Wir setzen darauf, mit fundierten Kenntnissen über die Herausforderungen und Lösungsansätze in unseren Tätigkeitsfeldern einen echten Wissensvorsprung am Markt zu erlangen. Auch 2011 trug die gemeinnützige Forschungsgesellschaft Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) zur Umsetzung der Prinzipien von Vorsorge und Nachhaltigkeit in der Wasserwirtschaft bei. Der Hauptgesellschafter des KWB ist Veolia Wasser. Weitere Gesellschafter sind die Berliner Wasserbetriebe sowie die TSB Technologiestiftung Berlin. Schwerpunkte waren neben der Entwicklung von Innovationen insbesondere Projekte zur Erarbeitung von Kenntnissen und Verfahren zum Schutz des Oberflächen- und Grundwassers.
www.kompetenz-wasser.de

Im Bereich Stadtwerke konzentrierten sich die Forschungsvorhaben auf zwei Bereiche: So arbeitet BS|ENERGY seit 2011 mit der TU Braunschweig auf dem Gebiet „smart metering“ zusammen. Im Rahmen des Projekts „Primove“ zur Elektromobilität für den Öffentlichen Personennahverkehr wird die induktive Aufladung von Elektrobussen getestet. Das Projekt ist bei der Bewerbung der Metropolregion für eines der nationalen „Schaufenster“ für Elektromobilität berücksichtigt worden.

Im Bereich Trink- und Abwasser entwickelten die Berliner Wasserbetriebe ein Verfahren für Kläranlagen, mit dem Phosphor aus Abwasser zurückgewonnen wird. Das dabei gewonnene Magnesium-Ammonium-Phosphat wird als mineralischer Langzeitdünger unter dem Markennamen „Berliner Pflanze“ verkauft. Das Klärwerk Waßmannsdorf spart dadurch pro Tonne des Mineraldüngers ein CO2- Äquivalent von 890 kg ein.
www.bwb.de
www.veoliawasser.de > Presse/Publikationen > nahdran 2|2012

Zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen

Mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen unterstützen die Stadtwerke der Veolia Wasser-Gruppe die klimafreundliche Energieversorgung ihrer Kunden. Beim Klimaschutzkonzept der Stadt Braunschweig ist BS|ENERGY als wesentlicher Partner für die Erfüllung der Klimaschutzziele genannt und bringt sich beim Zweckverband Großraum Braunschweig für das Regionale Energie- und Klimaschutzkonzept (REnKCO2) mit der Zuarbeit von Daten und der Festlegung von Schwerpunkten ein. Seit 2011 beliefert BS|ENERGY darüber hinaus alle drei lokalen Erdgastankstellen mit Bioerdgas und fördert jedes in Braunschweig zugelassene Erdgasfahrzeug mit einem Tankgutschein.
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Besonders engagiert im Klimaschutz sind BS|ENERGY und die Stadtwerke, an denen das Unternehmen direkt beteiligt ist. Sie sparten 2011 durch den Absatz von 2 952 529 kWh Klimagas 550 Tonnen Kohlendioxid ein. Der gesteigerte Absatz von Naturstrom in Höhe von 12 972 231 kWh sparte im Berichtszeitraum 7 913 Tonnen Kohlendioxid ein. Des Weiteren eröffnete BS|ENERGY 2011 die dritte Naturstrom-Ladesäule in Braunschweig und stellte den Parkrangern im Naturschutzgebiet Riddagshausen einen Elektroroller zur Verfügung.

Mit dem neu entwickelten Messverfahren LuXY misst BS|ENERGY die Beleuchtungsstärke ihrer Stadtbeleuchtung in kurzen Zeitintervallen und ordnet jedem Messwert eine GPS-Koordinate zu. Dadurch wird der Status von Optimierungsmaßnahmen anschaulich auf einer digitalen Karte dargestellt.

Die Stadtwerke Springe leisten ihren Beitrag zur Energiewende, indem sie den Kernenergieanteil im Basistarif Springe|Strom auf null reduzierten. Darüber hinaus eröffneten die Stadtwerke vor ihrem Kundenbüro die erste öffentliche Naturstrom-Tankstelle.
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Mit dem Energieberatungsteam DR|Haus von BS|ENERGY, dem Thermografie-Paket der Stadtwerke Pulheim und vergleichbaren Angeboten der Stadtwerke Weißwasser und Görlitz helfen wir unseren Kunden, ihren Energieverbrauch zu senken.

Umweltfreundliche Verwaltung

Veolia Wasser setzt schrittweise so genannte Thin Clients ein, die 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Technik benötigen, und stattet sich mit virtuellen Servern aus. Die Umstellung auf virtuelle Server spart allein im Rechenzentrum von BS|ENERGY, wo mehr als 1 300 Server virtuell betrieben werden, rund 2 GWh Strom und damit mehr als 1 200 Tonnen CO2 pro Jahr.

Die Einführung des e-Procurementsystems von BS|ENERGY 2011 ermöglicht es, die Prozesskosten von der Bedarfsentstehung bis hin zur Bezahlung zu senken. Im Detail gelang das pro Bestellvorgang um etwa 53 Euro. Der zukunftsweisende Beschaffungsprozess ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch, denn es entfallen Druck und Transport der Unterlagen. Außerdem fördert er nachhaltige Auswahlkriterien und die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten. Der Prozess soll in weiteren Gesellschaften der Gruppe eingeführt werden.

Biologische Vielfalt erhalten

Im Rahmen der Kooperation mit dem NABU Bundesverband besuchten Artenschutz-Experten 2011 die Kläranlagen Plau am See, Schönebeck und Storkow (OEWA), die Niederlassung Döbeln (OEWA) sowie das Wasserwerk Köthen-Süd (MIDEWA). Dabei wurden das Potenzial der Standorte für biologische Vielfalt bewertet und Vorschläge zur Verbesserung erarbeitet. Die Veolia-weite Zielstellung, die Artenvielfalt an unseren Standorten zu fördern, und die NABU-Empfehlungen an den Standorten gaben vielfach Anstoß für eigene Aktivitäten.
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Auf dem Gelände des Klärwerks in Schönebeck identifizierte der NABU viele geschützte Arten. Die Umsetzung von Maßnahmen wie beispielsweise das Anlegen von Nisthilfen, Trockenmauern und Lesesteinhaufen sowie der Bau eines Insektenhotels ist für das kommende Jahr geplant. Bereits erfolgreich war die Ansiedelung von sieben Bienenvölkern auf dem Gelände des Heizkraftwerks Mitte in Braunschweig. Der Bienenstand wird ehrenamtlich von Lehrern betreut und auch für Projekte im Bereich Umweltbildung mit Schülern genutzt. Eine besondere Überraschung war 2011 die Entdeckung eines Langzehen-Strandläufers, der in Sibirien beheimatet ist, auf den von der SE|BS bewirtschafteten Rieselfeldern im Nordwesten Braunschweigs. Dies ist ein Beleg für die umweltfreundliche Bewirtschaftung der Rieselfelder. Der braun-weiß gesprenkelte Watvogel, der erstmals in Deutschland beobachtet wurde, lockte Vogelkundler aus ganz Europa an.

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-60%

Die Chance, genau hinzusehen

„Die nehmen das ja richtig ernst“ – so der erstaunte Kommentar eines Abwassermonteurs zur Mitarbeiterbefragung. Alle Beschäftigten der Veolia Wasser-Gruppe waren im Mai 2011 aufgefordert, ihre Meinung zur persönlichen Arbeitssituation und -organisation, zu ihren Entwicklungsmöglichkeiten und zur Führungskultur im Unternehmen mitzuteilen.

Jan Meier, Personalmanager von Veolia Wasser, kann den Eindruck des Kollegen bestätigen: „Uns war klar, dass eine Befragung nur dann Sinn macht, wenn wir die Ergebnisse anschließend diskutieren und Maßnahmen im Unternehmen ergreifen. Alle Beteiligten inklusive Geschäftsleitung und Betriebsrat haben dafür bereits im Vorfeld zusammengearbeitet.“

Nach der Auswertung der Fragebögen wurden Workshops ins Leben gerufen, um an Verbesserungsvorschlägen zu arbeiten. Um die angesprochenen Probleme, die von Ort zu Ort sehr unterschiedlich ausgeprägt sind, ganz konkret anzugehen, setzten sich die Mitarbeiter direkt in den Niederlassungen damit auseinander. So interessierten sich die Mitarbeiter in der Leipziger Hauptverwaltung mehr für Strategien und die Unternehmensentwicklung, während den Monteuren in einer Niederlassung eher daran lag, am Wochenanfang einen strukturierten Überblick über ihre Aufgaben zu gewinnen. Manchmal hängt der „Haussegen“ auch nur schief, weil der Vorgesetzte nicht grüßt oder für Feedback schlecht empfänglich ist.

Aus den Ergebnissen der Workshops ließen sich konkrete Ziele ableiten, die schließlich in die jeweiligen Unternehmensziele integriert wurden. Als Maßnahmen ergaben sich daraus unter anderem, regelmäßige Dienstbesprechungen einzurichten, Verantwortlichkeiten oder Vertretungsregelungen klar zu beschreiben oder Lob und konstruktive Kritik in die Unternehmenskultur zu integrieren.

Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird dies nun umgesetzt und von der Managementbeauftragten begleitet. „Den Fehler, diese Aufgabe an eine zentrale Abteilung auszulagern und die Gefahr, dass sie dort versandet, haben wir bewusst vermieden“, so Personalmanager Meier.

Insgesamt ist er mit den Ergebnissen zufrieden: Mit über 60 Prozent war die Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung im Vergleich zur letzten Befragung um zehn Prozent gestiegen. Der so genannte Zufriedenheitsindex erreichte mit 72,3 Prozent ein gutes Ergebnis. Vor allem Leistungen im Bereich Weiterbildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie kamen bei den Beschäftigten gut an. Allerdings: Über einen Kamm scheren kann man die Ergebnisse nicht, denn zwischen einigen Unternehmen der Gruppe gibt es große Unterschiede, die in einer Gesamtstatistik zunächst nicht sichtbar werden. Meier sieht deshalb eine Chance darin, genau hinzusehen: „Spätestens bei unserer nächsten Befragung 2013 wissen wir, ob es erfolgreich war“.





60 % Beteiligung
72,3 % Zufriedenheit

Bericht Beschäftigte



Die Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe arbeiten in engem Kontakt mit ihren Partnern in Kommunen, Industrie und Gewerbe sowie mit den Bürgerinnen und Bürgern im Bereich der Daseinsvorsorge. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe sind engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg. Die Förderung unserer Mitarbeiter in Form von Weiterbildungsmaßnahmen, Gesundheitsförderung und anderen betrieblichen Leistungen ist essenzieller Bestandteil unseres Personalmanagements. 2011 hatten wir uns das Ziel gesetzt, jedem unserer Beschäftigten mindestens eine bedarfsgerechte Weiterbildung pro Jahr anzubieten. Wie schon in den letzten Jahren gelang dies der Veolia Wasser-Gruppe mit durchschnittlich zwei Weiterbildungen je Mitarbeiter bestens.

Die Personalstrategie der Veolia Wasser-Gruppe trug dazu bei, dass Veolia Environnement und damit auch die Tochtergesellschaft Veolia Wasser mit dem Gütesiegel „Top Arbeitgeber Deutschland 2011“ ausgezeichnet wurde. Der Zertifizierung des Researchunternehmens CRF Institute liegt eine umfassende Untersuchung zugrunde, die Kriterien wie Karrieremöglichkeiten, individuelle Personalentwicklung, Familienfreundlichkeit und Unternehmenskultur bewertet. Die Auszeichnung bescheinigt den vier Unternehmensbereichen Wasser, Umweltservice, Energie und Verkehr wie in den vergangenen Jahren ein herausragendes und modernes Personalmanagement.

Um unser Engagement für die Förderung von Hochschulabsolventen und jungen Berufstätigen zu verdeutlichen, richten wir im Nachhaltigkeitsbericht 2011 unseren Fokus auf Initiativen und Maßnahmen, die wir zur Förderung unserer Mitarbeiter eingeleitet oder fortgeführt haben.

Ebenso wie in den zurückliegenden Jahren stellte 2011 die Erzielung einer Ausbildungsquote von 8 % einen Schwerpunkt unserer Personalarbeit dar. Dieses Ziel konnten wir mit einer Quote von nur 7,4 % jedoch erneut nicht erreichen, da es uns nicht gelang, ausreichend geeignete Bewerber für unsere technisch-mathematisch anspruchsvollen Berufe zu finden. Diese Entwicklung verfolgen wir mit Sorge. Für das Jahr 2012 wird das Erreichen der Quote daher weiterhin hohe Priorität haben.

Mitarbeiterstruktur

Die Veolia Wasser-Gruppe (ohne Berliner Wasserbetriebe) beschäftigte per 31.12.2011 insgesamt 2 742 Mitarbeiter. Die Gesamtzahl setzt sich wie folgt zusammen:
  • 2 241 Mitarbeiter mit Vollzeitregelung
  • 299 Mitarbeiter mit Teilzeitregelung
  • 202 Mitarbeiter mit Ausbildungsvertrag


Darüber hinaus arbeiteten 77 Praktikanten und wenige Leiharbeiter (25,75 Vollbeschäftigten-Einheiten) bei Veolia Wasser. Bei hohem Projektaufkommen, als Ersatz während der Elternzeit und bei einzelnen Krankheitsfällen kann der kurzfristige Bedarf an Arbeitskräften teilweise nicht am Markt gedeckt werden. Für diese Situationen stellen Leiharbeiter eine geeignete Unterstützung dar und können die notwendige Anzahl an Überstunden begrenzen.

Der Frauenanteil betrug
  • 30,9 % an der Gesamtbelegschaft und
  • 27,0 % an den Führungskräften.

Der Altersdurchschnitt unserer Beschäftigten lag im Berichtszeitraum bei 42,0 Jahren.

Weiterbildung und Wertschätzung

Wir bieten unseren Mitarbeitern Entwicklungsperspektiven im Unternehmen. Dabei spielen Weiterbildungsmaßnahmen eine wesentliche Rolle. Mit einer Weiterbildungsquote von 84 % liegt die Veolia Wasser-Gruppe weit über dem Branchendurchschnitt von 55 %. Rund 19 % der Teilnehmer an Weiterbildungen waren Führungskräfte. Veolia Wasser investierte 2011 durchschnittlich 897 Euro in die Weiterbildung jedes Mitarbeiters.

Vielfältige Angebote zur Gesundheitsförderung und zum unternehmensweiten Erfahrungsaustausch mit Kollegen tragen ebenfalls zu einem guten Betriebsklima bei. Diese Angebote stehen allen Mitarbeitern zur Verfügung. So verbesserte beispielsweise die OTWA 2011 insbesondere die Sportangebote für ihre Mitarbeiter. Jede Gesellschaft der Gruppe beteiligt sich darüber hinaus an tariflich vereinbarten Angeboten zur Altersvorsorge.

Die Zahl der Einstellungen lag im Berichtszentrum mit 187 niedriger als im Vorjahr (269). Die Zahl der Austritte erhöhte sich hingegen von 202 auf 250.

80,0 % 2009
80,3 % 2010
84,2 % 2011

Familienfreundliches Unternehmen

2011 waren in den Unternehmen der Veolia Wasser-Gruppe 54 Personen insgesamt 7 057 Tage in Elternzeit – darunter 28 Männer und 26 Frauen. Das ist ein Trend, der uns vor neue Herausforderungen stellt. Denn der Aufwand, die wegfallende Arbeitsleistung zu ersetzen, unterscheidet sich bei Männern und Frauen: Bei Frauen, die aufgrund von Schwangerschaft und Elternzeit in der Regel für mindestens ein Jahr aussetzen, wird der Arbeitsplatz in vielen Fällen befristet neu besetzt. Für Männer, die in den meisten Fällen lediglich für einen Zeitraum von zwei Monaten wegbleiben, ist ein Verteilen von Tätigkeiten im Team erforderlich, um die Aufgaben abzudecken, was die Zahl notwendiger Überstunden erhöht.

Die Gesellschaften der Veolia Wasser-Gruppe bieten ihren Beschäftigten vielfältige Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So hat die OEWA beispielsweise mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, der Möglichkeit des mobilen Arbeitens oder der Unterstützung bei der Betreuung von Kindern gute Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Anspruch einer modernen, familienbewussten Personalpolitik gerecht werden. Hierfür wurden 2011 neben der OEWA die Unternehmen MIDEWA und BS|ENERGY-Gruppe zum wiederholten Mal von der berufundfamilie gGmbH als familienfreundlich ausgezeichnet. Das Zertifikat würdigt bisherige Aktivitäten und verankert die Weiterentwicklung familienbewusster Personalpolitik. Die Auszeichnung umfasst eine dreijährige Zielvereinbarung, die von der jeweiligen Geschäftsführung und dem jeweiligen Betriebsrat unterzeichnet wurde und mit Handlungsfeldern und Budget untersetzt ist. Die vereinbarten Maßnahmen werden in den kommenden Jahren mit Unterstützung einer Steuergruppe und interessierter Mitarbeiter ausgearbeitet.

Mitarbeiter als Botschafter von Nachhaltigkeit

Wir möchten erreichen, dass jeder in der Veolia Wasser-Gruppe für eine nachhaltige Entwicklung Verantwortung übernimmt und sich selbst als Botschafter für Nachhaltigkeit versteht. Die neue Umweltbroschüre für Beschäftigte gibt konkrete Empfehlungen für nachhaltiges Verhalten im Alltag. Um Mitarbeiter und interne Initiativen für nachhaltiges Handeln zu würdigen, wurde 2011 erneut der Nachhaltigkeitspreis in der Unternehmensgruppe Veolia Wasser ausgeschrieben. Zu den drei Siegern gehört ein Team der MIDEWA mit dem Projekt Grundwassersanierung Leuna, das die Kompetenzen des Unternehmens sinnvoll nutzt und erweitert sowie um eine SCC-Zertifizierung ergänzt, wesentliche Umweltverbesserungen bewirkt und darüber hinaus qualifizierte Arbeitsplätze sichert. Ausgezeichnet wurde zudem Fereshte Sedehizade von den Berliner Wasserbetrieben für das Projekt AquaBioTox – einem zusätzlichen Instrument der Qualitätsüberwachung von Trinkwasser. Ebenfalls einen Preis erhielt Duy Le von BS|ENERGY, der innerhalb seines Teams dafür sorgt, dass sozial schwächere Kinder, Jugendliche und Familien kostenlose Eintrittskarten für große Sponsoringveranstaltungen des Unternehmens erhalten und damit am kulturellen Leben der Stadt teilhaben können.

Entlohnung und Gleichberechtigung

In Deutschland gibt es keinen allgemeinen, für alle Arbeitsverhältnisse gültigen, durch Gesetze festgeschriebenen Mindestlohn. 95 % der Beschäftigten der Veolia Wasser- Gruppe werden nach Tarif bezahlt. Bei außertariflichen und leitenden Angestellten orientiert sich Veolia Wasser bei der Einkommensfindung grundsätzlich am Markt, das heißt, am Vergleich mit anderen Unternehmen. Des Weiteren ist die Bezahlung der Beschäftigten abhängig von der Funktion und dem Tätigkeitsbereich. Die Löhne und Gehälter der angestellten Mitarbeiter im Wasser-, Abwasser- und Energiebereich liegen über dem politisch diskutierten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Eine Ausnahme bilden die Mitarbeiter der Bäder, wo es teilweise eigene tarifliche Vereinbarungen gibt. Männer und Frauen werden in gleicher Position mit gleichem Gehalt entlohnt. Bei der Veolia Wasser-Gruppe gab es 2011 keine juristisch relevanten Fälle von Diskriminierung im Sinne des Bundesgleichstellungsgesetzes.

Es gibt keine speziellen, tariflich vereinbarten Mitteilungsfristen in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen. Vielmehr arbeiteten die Geschäftsführungen der Veolia Wasser-Gruppe eng mit ihren Betriebsräten entsprechend den hierfür geltenden gesetzlichen Regelungen auch zur Informationspflicht zusammen. Ergänzt wird dies durch die Zusammenarbeit der Geschäftsführung der Veolia Wasser GmbH mit der von den verschiedenen Betriebsräten gebildeten Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte (ARGE).

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz genießen bei uns höchsten Stellenwert. Daher ist die Unternehmensgruppe seit 2007 nach BS OHSAS 18001, der Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz-Management, zertifiziert. Wir setzen uns für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter auch über den Arbeitsplatz hinaus ein. Das erfordert die Einhaltung aller eigenen und rechtlichen Anforderungen und Standards, aber auch die hohe Motivation und das Mitwirken aller Mitarbeiter. Kontinuierlich werden Risiken und Gefährdungen, die von Anlagen und Tätigkeiten ausgehen, ermittelt und bewertet sowie betriebliche Maßnahmen zur Prävention weiterentwickelt. So sanken die Unfallzahlen in der Veolia Wasser-Gruppe (ohne BWB) von 48 meldepflichtigen Unfällen auf 36. Es gab keine Todesfälle. 2011 hatten die Unternehmen OTWA, Infra Service Sachsen Anhalt und MHWA keine meldepflichtigen Unfälle zu verzeichnen und wurden mit dem „Goldenen Helm“ ausgezeichnet

Das betriebliche Gesundheitsmanagement wurde 2011 weiterentwickelt. So fand z.B. bei BS|ENERGY ein Gesundheitstag unter dem Motto „Alles Fett oder was?“ statt. Die MIDEWA initiierte Servicebereichs-Gesundheitstage, ein Familiensportfest und Angebote zu den Themen Sucht und Stressbewältigung sowie Aktivkurse. Zum 12. Mal fand das traditionelle Sportfest der Veolia Wasser-Gruppe statt, dieses Mal mit rund 1 000 Beschäftigten am Standort der OTWA in Gera.

2011 beherrschte über mehrere Wochen die ungewöhnlich hohe Anzahl an Infektionserkrankungen mit dem Darmbakterium EHEC die Medien. Hinweise und Informationen zu Hygieneregeln im beruflichen und privaten Umfeld erfolgten umgehend. Die vorhandenen Pandemie-Notfallpläne in der Veolia Wasser-Gruppe wurden überprüft und, soweit erforderlich, aktualisiert.



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30,9 % Frauenanteil gesamt
27,0 % Frauenanteil an den Führungskräften
Tage in Elternzeit
70 %
30 %

Vom Sponsoring zur Kooperation

Klassisches Sponsoring gibt uns die Möglichkeit, wichtige gesellschaftliche Belange aktiv durch einen Beitrag zu unterstützen und unsere Zielgruppen direkt vor Ort zu erreichen. Darum sponsern wir eine Vielzahl an kulturellen, sportlichen und sozialen Projekten in den Regionen, in denen wir präsent sind.

So unterstützt zum Beispiel unser Tochterunternehmen OTWA seit 2005 den Köstritzer Werfertag – das wichtigste regionale Sportereignis in Ostthüringen. Bei der Veranstaltung wird jedes Jahr der OTWA-Nachwuchscup für Nachwuchssportler ausgelobt. Spätere Weltklasseathleten wie Diskus-Vizeweltmeisterin Nadine Müller oder Kugelstoßweltmeister David Storl sammelten dort schon in jungen Jahren Wettkampferfahrung.

Dank der langfristigen Partnerschaft gewinnen wir als verlässliche Förderer an Bekanntheit und Vertrauen in der Region. Von diesem Sponsoring in seiner klassischen Form profitieren alle Beteiligten – Sportler, Bürger, Mitarbeiter.

Angesichts drängender gesellschaftlicher Herausforderungen möchten wir mehr leisten und einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, der über das gemeinsame Projekt hinausgeht. Dazu braucht es mutige Macher, aber auch einen Rahmen, der nicht zu Wohlwollen verpflichtet, sondern zu Offenheit und konstruktiver Zusammenarbeit einlädt.

Die Landschaft innovativer Kooperationen wird zusehends bunter. Auch wir fördern Projekte, die über das klassische Sponsoring hinausgehen. So fördert Veolia Wasser seit 2010 die Renaturierung der Unteren Havel – ein Projekt des NABU-Bundesverbands.

Die finanzielle Unterstützung verbinden wir mit der Beratung in Sachen Biodiversität durch NABU-Experten an unseren Standorten. Bei den persönlichen Begegnungen lernen sich Veolia-Mitarbeiter und NABU-Aktive kennen, bauen Vorurteile ab und Wissen auf. So unterstützen viele praktische Ratschläge unsere Kollegen dabei, die Lebensbedingungen geschützter Arten zu verbessern. Zugleich waren unsere NABU-Partner auch erstaunt angesichts der naturnahen Bewirtschaftung unserer wasserwirtschaftlichen Flächen. Da diese zu einem Großteil nicht im Besitz der Veolia Wasser-Gesellschaften sind, sondern den Kommunen gehören, haben wir auch das Gespräch mit den kommunalen Auftraggebern gesucht. Denn unser Ziel ist es, allerorts bessere Rahmenbedingungen für die biologische Vielfalt zu schaffen. Schließlich konnten wir gemeinsam mit dem NABU Bürger für die Naturschätze an unseren Standorten begeistern. Am Ende geht die Rechnung für alle Beteiligten auf: Eins und eins ergeben mindestens drei!



Bericht Gesellschaft

Verantwortliches Handeln und die Analyse der öffentlichen Wahrnehmung gehen bei uns Hand in Hand. Um noch besser zu verstehen, wie Kunden und Geschäftspartner unsere Dienstleistungen wahrnehmen und bewerten, führten wir 2011 eine Imageanalyse durch. Im europäischen Branchenvergleich erhielten wir durchschnittliche Bewertungen, im Bundesgebiet wurden wir besser bewertet als in Berlin. Bestehende Kunden schätzen uns demnach deutlich mehr als Nicht-Kunden, vor allem hinsichtlich Vertrauen, regionalen Engagements und Partnerschaft. Darum bringen wir uns auch in Zukunft mit unseren Mitteln in das zivilgesellschaftliche Leben unserer Vertragsregionen ein. Dies ist in vielen Projekten sogar Teil der Verträge mit den Zweckverbänden und Kommunen. Unsere Schwerpunkte sind Sport, Kultur, Bildung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Biodiversität.

Bürgerschaftliches Engagement

In unserem bürgerschaftlichen Engagement setzen wir nicht nur auf Sponsoring, durch das regionale Projekte ermöglicht werden, sondern zunehmend auf Kooperationen. Mit diesen auf Gegenseitigkeit ausgerichteten Projekten fördern wir gezielt den Austausch zwischen unseren Mitarbeitern und externen Interessengruppen und erzielen damit Mehrwert auf beiden Seiten. Doch nicht nur das Unternehmen Veolia Wasser, auch unsere Mitarbeiter selbst tragen zu einer nachhaltigen Entwicklung an unseren Standorten bei.

Ehrenamtliches Engagement

In vielen Ehrenämtern unterstützen Veolia-Mitarbeiter wichtige gesellschaftliche Anliegen und bereichern damit den Lebensalltag der Menschen. Die Veolia Wasser-Gruppe sowie die Veolia Stiftung fördern das freiwillige Engagement der Mitarbeiter.

Das Förderkonzept der Veolia Stiftung verknüpft das unternehmerische Engagement mit dem ehrenamtlichen Einsatz der Mitarbeiter an den Standorten. Dabei erhalten die ausgewählten gemeinnützigen Projekte sowohl eine finanzielle Förderung als auch Unterstützung von einer Patin oder einem Paten aus der Veolia-Gruppe. Sie begleiten die Projekte und bringen Zeit, Wissen, Ideen und Erfahrungen ein. 18 der insgesamt 29 Paten für die Förderprojekte der Veolia Stiftung kamen aus der Veolia Wasser-Gruppe.

Auch die BS|ENERGY-Gruppe förderte das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter. Bereits zum vierten Mal stellte sie 2011 über das betriebliche Freiwilligenprogramm namens 50x500 insgesamt 25 000 Euro für ehrenamtliche Projekte der Mitarbeiter zur Verfügung.

Zusätzlich zu ihrer kontinuierlichen Fördertätigkeit koordinierte die Veolia Stiftung 2011 eine Spendenaktion der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan.

Veolia Stiftung

Mit der Unterstützung der Veolia Stiftung und der OTWA Ostthüringer Wasser und Abwasser wurde die Umgestaltung und Renaturierung der Stadtbachkaskade im Jugendfreizeitpark der Stadt Zeulenroda-Triebes möglich. Die Stiftungsmittel in Höhe von 15.000 Euro kamen dem naturnahen Ausbau des ehemaligen Geröllfangs und dem Anlegen eines Fuß- und Radweges zugute. Pate Kai Steigert von der OTWA unterstützte den Jugendverein Römer bei der Vorbereitung und Koordinierung der Bauarbeiten.

Die Schunteraue in Braunschweig wurde zwischen 2009 und 2011 aufwändig renaturiert. Um die 25 Hektar große Fläche auf natürliche Art in Stand zu halten, sollen hier ganzjährig Wasserbüffel und Rinder weiden. Die Veolia Stiftung unterstützte den Bau von Zäunen und Unterständen für die Tiere mit 10.000 Euro. Pate Hartmut Schmidt von der Stadtentwässerung Braunschweig kennt und schätzt die Initiatoren seit langem und kann sie mit Erfahrungen und Kontakten unterstützen.

Im Interesse hoher Transparenz ihrer Arbeit gegenüber der Öffentlichkeit trat die Veolia Stiftung 2011 der Initiative Transparente Zivilgesellschaft des Vereins Transparency Deutschland bei. Ab sofort stehen die zehn wichtigsten Informationen – etwa zu Personalstruktur, Mittelherkunft und -verwendung, Jahresbericht und Steuerbegünstigung – auf der Stiftungswebsite zur Verfügung. www.veolia-stiftung.de

gesellschaft_tabelle_01
2009 1.724.000 €
2010 1.824.000 €
2011 1.971.000 €
Ausgaben für Wissenschaft und Forschung

Unterm Strich:
Zielerreichung 2011

Ziele 2011 Erreicht Weiter Verfolgt
 
Markt
 
Wir setzen uns dafür ein, die spezifischen realen Trinkwasserverluste im Vergleich zu 2010 weiter zu verringern und die TrinkwVO-Grenzwerte in unserem Verantwortungsbereich zu 100 % einzuhalten.
Wir streben einen kontinuierlichen Zuwachs der Wertschöpfung bei allen bestehenden und neuen Projekten an.
Wir erschließen neue Dienstleistungsfelder.
Wir unterstützen Kommunen bei der Gründung eigener Stadtwerke und beim Aufbau von Ver- und Entsorgungsstrukturen unter Berücksichtigung des Wandels in Umwelt und Gesellschaft.
Wir berücksichtigen zunehmend bei unserer Lieferantenauswahl auch die Einhaltung von Nachhaltigkeitsaspekten. Wir führen mindestens zwei Nachhaltigkeitsaudits bei den wichtigsten Lieferanten mit hohem Risikopotenzial durch.
Wir bieten papierlose Kommunikation für eine wachsende Anzahl von Kunden an.
Wir bauen Energieberatung als Dienstleistung an allen Stadtwerkestandorten aus.
Wir analysieren regelmäßig die Kundenzufriedenheit.
Wir steigern die Umweltfreundlichkeit für Kunden und Partner durch das Angebot von z.B. nachhaltiger Energieversorgung und innovativen Produkten.
Wir fördern innovative Technologien und Methoden, um auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet zu sein.
 
Umwelt
 
Wir senken den spezifischen Energieverbrauch beim Betrieb eigener Anlagen im Vergleich zu 2006 im Wasserbereich um 15 %, im Energiebereich um 10 %. Bis 2012 Bis 2012
Wir senken den spezifischen C02-Ausstoß im Vergleich zu 2006 um 20 %. Bis 2012 Bis 2012
Wir initiieren mindestens ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt an all unseren Standorten.
Reduzierung des Fremdbezugs an Energie im Wasser- und Abwasserbereich um 15 % bis 2012 gegenüber dem Bezugsjahr 2007.
Wir beschränken die Mobilität auf ein notwendiges Maß und nutzen moderne Kommunikationsmittel. Dabei berücksichtigen wir das Konzept Carbon Footprint, d.h. möglichst Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Videokonferenzen, bessere Terminplanung, umweltfreundliche PKW etc. Ziel nicht messbar und nicht weitergeführt, jedoch weiter Vorrang für öffentliche Verkehrsmittel und Videokonferenzen
Wir steigern den Anteil der erneuerbaren Energie bei der Stromerzeugung auch im Trink- und Abwasserbereich.
 
Beschäftigte
 
Wir untermauern Gesundheitsförderung und Familienfreundlichkeit in jeder Gesellschaft mit konkreten Maßnahmen.
Wir streben auch weiterhin eine Ausbildungsquote von 8 % und die leistungsabhängige Weiterbeschäftigung der Jungfacharbeiter an.
Wir bieten jedem Beschäftigten mindestens eine bedarfsgerechte Weiterbildung pro Jahr.
Wir senken die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle auf Null.
Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter kontinuierlich für die Einhaltung unserer Anti-Korruptionsgrundsätze.

Nachhatltige Unternehmensführung mit intergrierten Zielen

Bis 2011 wurden die Nachhaltigkeitsziele unabhängig von den Unternehmenszielen der Veolia Wasser-Gruppe verfolgt. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes und einer konsequenten Zielverfolgung wurden nun die Nachhaltigkeitsziele sowie die Unternehmensziele in ein Zielsystem integriert. Diese Ziele gelten ab dem Berichtsjahr 2012.

Nachhaltigkeit wird durch diese integrierte Zielstruktur als zentrales Anliegen der Unternehmensgruppe positioniert. Sowohl Managementstrukturen als auch ein klares Zielsystem sorgen dafür, Nachhaltigkeit in allen Gesellschaften der Veolia Wasser-Gruppe verbindlich zu verankern.

Die neuen Ziele entsprechen den Schwerpunkten Kerngeschäft, neue Geschäftsfelder, Effizienzsteigerung, Führung und Beschäftigung sowie Ressourceneinsatz. Jeder Schwerpunkt umfasst verschiedene konkrete Ziele.

Das integrierte Zielsystem von Veolia Wasser ab 2012

Veolia Wasser überzeugt am Markt durch Effizienz, Innovation und bedarfsgerechte Lösungen und baut seine Marktposition durch nachhaltiges Wachstum aus.

  • Im Wasserbereich wollen wir 2012 jedes dritte Projekt gewinnen, bei dem wir unter wirtschaftlichen Bedingungen ein Angebot abgegeben haben.
  • Wir wollen unsere Anteile an den Berliner Wasserbetrieben aufstocken.
  • Im Energiebereich wollen wir 2012 ein organisches Wachstum von plus 2 % p.a. des marktbereinigten EBITDA erzielen. Ferner wollen wir erstmals ein Betriebsführungsprojekt gewinnen.
  • Kommen Beteiligungen an großen Wasser- oder Energieversorgungsunternehmen auf den Markt, wollen wir mindestens eine gewinnen.


Außerhalb des Kerngeschäfts baut Veolia im Rahmen seines organischen Wachstums seine Tätigkeiten in 2012 um 20 % gegenüber 2011 weiter aus. Tätigkeiten in den Bereichen Schwimmbäder, Straßenbeleuchtung, Beratungsdienstleistungen, Energiedienstleistungen, Autobahnraststätten, Flughäfen und Häfen etc. sollen zunehmen.

  • Wir wollen die Bedürfnisse unserer Kunden besser erfüllen und führen dazu Endkundenbefragungen durch, leiten daraus Maßnahmen ab und setzen diese um.


Alle neuen Projekte entsprechen den Renditeerwartungen der Veolia-Gruppe und werden durch ein systematisches Controlling der Umsetzung überprüft. Die geplanten Maßnahmen der Effizienzsteigerung des Veolia- 2012-Programmes sollen sich im Operating Cash-Flow und Operating Income auswirken.

  • Wir wollen die Effizienz unserer Netze steigern.
  • Wir wollen die papierlose Kommunikation für eine wachsende Anzahl unserer Kunden anbieten.


Wir bieten unseren Mitarbeitern Entwicklungsperspektiven und stellen weiterhin eine Ausbildungsquote von 8 % zur Verfügung. Durch unsere Tätigkeit und unser gesellschaftliches Engagement stärken wir die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vor Ort.

  • Wir analysieren die Ergebnisse der Mitarbeiter-Befragung aus 2011, leiten daraus Maßnahmen ab und setzen sie um. Ziel für Befragung 2013: Mitarbeiterzufriedenheitsindex (MZI): Wert von 72,5 % von 2011 halten.
  • Wir wollen den Anteil an bedarfsgerechten Weiterbildungen erhöhen, die intern durchgeführt werden.
  • Wir entwickeln eine dezentrale Struktur von Antikorruptions- Experten, in allen Unternehmenseinheiten, die befähigt werden, das Thema in den Einheiten zu verankern und zu koordinieren.
  • Wir wollen die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle auf Null senken.


Wir fokussieren unsere Forschung und Entwicklung auf den Schutz und die effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen. Wir entwickeln Lösungskonzepte für Infrastrukturprojekte, die aufgrund von Klimaveränderungen und demografischem Wandel notwendig werden.

  • Wir wollen den spezifischen Energieverbrauch beim Betrieb eigener Anlagen im Vergleich zu 2006 bis 2020 im Wasserbereich um 15 % senken.
  • Wir wollen den spezifischen CO2-Ausstoß bis 2020 im Vergleich zu 2006 um 20 % senken.
  • Wir wollen den Fremdbezug an Energie im Wasser- und Abwasserbereich bis 2012 um 15 % gegenüber dem Bezugsjahr 2007 reduzieren.
  • Wir wollen für alle Abwasserstandorte Lösungsansätze für die sichere Verwertung unserer Klärschlämme entwickeln (unter Beachtung energetischer Aspekte, der Rückgewinnung von Wertstoffen sowie der gesetzlichen Entwicklungen).
  • Wir wollen mindestens zwei Nachhaltigkeitsaudits bei unseren wichtigsten Lieferanten mit hohem Risikopotenzial durchführen.
  • Wir initiieren bzw. verfolgen mindestens ein Projekt zur Förderung der Artenvielfalt an all unseren Unternehmenseinheiten.

Kennzahlen

Einheit Veolia Wasser 2011 Veolia Wasser 2010 Veolia Wasser 2009 Änderungen 2011/2010
Umsatz 1 Mio € 1.426 1.350 1.271 5,6 %
 
Trinkwasserversorgung
 
Versorgte Einwohner Anz. 1.040.424 1.050.697 1.082.164 -1,0 %
Wasserwerke Anz. 47 47 53 0,0 %
Trinkwassernetzlänge km 9.413 9.228 9.169 2,0 %
Produzierte Trinkwassermenge m3 15.420.405 15.729.072 3 16.034.292 3 -2,0 %
davon Herkunft Oberflächenwasser 6 % 0,0
davon Herkunft Grundwasser 6 % 100,0
Zugekaufte Trinkwassermenge 6 m 3 41.411.992
davon Herkunft Oberflächenwasser 6 % 74,8
davon Herkunft Grundwasser 6 % 25,2
Gibt es in Ihrem Versorgungsgebiet Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern, die mindestens 5 % von dessen Jahresvolumen ausmachen? 6 ja/nein nein  
Ausgeteilte Trinkwassermenge m 3 56.832.397 57.761.152 3 57.831.932 3 -1,6 %
Eigenverbrauch an Wasser m 3 195.004 364.367 347.299 -46,5 %
Verkaufte Trinkwassermenge m 3 49.734.321 49.950.760 3 49.351.208 3 -0,4 %
Reale Wasserverluste gem. DVGW W 392 % 10,9 11,6 12,8 3 -6,0 %
Spezifische reale Netzverluste Trinkwasser m 3/(km x h) 0,08 0,08 3 0,09 3 -8,8 %
Stromverbrauch Trinkwasser kWh 13.988.802 14.647.052 3 15.355.498 -4,5 %
Spezifischer Stromverbrauch Trinkwasserversorgung kWh/m 3 0,25 0,25 3 0,27 3 -2,9 %
Einhaltung aller Grenzwerte der TrinkwVO % 99,6 99,3 99,5 0,3 %
Einhaltung bakteriolog. Grenzwerte der TrinkwVO % 99,2 98,6 99,0 0,7 %
Anzahl Reparaturen je km Versorgungsnetz Anz./km 0,20 0,21 3 0,22 3 -6,2 %
 
Abwasserentsorgung
 
Entsorgte Einwohner Anz. 1.005.937 999.566 990.427 0,6 %
Klärwerke Anz. 106 104 99 1,9 %
Abwasserkanallänge km 6.671 6.360 5.928 4,9 %
Behandelte Zulaufmenge Kläranlagen m 3 73.951.258 74.339.454 60.472.264 -0,5 %
Reinigungsgrad der Groß-Kläranlagen (> 3t BSB5-Abbau/d)  
BSB 5 % 99,4 99,3 99,4 0,1 %
CSB % 97,7 97,4 98,0 0,3 %
N ges. % 91,6 90,4 92,3 1,3 %
P ges. % 96,4 95,3 96,5 1,2 %
Stromverbrauch Abwasser kWh 50.472.262 49.941.942 3 45.536.556 1,1 %
Spezifischer Stromverbrauch Abwasserentsorgung kWh/m 3 0,68 0,67 3 0,75 1,6 %
Spezifische Anzahl Reparaturen Kanalnetz Anz./km 0,05 0,06 0,05 -10,3 %
Reststoffaufkommen:  
Klärschlamm tTS/a 18.467 15.974 17.436 15,6 %
Anteil Verregnung % 16,6 15,2 14,3 9,1 %
Anteil Landwirtschaftliche Ausbringung % 34,7 38,2 41,2 -9,1 %
Anteil Kompostierung/ Rekultivierung % 28,3 25,5 27,5 11,1 %
Anteil Co-Verbrennung % 17,8 20,0 16,1 -10,8 %
Anteil Sonstiges % 2,6 1,2 1,0 117,9 %
Rechengut, Sandfanggut, Kanalräumgut t/a 7.195 4.471 6.242 60,9 %
Anteil mechanisch-biologische Aufbereitungsanlagen % 2,0 12,8 4,1 -84,5 %
Anteil Müllverbrennungsanlagen % 8,8 13,5 9,1 -35,1 %
Anteil Kompostierung % 36,1 58,1 41,0 -37,9 %
Anteil Verwertung z.B. Rekultivierung % 53,0 14,7 44,6 261,0 %
Anteil Verwertung als Baumaterial % 0,2 1,0 1,3 -1,3 %
 
Stromversorgung
 
Zähler im Netz Anz. 236.721 233.499 233.992 1,4 %
Versorgte Kunden Anz. 244.577 213.911 214.556 14,3 %
Stromleitungsnetz km 3.477 3.559 3.113 -2,3 %
Erzeugungskapazitäten eigener Anlagen MW 310 310 244 0,2 %
davon Erzeugungskapazitäten KWK MW 170 163 100 4,9 %
davon Erzeugungskapazitäten EEG MW 6 6 7 0,8 %
Stromerzeugung aus Eigenanlagen GWh 1.299 956 924 35,9 %
davon erzeugter KWK-Strom % 45,5 39,9 37,0 14,0 %
davon erzeugter EEG-Strom % 2,0 3,8 7,4 -48,6 %
Stromzukauf zur Kundenversorgung GWh 1.924 2.053 2.163 -6,3 %
Stromabsatz ohne Handel GWh 2.600 2.478 2.042 5,0 %
Stromhandel GWh 2.338 2.106 3 1.967 3 11,1 %
Netzverluste Strom % 3,2 3,5 13,6 -9,9 %
 
Gasversorgung
 
Zähler im Netz Anz. 65.266 65.966 67.427 -1,1 %
Versorgte Kunden Anz. 81.802 73.021 67.376 12,0 %
Gasleitungsnetz km 1.067 1.086 1.084 -1,8 %
Erdgasabsatz ohne Handel GWh 3.142 3.602 2.756 -12,8 %
Erdgashandel GWh 350 42 38 725,5 %
Netzverluste Gas % 0,0 0,0 0,0 0,0 %
Schäden pro km Netzlänge Anz./km 0,07 0,06 0,07 12,5 %
 
Verwaltungen
 
Stromeinkauf kWh/MA 1.681 1.709 3 1.541 1,7 %
Papierverbrauch kg/MA 16 19 21 -14,1 %
davon Recyclingpapier % 66,3 65,1 60,6 1,4 %
Anzahl Kopien Anz./MA 1.501 1.582 1.574 3 -5,1 %
 
Emissionen
 
CO2-Emission direkt (produziert) t 1.051.180 1.015.186 843.910 3,6 %
je Produkteinheit g/kWh 451 465 443 -3,1 %
CO2-Emission indirekt (zugekauft) t 1.730.564 1.498.920 3 1.188.084 15,5 %
je Produkteinheit g/kWh 868 704 530 23,3 %
CO2-Emission je Produkteinheit g/kWh 610 537 480 13,7 %
NOx-Emission je Produkteinheit g/kWh 0,56 * 0,56 * 0,58 * 0,0 %
Staubemission je Produkteinheit g/kWh 0,00 * 0,01 * 0,02 * -57,1 %
SO2-Emission je Produkteinheit g/kWh 0,30 * 0,27 * 0,30 * 12,2 %
CO2-Emission Trinkwasser- u. Abwasseraktivitäten 5 t 26.183 27.710 0,30 * -5,5 %
CO2-Emission direkt (Kfz) t 4.437 4.195 3 4.070 5,8 %
 
Engagement in der Region
 
Veolia Stiftung T€ 235 241 4 223 -2,6 %
Sponsoring T€ 2.827 2.634 3 2.425 3 7,3 %
Wissenschaft und Forschung T€ 1.971 1.824 1.724 8,1 %
 
Personal 2
 
Beschäftigte inkl. Auszubildende Anz. 2.742 2.794 2.699 -1,9 %
davon Männer Anz. 1.895 1.942 1.895 -2,4 %
davon Frauen Anz. 847 852 804 -0,6 %
davon Auszubildende inkl. Berufsakademie Anz. 202 203 207 -0,5 %
davon Beschäftigte mit Vollzeitregelung Anz. 2.241 2.288 2.200 -2,1 %
davon Beschäftigte mit Teilzeitregelung Anz. 299 303 292 -1,3 %
Praktikanten 6 Anz. 77
Leiharbeiter 6 Anz. 25,6
Altersdurchschnitt a 42,0 42,5 42,4 -1,0 %
Anteil männliche Führungskräfte (ab Gruppenleiter) an männlichen Beschäftigten % 16,3 15,9 16,4 2,2 %
Anteil weibliche Führungskräfte (ab Gruppenleiter) an weiblichen Beschäftigten % 11,9 11,6 11,8 2,8 %
Einstellungen Anz. 187 269 251 -30,5 %
Austritte und Pensionierungen Anz. 250 202 219 23,8 %
davon Mitarbeitermobilität: Wechsel innerhalb Veolia-Unternehmen Anz. 17 23 28 -26,1 %
Teilnehmer an Schulungen Anz. 2.085 2.081 2.031 0,2 %
Weiterbildungsquote % 84,2 80,3 88,0 4,9 %
Ausgaben je Weiterbildung €/WB 757 792 700 -4,4 %
Ausgaben Weiterbildung zu Lohn- und Gehaltskosten VJ % 3,0 2,9 3,1 3,1 %
Weiterbildungen je Beschäftigter Anz. 2,0 2,0 3,2 -1,5 %
Weiterbildungen je Beschäftigter Anz. 2,0 2,0 3,2 -1,5 %
Teilnehmer an Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (Sequoia) Anz. 0 382 296 -100,0 %
Anteil Teilnehmer an Sequoia an zeichnungsberechtigten Beschäftigten % 0,0 14,6 11,5 -100,0 %
Unfälle je 1 000 Beschäftigte Anz. 13,1 17,5 15,6 3 -24,8 %
Krankheitstage ohne Langzeitkranke Anz./MA 12,4 10,3 10,9 20,1 %
Anteil der Beschäftigten mit erfolgsabhängigen Lohn-/ Gehaltsbestandteilen % 80,9 81,4 78,0 -0,6 %
Anteil Beschäftigte mit Zielvereinbarung % 81,0 85,5 62,7 -5,2 %
Beschäftigte in Elternzeit 6 Anz. 54
davon Männer 6 % 51,9
davon Frauen 6 % 48,1
Tage in Elternzeit 6 Anz. 7.057
davon Männer 6 % 30,0
davon Frauen 6 % 70,0
 
1Ermittlung ab 2008 nach IFRS: inkl. OEWA, AWATECH, SWG, SWW, MIDEWA, OTWA, AC, aquassist, Globalis, VSBB, BVVAG, BVAG mit BS|Netz bzw. EN|BS, KWM, SW Thale, SE|BS, MHWA, BFG N, Introtec, Citelum und 50 % RVB (BWB)
 
22010 und 2011 inkl. OEWA, OEWA Bädergesellschaft, OEWA Storkow, OEWA Plau, OEWA Wagenfeld, MIDEWA, Infra Service Sachsen-Anhalt GmbH, OTWA, Introtec Schwarza, Ostthüringer Service und Dienstleistungs GmbH, SWG, SWW, BS|ENERGY, SE|BS, BS|NETZ, MHWA, AC, VEL, VSBB, SWS, SWP, Veolia Wasser GmbH
 
3nachträglich angepasst u.a. durch Festlegung einer einheitlichen Definition / einer einheitlichen Berechnungsbasis
 
4einschließlich Aktion „Gemeinsam sind wir Berlin“
 
5Erfassung Kennzahl seit 2010 inkl. Energie, Klärschlamm u. Chemikalien
 
6Kennzahl erstmals 2011 erfasst
 
*ohne Kraftwerk Mehrum

Global denken, global handeln

Als global agierende Unternehmensgruppe und Weltmarktführer im Bereich Umweltdienstleistungen stellt sich Veolia Environnement der Herausforderung, die Zukunft für die nachfolgenden Generationen weltweit mitzugestalten. Klimawandel, schwindende Biodiversität, sinkende Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und mangelnde Versorgungssicherheit fordern von Unternehmen zukunftsweisende Strategien. Daher steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie von Veolia Environnement. Das zeigt sich nicht zuletzt in dem integrierten Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht der Unternehmensgruppe.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von Veolia Environnement konzentriert sich auf sieben wesentliche Herausforderungen:

  • Klimawandel
  • Biodiversität
  • Ressourcenschutz Zugang zu Dienstleistungen der Daseinsvorsorge
  • Gesundheit und Lebensqualität
  • Attraktivität als Arbeitgeber
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz.


Diesen globalen Herausforderungen begegnet Veolia Environnement mit lokalen Lösungen, die nachhaltiges Wirtschaften in allen Geschäftsbereichen ermöglichen: vom Wassermanagement über die Behandlung und Verwertung von Abfällen bis zur Energieeffizienz. Veolia Environnement bietet seinen Kunden individuell zugeschnittene Lösungen, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen. Dafür engagierten sich 2011 rund 317 000 Beschäftigte in 77 Ländern.

Um die Ergebnisse ihrer weltweiten Aktivitäten sichtbar und vergleichbar zu machen, hat die Unternehmensgruppe Nachhaltigkeitsindikatoren festgeschrieben, denen auch die deutsche Tochter Veolia Wasser verpflichtet ist und über die sie regelmäßig nach Paris berichtet. Gemeinsame Ziele und das Zusammenwirken aller Veolia-Gesellschaften weltweit ermöglichen es, unsere Tätigkeit kontinuierlich und entlang der Wertschöpfungskette zu bewerten und zu verbessern.

Veolia Environnement gehört zu den im französischen Leitindex CAC 40 gelisteten Unternehmen und wird regelmäßig von Ratingagenturen bewertet. Dabei werden die Unternehmen entsprechend ihrer Nachhaltigkeitsleistung in spezielle Börsenindizes eingeordnet. Die Aufnahme in diese belegt das langfristige Engagement der Gruppe und die Ergebnisse im Bereich nachhaltige Entwicklung.


Veolia Environnement:
www.veolia.com
www.veolia.de

Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht
Veolia Environnement 2011:
www.annualreport.veolia.com.

tabelle_environnement

GRI-Gegister

GRI Bezeichnung Erfüllungsgrad Verweis
   
1 Strategie und Analyse
1.1 Vorwort des Vorstands oder Aufsichtsratsvorsitzenden   Einführung
1.2 Zentrale Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen   Markt
   
2 Organisationsprofil
2.1 Name des Unternehmens   Einführung
2.2 Wichtigste Marken, Produkte und Dienstleistungen   Einführung
2.3 Geschäftsbereiche und Unternehmensstruktur   Einführung
2.4 Hauptsitz des Unternehmens   Einführung
2.5 Länder mit Geschäftstätigkeitsschwerpunkt   Einführung
2.6 Eigentümerstruktur   Einführung
2.7 Märkte   Einführung
2.8 Größe des Unternehmens   Einführung
2.9 Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum   Einführung
2.10 Auszeichnungen im Berichtszeitraum   Beschäftigte
   
3 Berichtsparameter
3.1 Berichtszeitraum   Einführung
3.2 Datum des letzten Berichts   Einführung
3.3 Berichtszyklus   Einführung
3.4 Ansprechpartner für Fragen zum Bericht   Kontakt
3.5 Vorgehensweise zur Auswahl der Berichtsinhalte   Strategie
3.6 Bilanzierungsgrenzen des Berichts   Einführung
3.7 Einschränkungen des Berichtsumfangs   Einführung
3.8 Joint Ventures, Tochterunternehmen, Outsourcing   n.r.
3.9 Datenerfassung   Ziele & Kennzahlen
3.10 Änderungen bei der Darstellung von Informationen im Vergleich zu früheren Berichten   Ziele & Kennzahlen
3.11 Änderungen des Umfangs, der Berichtsgrenzen oder der Messmethoden   Ziele & Kennzahlen
3.12 Index nach GRI   GRI
3.13 Externe Verifizierung   Einführung
   
4 Berichtsparameter
4.1 Führungsstruktur   Strategie
4.2 Unabhängigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden   n.a.
4.3 Kontrollorgan bzw. unabhängige Mitglieder der Unternehmensführung   k.A.
4.4 Mechanismen für Aktionärs- und Mitarbeiterempfehlungen an den Vorstand/Aufsichtsrat   Strategie
4.5 Verknüpfung der Vorstandsvergütung mit der nachhaltigen Unternehmensleistung   k.A.
4.6 Mechanismen zur Vermeidung von Interessenkonflikten   k.A.
4.7 Expertise der Leitungsgremien im Bereich Nachhaltigkeit   Strategie
4.8 Leitbilder, Unternehmenswerte und Verhaltenkodizies   Strategie
4.9 Verfahren auf Vorstands-/Aufsichtsratsebene zur Überwachung der Nachhaltigkeitsleistung   Strategie
4.10 Verfahren zur Beurteilung der Leistungen des Vorstands im Bereich Nachhaltigkeit   k.A.
4.11 Umsetzung des Vorsorgeprinzips   Strategie
4.12 Unterstützung externer Initiativen   Gesellschaft
4.13 Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen   k.A.
4.14 Einbezogene Stakeholdergruppen   Strategie
4.15 Auswahl der Stakeholder   Strategie
4.16 Ansätze für den Stakeholderdialog (Art/Häufigkeit)   Strategie
4.17 Stellungnahme zu zentralen Anliegen der Stakeholder   Strategie
   
Ökonomie
EC2 Finanzielle Auswirkungen des Klimawandels Markt
EC5 Verhältnis Standardeintrittsgehalt zum lokalen Mindestlohn   Beschäftigte
EC6 Geschäftspolitik, -praktiken und Anteil lokaler Lieferanten   Markt
   
Ökologie
EN 5 Energieeinsparungen   Umwelt
EN 8 Gesamtwasserentnahme nach Quellen   Umwelt
EN 13 Geschützte oder wiederhergestellte natürliche Lebensräume   Umwelt
EN 26 Maßnahmen zur Verminderung von Umweltauswirkungen   Umwelt
   
Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen
LA 1 Gesamtbelegschaft nach Beschäftigungs-verhältnissen und Regionen   Beschäftigte
LA 3 Leistungen, die nur Vollzeitbeschäftigten gewährt werden   Beschäftigte
LA 5 Mitteilungsfristen in Bezug auf wesentliche betriebliche Veränderungen   Beschäftigte
LA 7 Verletzungen, Berufskrankheiten, Ausfalltage, Abwesenheit und Summe arbeitsbedingter Todesfälle   Beschäftigte
LA 10 Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen   Beschäftigte
LA 14 Verhältnis der Bezahlung von männlichen und weiblichen Angestellten   Beschäftigte
   
Menschenrechte
HR4 Vorfälle von Diskriminierung und ergriffene Maßnahmen   Beschäftigte
   
Gesellschaft
SO1 Art, Umfang und Wirkung der Geschäftstätigkeit auf Gemeinden oder Regionen   Markt
SO4 Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen   Markt
SO7 Klagen aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten   Markt
   
Produktverantwortung
PR1 Untersuchte Lebenszyklusstadien in Bezug auf Gesundheit und Produktsicherheit   Markt
PR3 Gesetzliche Informationspflichten für Produkte und Dienstleistungen   Markt
PR5 Kundenzufriedenheit   Markt
PR8 Berechtigte Datenschutzbeschwerden   Markt
PR9 Wesentliche Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen Gesetzesvorschriften in Bezug auf Erwerb und Nutzung der Produkte   Markt
 
Legende:
Berichterstattung nach GRI vollständig erfüllt.
Berichterstattung nach GRI teilweise erfüllt.
n.r. = nicht relevant
k.A. = keine Angaben
n.a. = nicht anwendbar